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Stabsstelle Arbeitssicherheit
Ammerländer Heerstr. 114-118
26129 Oldenburg

Persönliche Schutzausrüstung (PSA) an der Universität

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Was ist Persönliche Schutzausrüstung

Die Persönliche Schutzausrüstung soll Gefährdungen vom Menschen abwenden und ist erst dann einzusetzen, wenn die technischen und organisatorischen Schutzmaßnahmen nicht mehr ausreichend sind. Die Universität Oldenburg stellt allen Beschäftigten und Studierenden die notwendige persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung. Die anhand der individuellen Gefährdungsbeurteilung der Tätigkeiten gewonnen Erkenntnisse sind daher maßgeblich für die bedarfsgerechte Auswahl der erforderlichen Schutzausrüstung.

Eine Persönliche Schutzausrüstung kann z.B. bestehen aus:

-    Schutzhandschuhen
-    Gehörschutz
-    Sicherheitsschuhen
-    Augenschutz
-    …

Die Zuständigtkeit für die Austattung der Beschäftigten mit Persönlicher Schutzausrüstung obliegt in der Regel der verantwortlichen Leitung der jeweiligen Organisationseinheit (siehe auch  "Dienstanweisung der Vizepräsidentin / des Vizepräsidenten für Verwaltung und Finanzen der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg zum Arbeits- und Umweltschutz").

Weiterhin haben die Vorgesetzten die Beschäftigten in der sicherheitsgerechten Benutzung der PSA zu unterweisen und auf die sachgerechte Verwendung zu achten.

Gemäß § 30 (2) GUV-V A1 "Grundsätze der Prävention" sind Arbeitnehmer dazu verpflichtet, die ihnen zur Verfügung gestellte PSA zu benutzen, regelmäßig auf ihren ordnungsgemäßen Zustand zu prüfen und festgestellte Mängel dem Vorgesetzten unverzüglich zu melden. 

Beschaffung von Persönlicher Schutzausrüstung

Alle Beschäftigten der Universität haben die Möglichkeit eine Persönliche Schutzausrüstung für ihre Tätigkeit im Auftrag der Universität zu bestellen. Voraussetzung hierfür ist die zuvor durchgeführte Gefährdungsbeurteilung und der daraus ermittelte Bedarf. Über die Finanzierung von PSA für besondere Aufgaben (z.B. Expeditionen) wird im Einzelfall entschieden.

Die Beantragung erfolgt über die Stabstelle Arbeitssicherheit. Diese prüft den Antrag und sofern der Bedarf durch die/den Vorgesetzte/n auf dem Bestellanforderungsformular bestätigt wurde, werden die Kosten übernommen. Nach der Prüfung wird der Antrag an das Dez. 2.4 (Einkauf) weitergeleitet von wo aus die Bestellung erfolgt.

Die PSA verbleibt auch nach dem Ausscheiden der jeweiligen Beschäftigten im Eigentum der Universität Oldenburg und ist somit abzugeben.

Folgende persönliche Schutzausrüstungen werden zentral beschafft:

Sicherheitsschuhe Schnittschutzkleidung
Sicherheitsgummistiefel Spezialschutzbrillen
Schutzkittel Spezialschutzhandschuhe
Spezielle Berufsjacken und Berufshosen Schweißerschutzausrüstung
Overalls Einwegschutzkleidung (gem. Gef.-Beurt.)
besondere Kälteschutzkleidung / Regenschutzkleidung Atemschutz (Geräte und Überprüfung)
Gehörschutz Rettungswesten u. Wartung von Rettungswesten
Kopfschutz (Helme) Chemikalienschutzkleidung (gem. Gef.-Beurt.)

Außnahme:
Persönliche Schutzausrüstung wie z.B. einfache Schutzbrillen,  Hygiene- und Einweghandschuhe, Überziehschuhe sowie Verbandmaterial zur Ersten Hilfe hält das Laborbedarfslager der BI vor. Die Kosten hierfür gehen ausschließlich zu Lasten der Finanzstellen der Nutzer.

