Kontakt

Abteilungsleitung Beamtenrecht und Berufungsverfahren, Dezernat 1

Anne-Kathrin Friedrich

Leitung Referat Planung und Entwicklung

Thorsten Schulz

Referentin für Berufungsangelenheiten, Dezernat 1 (zurzeit nicht im Dienst)

 Samira Sassi

Für die personalrechtliche Begleitung des Verfahrens, die Bearbeitung personalrechtlicher Angelegenheiten sowie die Einstellung und Ernennung ist ausschließlich das Dezernat 1 zuständig.

 

Verfahrensablauf zur Einrichtung von Tenure-Track-Professuren und zur Durchführung von Tenure-Track-Verfahren

Die Durchführung eines Tenure-Track-Verfahrens zur Berufung auf eine Professur in einem Beamtenverhältnis auf Lebenszeit ist durch die Tenure-Track-Ordnung der Universität Oldenburg geregelt. Sie gilt für Juniorprofessor*innen befristet mit Tenure-Track nach W2 oder W3 unbefristet sowie für Professor*innen der Besoldungsgruppe W2 befristet mit Tenure-Track nach W2 oder W3 unbefristet. Eine ergänzende Handreichung des Präsidiums zur Durchführung von Tenure-Track-Verfahren enthält zusätzliche Informationen zur den Vorgaben der Ordnung. Die nachfolgende Beschreibung der Verfahrensschritte fasst diese Regelungen zusammen.

Mit dem Tenure-Track-Verfahren strebt die Universität Oldenburg an, insbesondere hochqualifizierten Nachwuchswissenschaftler*innen attraktive Karriereperspektiven aufzuzeigen und sie langfristig an die Universität Oldenburg zu binden. Mit Durchführung eines kriteriengeleiteten mehrstufigen Verfahrens unter Einbeziehung externer Expertise, setzt sich die Universität das Ziel höchsten Qualitätsansprüchen und Transparenz zu genügen.

Besetzung von Tenure-Track-Stellen

(1) Das Verfahren zur Besetzung von Juniorprofessuren mit Tenure-Track oder Professuren auf Zeit der Besoldungsgruppe W2 mit Tenure-Track erfolgt gemäß den Vorgaben der Berufungsordnung der Universität. Beachten Sie hierbei bitte das Verfahren zur Besetzung von Professuren und Juniorprofessuren.

(2) Die Ausschreibungen müssen den Entwicklungscharakter der Professur im Gegensatz zu einer Lebenszeitprofessur deutlich machen.

(3) Ausschreibungen erfolgen grundsätzlich international in englischer und deutscher Sprache. Ausnahmen von dieser Regel müssen beim Präsidium mit Freigabe des Profilpapiers und Ausschreibungstextes beantragt werden.

Evaluationskriterien

(1) Grundlage für die Tenure-Track-Evaluation bilden die in der Tenure-Track-Ordnung formulierten, in sechs Bereichen angesiedelten Evaluationskriterien, die in der Handreichung des Präsidiums zur Durchführung von Tenure-Track-Verfahren näher konkretisiert werden. Diese Kriterien sind bereits in das Profilpapier zur Freigabe der Professur aufzunehmen und können in begründeten Fällen durch professurspezifische Kriterien ergänzt oder ggf. spezifiziert werden - dies betrifft inhaltliche Schwerpunkte in Forschung und Lehre, die sich auf das Profil der Professur (insbesondere Juniorprofessur) beziehen und die im Laufe der Befristungsphase für die Erlangung der Lebenszeitprofessur erworben werden müssen. Die Kriterien werden Tenure-Track-Professor*innen im Zuge von Verhandlungsgeprächen vor Annahme des Rufs bzw. der Bestellung mitgeteilt und bilden die Grundlage für die Zwischenevaluation sowie für die Bewertung im Rahmen der Tenure-Track-Evaluation durch die Evaluationskommission und das Tenure-Board.

(2) Die Kriterien in den sechs Bereichen stellen dafür ein bewusst umfangreiches Set dar. Dabei steht die herausragende Qualität der Forschungs- und Lehrleistung im Vordergrund. Die Frage der Begutachtung von herausragenden Leistungen ist naturgemäß als fachspezifisch anzusehen und durch externe Begutachtung nachzuweisen (z.B. durch Peer Review-Verfahren, die Hochrangigkeit von Publikationsorganen, eine externe Begutachtung in Drittmittelverfahren u.ä.m.).

