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Kirsten Weingart

Robert Hentschke

Mutterschutz

Das Mutterschutzgesetz gilt für alle schwangere und stillende Beschäftigte und seit dem 01.01.2018 auch für schwangere und stillende Studentinnen .

Das Gesetz schützt die Gesundheit der Frau und die ihres Kindes am Arbeits-, Ausbildungs- und Studienplatz während der Schwangerschaft, nach der Entbindung und in der Stillzeit.
Das Gesetz ermöglicht es der Frau, ihre Beschäftigung, ihre hochschulische Ausbildung oder sonstige Tätigkeit in dieser Zeit ohne Gefährdung ihrer Gesundheit oder der ihres Kindes fortzusetzen und wirkt Benachteiligungen während der Schwangerschaft, nach der Entbindung und in der Stillzeit entgegen. Regelungen in anderen Bereichen bleiben unberührt.

Gesetzliche Vorschriften

Der Arbeitsplatz der werdenden und stillenden Mutter

Sämtliche Faktoren für eine gesundheitsgerechte Arbeitsplatzgestaltung, z.B. auch die Vermeidung lang andauernder einseitiger Körperhaltung, Einhaltung von Pausen, Begrenzung der täglichen Arbeitszeit, monotone Tätigkeit oder auch Zeitdruck sollten, auch unter Einbeziehung des Betriebsarztes, besprochen werden.

Grundsätzlich dürfen werdende und stillende Mütter nicht mit schweren körperlichen Arbeiten und nicht mit Tätigkeiten beschäftigt werden, bei den sie schädlichen Einwirkungen von gesundheitsgefährdenden Stoffen oder Strahlen, Staub, Gasen oder Dämpfen, Hitze, Kälte oder Nässe, Erschütterungen oder Lärm ausesetzt sind. Auch chemischen und biologische Schadstoffe können eine Gefährdung bedeuten.

Bildschirmarbeit

Neuere Untersuchungen lassen einen Zusammenhang zwischen Gesundheits-störungen und den elektrischen und magnetischen Feldern an modernen Bildschirmgeräten nicht erkennen. Um dennoch auf eventuelle Sorgen von Ihnen eingehen zu können, wird empfohlen verstärkt den Betriebsarzt einzubeziehen. Im Bereich der Bildschirmarbeit gibt es kein generelles Beschäftigungsverbot. Entscheidend bleibt die Prüfung im Einzelfall mit der eventuellen Folge eines individuellen Beschäftigungsverbotes, welches vom Betriebsarzt ausgesprochen wird.

Laboratorien

In Laboratorien tätige Personen müssen über den Inhalt der vorhandenen Betriebsanweisungen informiert und im Umgang mit Arbeitsmitteln unterwiesen werden. Werdende und stillende Mütter sind zusätzlich über die möglichen Gefahren und Beschäftigungsbeschränkungen sowie -verbote bei dem Umgang mit Chemikalien zu unterrichten.

Insbesondere bei Laborpraktika sind Vorsichtmaßnahmen zu treffen. Schwangere Beschäftigte, die im Labor mit humanpathogenen Arbeitsstoffen in Kontakt kommen oder im medizinischen Bereich tätig sind bzw. schwere körperliche Arbeiten verrichten, müssen ihrem Hochschullehrer/Labor- bzw. Praktikumsleiter/Dezernat 1 usw. rechtzeitig auf die Schwangerschaft aufmerksam machen.
Beim Umgang mit Druckluft, Röntgenstrahlen und radioaktiven Stoffen sind besondere Vorschriften für werdende oder stillende Mütter unbedingt zu beachten!

(Stand: 03.11.2022)