Siehe auch die Regelung zur Organisation und Beschaffung von Persönlicher Schutzausrüstung an der CvO: Erläuterungen (Stand: 15.09.2011)

Hinweis:
Als Schutzkleidung gelten Kleidungsstücke und persönliche Schutzausrüstung, die bei bestimmten Tätigkeiten an bestimmten Arbeitsplätzen anstelle oder über der sonstigen Kleidung zum Schutz gegen Unfälle oder sonstige Schadensfälle sowie zum Schutz gegen Witterungsunbilden, gesundheitliche Gefahren, außergewöhnlichen Beschmutzung oder Abnutzung der Kleidung oder aus Gründen der Hygiene von den Beschäftigten getragen werden müssen.
Die von Beschäftigten lediglich zur Schonung ihrer eigenen Kleidung innerhalb des ihnen normalerweise obliegenden Dienste getragenen Kleidungsstücke dürfen nicht aus Landesmitteln beschafft werden. Sie zählen ebenso wie Hygieneartikel (z.B. Einmalhandschuhe oder ähnliches) nicht dazu.

Im Einzelfall werden für die Reinigung bzw. Instandhaltung der PSA die Kosten übernommen. Ebenso gilt die für notwendige Änderungen für nicht passend zu beschaffende PSA (z.B. Hose / Kittel kürzen).

Erläuterung zur Beschaffung und Ablauf

  • Für eine vorherige Beratung stehen die Sicherheitsingenieure gerne zur Verfügung.
  • Für eine PSA-Bestellung füllen Sie bitte das Formular "Bestellanforderungen PSA" vollständig aus. Geben Sie dabei unbedingt die genaue Artikelbeschreibung, Farbe, Größe und Anzahl an. (Hilfe zum Ausfüllen). Unvollständige Anträge können nicht bearbeitet werden.
  • Schicken Sie dann das Formular zur Prüfung und Bewilligung an die Stabsstelle Arbeitssicherheit. (Telefonnummer für Rückfragen nicht vergessen)
  • PSA-Wünsche außerhalb des Kataloges sind mit einer Gefährdungsbeurteilung, aus der die Notwendigkeit der speziellen PSA hervorgeht, vom Antragsteller zu begründen. Beispiele:

- Anderer Anbieter für die Artikel (Preis, Design)
- Abweichende oder ergänzende Anforderungen an die Artikel
- Bedarf an zusätzlicher PSA
- PSA für speziele Ansprüche
- Sonderanfertigungen

  • Nach Erhalt der Lieferung sind Lieferscheine, Rechnungen, etc. als sachlich richtig zu zeichnen und unverzüglich an das Dez 2.4 (Einkauf) weiterzuleiten.

FAQ Persönliche Schutzausrüstung (hier klicken)

Was versteht man unter "geeigneter Persönlicher Schutzausrüstung"?

Geeignete Persönliche Schutzausrüstungen entsprechen dem Stand der Technik und begrenzen die ermittelten Gefährdungen auf ein möglichst geringes Restrisiko, hierzu gehören auch Persönliche Schutzausrüstungen, die z. B. für Berufssportler, Übungsleiter oder Trainer zur sicheren Ausübung ihrer Sporttätigkeit erforderlich sind oder solche, die hauptsächlich durch Anwendung im Sport bekannt sind. Weitere Eignungskriterien für PSA sind in Abhängigkeit von der Arbeitsaufgabe auch ergonomische Aspekte wie z.B. Passform und Gewicht, Handhabbarkeit, Justierbarkeit.

Spezielle Hinweise zur Auswahl und Benutzung der einzelnen Persönlichen Schutzausrüstungen finden sich in den folgenden Regeln:

  • "Benutzung von Schutzkleidung" (BGR 189)
  • "Benutzung von Atemschutzgeräten" (BGR 190)
  • "Benutzung von Fuß- und Beinschutz" (BGR 191)
  • "Benutzung von Augen- und Gesichtsschutz" (BGR 192)
  • "Benutzung von Kopfschutz" (BGR 193)
  • "Benutzung von Gehörschützern" (BGR/GUV-R 194)
  • "Benutzung von Schutzhandschuhen" (BGR 195)
  • "Benutzung von Stechschutzbekleidung" (BGR 196)
  • "Benutzung von PSA gegen Absturz" (BGR 198)
  • "Benutzung von PSA zum Retten aus Höhen und Tiefen" (BGR 199)
  • "Benutzung von Stechschutzhandschuhen und Armschützern" (BGR 200)
  • "Benutzung von PSA gegen Ertrinken" (BGR 201)

Was bedeutet "zur Verfügung stellen"?