(3) Auf Basis der Kriterien müssen Kandidat*innen den Nachweis erbringen, dass die Eignung im Sinne exzellenter Leistungen für die Tenure-Track-Professur gegeben ist. Die Nichterfüllung einzelner Bereiche ist daher von Tenure-Track-Professor*innen zu begründen. Aufgrund der unterschiedlichen Einstiegsvoraussetzungen sind die Kriterien bei Juniorprofessuren oder W2-Professuren mit Tenure-Track unterschiedlich zu betrachten. Darauf muss im Profilpapier ggf. Bezug genommen werden.

(4) Um Tenure-Track-Professor*innen in allen Belangen zu beraten, die die Evaluation betreffen, und sie in ihrer Karriereentwicklung insgesamt zu unterstützen, benennen die Fakultäten eine geeignete Person, die als Mentor*in fungiert. Das Mentoring-Verhältnis unterliegt beiderseits (Mentor-Mentee) strenger Vertraulichkeit. Es wird nicht durch hierarchische Abhängigkeiten beeinträchtigt. Daher kann der*die Mentor*in nicht zugleich Mitglied der Evaluationskommission oder des Tenure-Board sein. Nähere Hinweise sind der Handreichung zur Umsetzung des begleitenden Mentorings für Tenure-Track-Professor*innen zu entnehmen. Die Annahme des Mentoring-Angebots ist für die Tenure-Track-Professor*innen freiwillig und kann ohne Angabe von Gründen abgelehnt werden.

Einleitung des Tenure-Track-Verfahrens bei Juniorprofessuren inkl. Zwischenevaluation gemäß § 30 Absatz 4 NHG

(1) Für Juniorprofessuren mit Tenure-Track ist ein zweistufiges Evaluationsverfahren vorgesehen. Die erste Evaluation (Zwischenevaluation) erfolgt gemäß § 30 Absatz 4 NHG im dritten Jahr des auf drei Jahre befristeten Dienstverhältnisses als Juniorprofessor*in. Sie stellt die Grundlage für eine Verlängerung des Dienstverhältnisses um weitere drei Jahre dar, wenn die Leistungen in Forschung und Lehre dies rechtfertigen. Die Zwischenevaluation wird nach den „Leitlinien des Präsidiums für die Zwischenevaluation von Juniorprofessuren (mit und ohne Tenure-Track)“ in der jeweils geltenden Fassung durchgeführt. Die Zwischenevaluation orientiert sich an den Evaluationskriterien, die im Freigabeantrag zur Besetzung der Juniorprofessur festgelegt wurden. Eine positive Zwischenevaluation ist Voraussetzung für die Beantragung der Tenure-Track-Evaluation. Die Zwischenevaluation von Juniorprofessuren wird durch das Referat Forschung und Transfer begleitet.

(2) Auf Initiative der Juniorprofessor*innen beantragt die Fakultät für die Tenure-Track-Evaluation spätestens ein Jahr vor Ablauf der Befristung die Einleitung des Tenure-Track-Verfahrens sowie die Herstellung des Einvernehmens zur Evaluationskommission beim Präsidium. Zuständig für die Durchführung des Verfahrens ist die Fakultät. Das Ergebnis der Evaluation soll spätestens sechs Monate vor Ende des jeweiligen Befristungszeitraumes vorliegen.

Einleitung des Tenure-Track-Verfahrens bei W2-Professuren

(1) Bei W2-Professuren auf Zeit legen  Professor*innen im ersten Quartal des dritten Jahres des befristeten Beschäftigungsverhältnisses dem Dekanat einen Zwischenbericht vor, der sich an den Bewertungskriterien orientiert, die im Freigabeantrag zur Besetzung der W2-Professur festgelegt wurden. Der Zwischenbericht ist nach dem Muster des Selbstberichts für die Tenure-Track-Evaluation anzufertigen (siehe Handreichung des Präsidiums zur Durchführung von Tenure-Track-Verfahren). Der*die Dekan*in oder eine von ihr*ihm beauftragte Person führt auf der Grundlage des Zwischenberichtes ein strukturiertes Statusgespräch, das zur frühzeitigen Erkennung von möglichen Fehlentwicklungen sowie zur Reflexion über die Leistungen und Fortschritte beitragen soll. Über das Gespräch wird ein Kurzprotokoll angefertigt, das dem Präsidium zur Verfügung gestellt wird.

