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Klaus-von-Klitzing-Preis

  • Der Preisträger Dr. Marcus Alexander Bauch (2.v.r.) mit Nobelpreisträger und Namensgeber Prof. Dr. Klaus von Klitzing (2.v.l.), der Vorstandsvorsitzenden der EWE Stiftung Marion Rövekamp sowie dem Vizepräsidenten für Forschung und Transfer der Universität Oldenburg Prof. Dr. Meinhard Simon. Foto: EWE-Stiftung

  • Dr. Olaf Fritsche – Autor, Biologe und Meeresforscher – erklärte in seinem Festvortrag, wie Monsterwellen entstehen. Foto: EWE-Stiftung

  • Für die musikalische Unterhaltung sorgte das ohTon-ensemble. Foto: EWE-Stiftung

„Wie ein Oscar fürs Lebenswerk“

Mehr als 140 Jugend-forscht-Projekte hat Dr. Marc Alexander Bauch in zwanzig Jahren betreut. Ein beachtliches Engagement, für das der Mathematik- und Informatiklehrer nun mit dem Klaus-von-Klitzing-Preis ausgezeichnet wurde.

Mehr als 140 Jugend-forscht-Projekte hat Dr. Marc Alexander Bauch in zwanzig Jahren betreut. Ein beachtliches Engagement, für das der Mathematik- und Informatiklehrer nun mit dem Klaus-von-Klitzing-Preis ausgezeichnet wurde. 

Als Marc Alexander Bausch 1986 als Schüler das erste Mal bei "Jugend forscht" mitmacht, setzt sich bei ihm ein Gedanke fest: Diese außergewöhnliche Erfahrung möchte er auch anderen ermöglichen. Dreißig Jahre später kann der heute 45-Jährige auf über 140 Schüler-Projekte zurückblicken, die es mit seiner Unterstützung zum größten europäischen Jugendwettbewerb im Bereich Naturwissenschaften und Technik geschafft haben. Am Gymnasium Hermeskeil in Rheinland-Pfalz hat er mit der Jugend-forscht-AG hierfür den Rahmen geschaffen – und gleichzeitig in einer eher ländlich geprägten Region einen erfolgreichen MINT-Bildungsort implementiert. 

Für dieses Engagement wurde er nun mit dem Klaus-von Klitzing-Preis geehrt: Am Dienstag erhielt Bauch die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung während einer Feierstunde in der Oldenburger Graf-Anton-Günther-Schule. Namensgeber und Physiknobelpreisträger Prof. Dr. Klaus von Klitzing übergab den Preis wieder persönlich: „Oberstudienrat Dr. Marc Alexander Bauch hat die Jury sowohl durch seine herausragende fachliche Qualifikation als auch durch seinen Teamgeist und seine überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft auch außerhalb des regulären Unterrichts überzeugt“, begründet er die Entscheidung. Der Jury gehören neben von Klitzing Vertreter der Universität Oldenburg, der EWE Stiftung sowie der Schulleiter der Graf-Anton-Günther-Schule, Wolfgang Schoedel, an. Besondere Bereicherung erfuhr die Jury zum zweiten Mal durch eine Schülerjurorin, in die-sem Jahr Johanna Holberg. 

Gegen 28 Bewerber durchgesetzt

Für ihn sei der Preis „wie ein Oscar fürs Lebenswerk“, erklärte Bauch sichtlich erfreut bei seiner Dankesrede. „Die Verpflichtung, Begeisterung für Naturwissenschaften zu fördern – das könnte auch mein Lebensmotto sein“, fuhr er fort und griff damit ein Zitat von Klitzings auf. Er bedankte sich vor allem bei seinen Schülern.

Der Preis, den die Universität  Oldenburg und die EWE Stiftung in Kooperation seit vierzehn Jahren vergeben, würdigt  herausragendes Engagement in den MINT-Fächern – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Bauch hatte sich gegen 28 Bewerberinnen und Bewerber aus ganz Deutschland durchgesetzt.

Seine Lehrtätigkeit hat der 45-Jährige immer wieder unterbrochen, mal für ein Promotionsstudium, mal für Weiterbildungen in den USA. Die gesammelten Erfahrungen brachte er erfolgreich in sein haupt- und außerberufliches Engagement ein, war vielfach mit seinen Schülern bei Wettbewerben erfolgreich und wurde bereits mehrfach mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet.

Wissenschaft und Forschung in den Alltag der Kinder und Jugendlichen tragen

Bauch gelinge es auf beeindruckende Weise, Schülerinnen und Schüler jeden Alters – nämlich der Jahrgangsstufen 5 bis 13 – für die Themen Informatik und Mathematik zu begeistern,  erklärte Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper, Präsident der Universität Oldenburg. „Dabei ist sein Einsatz ebenso bemerkenswert wie seine vielfach ausgezeichneten pädagogischen Fähigkeiten. Er wirkt über Schulgrenzen hinweg und ist in seiner Region bestens vernetzt. So gelingt es ihm, Wissenschaft und Forschung in den Alltag der Kinder und Jugendlichen zu tragen. Das freut uns als Universität, die sich dem forschungsorientierten Lehren und Lernen verschrieben hat, ganz besonders.“ Prof. Dr. Meinhard Simon, Vizepräsident für Forschung und Transfer, betonte bei der Verleihung, dass das frühe Heranführen von Schülern an die Wissenschaft der Schlüssel für die Zukunft einer Region sei. 

Marion Rövekamp, Vorstandsvorsitzende der EWE Stiftung, ergänzte: „Mit dem Klitzing-Preis ist es gelungen, nachdrücklich auf die Bedeutung von Lehrerpersönlichkeiten für die Bildungs- und Berufsbiografien unserer Kinder hinzuweisen. Gleichzeitig unterstreicht die Auszeichnung den Stellenwert von MINT-Disziplinen für unser Bildungs-, Wirtschafts- und Wissenschaftssystem.“

Klaus von Klitzing verbrachte die ersten Jahre seiner Schulzeit in Oldenburg. Heute ist er unter anderem Direktor am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart und Ehrenmitglied der Internationalen Solvay Institute. 1980 entdeckte er einen neuen Quanteneffekt und erhielt dafür 1985 den Nobelpreis für Physik. Die nach ihm benannte Von-Klitzing-Konstante dient mittlerweile dazu, die Maßeinheit Ohm des elektrischen Widerstands zu definieren. Seine Entdeckung beeinflusste wesentlich die moderne Halbleiterentwicklung und die Präzisionsmesstechnik. 2006 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Oldenburg.
 

Presse & Kommncutunicsofkatic+ogmonmg9 (presvkesse@ujnol.q186adevhcvb) (Stand: 11.12.2018)