Zur Verfügung stellen bedeutet, dass Persönliche Schutzausrüstungen am Einsatzort funktionsbereit vorhanden sind.

Sind Kombinationen von PSA zulässig?

Zur Feststellung der Eignung ist auch die Kombination mehrerer Persönlicher Schutzausrüstungen, wie z.B. Schutzhelm und Atemschutz, Schutzbrille und Gehörschutzkapsel, zu beachten.

Wie kann sichergestellt werden, dass zusätzliche Gefährdungen durch Persönliche Schutzausrüstungen nicht entstehen?

Entscheidend für die Vermeidung zusätzlicher Gefahren ist die richtige Auswahl der Persönlichen Schutzausrüstungen. Zum Beispiel muss Gehörschutz jederzeit die Wahrnehmbarkeit von Warnsignalen gewährleisten.

Was versteht man unter "ausreichender Anzahl"?

Zur Feststellung der erforderlichen Anzahl von Persönlichen Schutzausrüstungen sind unter Zugrundelegung der Arbeitsaufgabe die Gefährdungen und die Anzahl der betroffenen Personen zu ermitteln. Ferner ist sicherzustellen, dass alle Personen während der gesamten Zeit der Einwirkung durch Persönliche Schutzausrüstungen geschützt sind. Grundsätzlich sollte aus hygienischen und ergonomischen Gründen für jeden Versicherten eine persönlich zugeordnete Schutzausrüstung zur Verfügung stehen.

Was versteht man unter "persönlicher Verwendung"?

Grundsätzlich sollte für jeden Versicherten eine persönlich zugeordnete Persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung stehen; dies ist insbesondere aus hygienischen und ergonomischen Gründen erforderlich.

In welchen Fällen können Persönlichen Schutzausrüstungen z.B. durch mehrere Personen benutzt werden?

Die Notwendigkeit zur Benutzung einer Persönlichen Schutzausrüstung durch mehrere Personen kann z.B. gegeben sein, bei

  • umluftunabhängigen Atemschutzgeräten,
  • Chemikalienvollschutzanzügen,
  • Rettungswesten,
  • Warnwesten in Straßenverkehrsfahrzeugen.

Wie lassen sich bei Benutzung durch verschiedene Beschäftigte Gesundheitsgefahren oder hygienische Probleme vermeiden?

Bei der Benutzung von PSA durch verschiedene Beschäftigte ist zur Vermeidung von Gesundheitsgefahren oder hygienischen Problemen eine Reinigung und Desinfektion gemäß den Herstellerinformationen sowie den Regeln für die Benutzung von Persönlichen Schutzausrüstungen (BGR 139 bis BGR 201) durchzuführen.

Wer trägt die Kosten für Persönliche Schutzausrüstungen?

Die Bereitstellung von Persönlichen Schutzausrüstungen stellt eine Maßnahme nach § 3 Arbeitsschutzgesetz dar. Die Kosten werden auf Antrag und nach Prüfung von der Stabsstelle Arbeitssicherheit übernommen. Ausgenommen sind sogenannte Verbrauchsartikel, die Kosten für diese PSA gehen zu Lasten der jeweiligen Organisationseinheit.

In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Arbeitskleidung ohne Schutzfunktion, wie zum Beispiel der "Blaumann", nicht zur Persönlichen Schutzausrüstung gehört.

Was ist unter Tragezeitbegrenzung zu verstehen?

Tragezeitbegrenzungen sind zeitliche Begrenzungen bei der Benutzung von Persönlichen Schutzausrüstungen, die den Benutzer vor Überbeanspruchung schützen sollen. Tragezeitbegrenzungen sind insbesondere in den Bereichen Atemschutz (BGR 190) von Bedeutung.

Was ist unter Gebrauchsdauer zu verstehen?

Gebrauchsdauer ist die Zeitspanne, in der die Funktionstüchtigkeit (Schutzwirkung) von Persönlichen Schutzausrüstungen erhalten bleibt.