(2) Auf Initiative der Professor*innen beantragt die Fakultät für die Tenure-Track-Evaluation spätestens ein Jahr vor Ablauf der Befristung die Einleitung des Tenure-Track-Verfahrens sowie die Herstellung des Einvernehmens zur Evaluationskommission beim Präsidium. Zuständig für die Durchführung des Verfahrens ist die Fakultät. Das Ergebnis der Evaluation soll spätestens sechs Monate vor Ende des jeweiligen Befristungszeitraumes vorliegen.

Evaluationskommission für die Tenure-Track-Evaluation

(1) Für die Tenure-Track-Evaluation wird eine Kommission vom Fakultätsrat gewählt und im Einvernehmen mit dem Präsidium eingerichtet. Die Evaluationskommission ist wie eine Berufungskommission zusammenzusetzen. Die Vorgaben der Berufungsordnung der Universität sind diesbezüglich einzuhalten.

(2) Den Vorsitz der Evaluationskommission führt ein Mitglied der Hochschullehrer*innengruppe. Die*der Vorsitzende leitet das Verfahren und ist gegenüber der Fakultät und dem Präsidium berichtspflichtig. Sie*er ist für die Einhaltung des Zeitplans verantwortlich.

(3) Alle am Verfahren beteiligten Personen sind zu absoluter Vertraulichkeit zu verpflichten, auch und insbesondere der Kandidatin bzw. dem Kandidaten gegenüber (siehe hierzu „Erklärung zur Verschwiegenheit und zum Datenschutz bezogen auf die Nutzung von Unterlagen der Bewerberinnen und Bewerber in elektronischer Form“ (dt. / engl.) bzw. „Erklärung zur Verschwiegenheit und zum Datenschutz bezogen auf die Nutzung von Unterlagen der Bewerberinnen und Bewerber“ (dt. / engl.).

(4) Die Mitglieder der Evaluationskommission sind verpflichtet eine Befangenheitserklärung abzugeben (siehe aktuelle Empfehlungen des Präsidiums der Carl von Ossietzky Universität zum Umgang mit Fragen der Befangenheiten in Berufungsverfahren (dt./engl.)). Liegen Befangenheitsgründe gegenüber Kandidat*innen vor, sind diese umgehend dem Kommissionsvorsitz mitzuteilen. Über das Vorliegen einer Befangenheit entscheidet die Kommission in Abwesenheit der*des Betroffenen. Umstände, die den Anschein der Befangenheit begründen und die diesbezüglichen Beschlüsse der Kommission werden protokolliert. Jedes Mitglied der Kommission kann sich ohne Angabe von Gründen selbst für befangen erklären.

(5) Hinsichtlich der Durchführung der Kommissionssitzungen gelten die Verfahrensvorschriften für Berufungs- und Auswahlkommissionen der Berufungsordnung der Universität entsprechend.

(6) Die Evaluationskommission gibt einen begründeten Vorschlag zum Ausgang des Tenure-Track-Verfahrens in Form eines schriftlichen Berichts ab. Der Bericht umfasst eine Beschreibung und Bewertung der Erfüllung der Evaluationskriterien, eine Einschätzung der weiteren Entwicklung der Professur und des Faches im Hinblick auf die Evaluationskriterien und eine Empfehlung, ob der*die Kandidat*in auf eine Professur auf Lebenszeit berufen werden soll. Die genaue Gliederung des Berichts ist der Handreichung des Präsidiums zur Durchführung von Tenure-Track-Verfahren zu entnehmen.

Tenure-Board der Universität Oldenburg

(1) Im Rahmen der Qualitätssicherung werden die Forschungsleistungen zusätzlich von einem unabhängigen Expertengremium evaluiert. Die Mitglieder des Tenure-Board werden vom Präsidium im Einvernehmen mit dem Senat und der zentralen Gleichstellungsbeauftragten für die Dauer von fünf Jahren benannt. Die Amtszeit kann einmal für die Dauer von fünf Jahren verlängert werden.

(2) Das Tenure-Board soll aus jeweils zwei auswärtigen, international ausgewiesenen Wissenschaftler*innen aus den Wissenschaftsclustern „Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik“, „Geisteswissenschaften“ und „Sozialwissenschaften“ bestehen. 50% der Mitglieder sollen Frauen sein. Mitglieder des Tenure-Boards dürfen nicht gleichzeitig Mitglieder der Evaluationskommission sein.

