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Der Schlaganfall

Der Schlaganfall

Im Folgenden stellen wir Ihnen wichtige Informationen rund um das Thema „Schlaganfall“ gegeben werden. Sie können direkt zu den einzelnen Themen gelangen, in dem Sie auf die Links klicken:

1. Definition

2. Ursache/Risikofaktoren

3. Symptome

4. Diagnostik

5. Therapie

6. Prophylaxe

1. Definition

Der Schlaganfall (lateinisch „Apoplex“; englisch „Stroke“) wird umgangssprachlich auch als „Gehirninfarkt“ bezeichnet. Dieser entsteht durch eine akute Minderdurchblutung (Ischämie) eines bestimmten Bereiches im Gehirn. Diese wiederum wird entweder durch eine Blutung oder einen Gefäßverschluss ausgelöst und kann zu einer Schädigung des Hirngewebes führen.

Abhängig vom betroffenen Areal entstehen unterschiedliche Symptome, sogenannte neurologische Ausfallerscheinungen. 200 000 Schlaganfälle werden pro Jahr in Deutschland gemeldet. Der Schlaganfall ist damit die dritthäufigste Todesursache.

2. Ursache/Risikofaktoren

Als Ursachen werden unter anderem Bluthochdruck (Hypertonie), eine Diabeteserkrankung, Fettstoffwechselstörungen oder die Pille (Ovulationshemmer)benannt.

3. Symptome

Die Symptome eines Schlaganfalls können je nach betroffenem Areal sehr unterschiedlich sein. Gemeinsam haben sie, dass sie „schlagartig“ auftreten. Häufig lassen sich folgende Symptome feststellen:

  • Sensibilitätsstörungen
  • Sprach- und Sprechstörungen (Aphasie)
  • Verwirrtheit/Orientierungslosigkeit
  • Bewusstseinseintrübung
  • Harninkontinenz oder -verhalt
  • Halbseitenlähmung (Hemiparese bzw. Hemiplegie)

Es gibt ein Warnzeichen für einen Schlaganfall: eine sogenannte „TIA“ (=transitorische ischämische Attacke). Hierbei wird das Gehirn kurzzeitig minderdurchblutet. Diese geht häufig einem Schlaganfall voraus (10% erleiden in der folgenden Woche einen Schlaganfall)und ist durch folgende (schnell auftretende und wieder verschwindende!)Symptome gekennzeichnet:

  • Sehstörungen auf einem Auge
  • Lähmungen
  • Sensibilitätsstörungen

4. Diagnostik

Im Krankenhaus werden folgende diagnostische Maßnahmen eingeleitet:

  • Blutzucker(BZ)-Messung: um ggf. eine andere Ursache, wie ein Koma durch Unterzuckerung (hypoglykämisches Koma) auszuschließen
  • Elektrokardiogramm (EKG): zum Ausschluss eines Vorhofflimmerns, also einer Herzerkrankung als Ursache für die Symptome
  • Ein CT (Computertomografie) vom Gehirn: um mögliche Blutungen frühzeitig zu erkennen
  • Langzeit-EKG: zur Überprüfung von möglichen Herzrhythmusstörungen
  • Ultraschall vom Herz (Echokardiografie)
  • Ultraschall der hirnversorgenden Gefäße (Doppler-Sonografie)
  • Untersuchungen der Blutgerinnung

5. Therapie

Die akute Therapie besteht darin, die Ursache des Sauerstoffmangels zu beheben. Dies meint entweder das Stoppen der Blutung oder das Auflösen (Lyse) des Blutgerinnsels (Thrombus), welches ein versorgendes Gefäß verschließt. Dies ist allerdings zeitabhängig, da ein Absterben von Hirngewebe verhindert werden will. Das heißt, umso schneller die therapeutischen Maßnahmen eingeleitet werden, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich alle Symptome zurückbilden können („Zeit ist Hirn“).

Danach ist der Patient  intensiv (im Optimalfall auf einer sogenannten „Stroke Unit“= Spezialstation für Schlaganfallpatienten) zu beobachten. Darunter ist zu verstehen, dass sowohl der Herzschlag mit einem EKG, die Atmung und der Blutdruck regelmäßig kontrolliert werden. Ist diese Zeit ohne Komplikationen vorüber, wird der Betroffene auf eine periphere Station verlegt.

6. Prophylaxe

Um einen Schlaganfall zu verhindern sollten die oben genannten Risikofaktoren möglichst behoben werden. Das heißt: Bluthochdruck und Diabetes müssen gut eingestellt werden und es sollte möglichst mit anderen Methoden als der „Pille“ verhütet werden. Eine ausgewogene Ernährung und ein gesunder Lebenswandel können zudem dafür sorgen, dass bestimmte Grunderkrankungen nicht entstehen.

Generell wird bei bereits erkrankten Menschen versucht, nach einem ersten Schlaganfall vorbeugend die Ursache bzw. Grunderkrankung zu beheben. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass der Betroffene mit „Blutverdünnern“ (Antikoagulanzien) eingestellt wird, um einen erneuten Gefäßverschluss zu verhindern. Je nach Ursache wird dann individuell therapiert.

Webmastbperkjn (birg9qk5it.kbybjxynass@uol.de7tjh) (Stand: 07.11.2019)