Die Gebrauchsdauer wird durch verschiedene Einflüsse bestimmt. Hierzu zählen u.a. Lagerzeiten, Lagerbedingungen, Witterungseinflüsse, Pflegezustand oder Art des Einsatzes und dessen Bedingungen. Hinweise zur Gebrauchsdauer sind in der Benutzerinformation enthalten.

Müssen Persönliche Schutzausrüstungen gewartet werden?

Die Notwendigkeit zur Wartung von Persönlichen Schutzausrüstungen ergibt sich aus der Art der Ausrüstungen und kann von einfachen Arbeiten durch den Benutzer selbst und bei komplexen Ausrüstungen bis hin zu Wartungen in spezialisierten Werkstätten reichen. Näheres ist in den Herstellerinformationen sowie den einschlägigen Regeln zur Benutzung von PSA ausgeführt.

Welche Prüfungen sind durch Versicherte durchzuführen?

Vor jeder Benutzung müssen Persönliche Schutzausrüstungen vom Versicherten auf augenscheinliche Mängel hin geprüft werden (Sicht-/Funktionsprüfung). Sofern dieser vermutet, dass kein ordnungsgemäßer Zustand der PSA vorliegt, so hat er dieses den verantwortlichen Vorgesetzten unverzüglich zu melden.

Augenscheinliche Mängel, die den weiteren Einsatz einer PSA ausschließen, sind z. B.

  • Risse im Industrieschutzhelm,
  • schadhafte Bebänderung eines Industrieschutzhelms,
  • Versprödung des Helmmaterials, feststellbar z.B. durch Knacktest nach BGR 193,
  • beschädigte Laufsohlen
  • aufgescheuerte Nähte bei Auffanggurten,
  • defektes Polster bei Gehörschutzkapseln,
  • zerkratzte Gläser von Schutzbrillen,
  • beschädigte Versiegelung von Atemschutzfiltern.

Welche Persönlichen Schutzausrüstungen sollen gegen tödliche Gefahren oder bleibende Gesundheitsschäden schützen (PSA der Kategorie III)?

Bei den hier in Betracht kommenden Persönlichen Schutzausrüstungen muss davon ausgegangen werden, dass der Benutzer die Gefahr und die damit in Verbindung stehenden unmittelbaren Wirkungen nicht rechtzeitig erkennen kann. Dazu gehören z.B.

  • Atemschutzgeräte,
  • PSA gegen Absturz,
  • PSA zum Schutz gegen Lufttemperaturen unter -50 °C oder über 100 °C, Tauchgeräte,
  • PSA zum Schutz gegen elektrische Risiken,
  • PSA zum Schutz gegen radioaktive (ionisierende) Strahlen,
  • Chemikalienschutzkleidung,
  • PSA gegen Ertrinken oder auch
  • Strahlenschutzkleidung

Was beinhaltet die Benutzungsinformation?

Die Benutzungsinformation stellt eine Betriebsanweisung für die Benutzung der Persönlichen Schutzausrüstung dar. Aus ihr gehen die Rahmenbedingungen für die sichere Benutzung hervor. Sie muss hinsichtlich Form und Sprache für die Benutzer verständlich abgefasst sein.

Für die Benutzung welcher Persönlicher Schutzausrüstungen sind Unterweisungen mit Übungen erforderlich?

Unterweisungen mit Übungen sind vor der ersten Benutzung und anschließend nach Bedarf, mindestens jedoch einmal jährlich durchzuführen. Ziel der Übungen ist neben einer sicheren Benutzung der Persönlichen Schutzausrüstungen im Rahmen der jeweiligen Arbeitsaufgaben auch das richtige Verhalten in kritischen Situationen.

Was soll durch Übungen mit PSA erreicht werden?

Ziel der Übungen ist neben einer sicheren Benutzung der Persönlichen Schutzausrüstungen im Rahmen der jeweiligen Arbeitsaufgaben auch das richtige Verhalten in kritischen Situationen.

Wie ist mit Persönlichen Schutzausrüstungen zu verfahren, die nicht unter die Kategorie III fallen?

Für Persönliche Schutzausrüstungen, die nur mit der CE-Kennzeichnung (ohne Angabe der Prüfstellennummer) versehen sind, genügt im Regelfall eine Unterweisung ohne Übung.

Webmasterpck (christilhan.7uerenken@uopfixal.bwedde) (Stand: 09.12.2019)