(3) Den Vorsitz des Tenure-Board führt ein*e Vizepräsident*in ohne Stimmrecht. Im Falle der Verhinderung wird sie*er durch ein anderes Präsidiumsmitglied vertreten.

(4) Die Sitzungen des Tenure-Board finden in der Regel zweimal jährlich statt, sofern Tenure-Track- Entscheidungen anstehen.

(5) Die Mitglieder des Tenure-Board unterliegen der Schweigepflicht. Sie sind verpflichtet eine Befangenheitserklärung abzugeben (siehe aktuelle Empfehlungen des Präsidiums der Carl von Ossietzky Universität zum Umgang mit Fragen der Befangenheiten in Berufungsverfahren (dt./engl.)).  Liegen Befangenheitsgründe gegenüber Kandidat*innen vor, sind diese umgehend dem Kommissionsvorsitz mitzuteilen. Über das Vorliegen einer Befangenheit entscheidet das Tenure-Board in Abwesenheit der*des Betroffenen. Umstände, die den Anschein der Befangenheit begründen und die diesbezüglichen Beschlüsse des Tenure-Board werden protokolliert. Jedes Mitglied des Tenure-Board kann sich ohne Angabe von Gründen selbst für befangen erklären.

(6) Das Tenure-Board gibt sich eine Geschäftsordnung zur Durchführung der Kommissionssitzungen.

Durchführung der Tenure-Track-Evaluation bei Juniorprofessuren und W2-Professuren

Tenure-Track-Evaluationen werden durch eine Evaluationskommission und durch das Tenure-Board der Universität Oldenburg durchgeführt.

Aufgabe der Evaluationskommission

(1) Die Evaluationskommission evaluiert die Qualifikationen in Forschung und Lehre auf Basis der Evaluationskriterien, die im Profilpapier zum Freigabeantrag zur Besetzung der Tenure-Track-Stelle festgelegt wurden. Hierzu ist von den Kandidat*innen ein Selbstbericht vorzulegen. Der Selbstbericht ist gemäß den Vorgaben der Handreichung des Präsidiums zur Durchführung von Tenure-Track-Verfahren zu erstellen.

(2) Kandidat*innen nehmen an den regelmäßig stattfindenden internen Lehrveranstaltungsevaluationen und ggf. an den externen Evaluationen teil. Der*die Studiendekan*in der jeweiligen Fakultät erstellt auf der Basis des Selbstberichtes (Lehre) und der Evaluationsergebnisse ein Gutachten mit einer Empfehlung. Vorschläge für Leitfragen siehe Handreichung des Präsidiums zur Durchführung von Tenure-Track-Verfahren.

(3) Die Kommission lädt Kandidat*innen zu einem hochschulöffentlichen Vortrag über ein selbstgewähltes Thema mit anschließender Diskussion ein.

(4) Vor der Entscheidung über die Evaluationsempfehlung werden Kandidat*innen in der Regel zur mündlichen Anhörung und Aussprache vor die Evaluationskommission geladen.

(5) Die Kommission erstellt auf der Grundlage des Selbstberichts, der Studiendekan*in-Stellungnahme, der externen Gutachten, des Vortrags und der mündlichen Anhörung einen begründeten Vorschlag zum Ausgang des Tenure-Track-Verfahrens für den Fakultätsrat in Form eines schriftlichen Berichts.

(6) Die Evaluationskommission leitet den Vorschlag zur Beschlussfassung an den Fakultätsrat weiter.

Aufgabe des Tenure-Boards der Universität Oldenburg

1) Die Forschungsleistungen werden zusätzlich vom Tenure-Board der Universität Oldenburg evaluiert. Zu den Aktivitäten und Ergebnissen der Forschungsleistungen sind durch das Tenure-Board zwei oder drei externe Gutachten einzuholen. Die Evaluationskommission kann über den*die Dekan*in vier bis fünf Gutachter*innen vorschlagen. Den Gutachter*innen werden der Kandidat*in-Selbstbericht, die Evaluationskriterien sowie die Leitfragen, die in der Handreichung des Präsidiums zur Durchführung von Tenure-Track-Verfahren festgelegt sind, vorgelegt. Sie sind verpflichtet eine Befangenheitserklärung abzugeben. Gutachter*innen kann eine Frist zur Vorlage des Gutachtens gesetzt werden. Das Tenure Board stellt der Evaluationskommission die Gutachten zur Verfügung.

(2) Das Tenure-Board gibt gegenüber dem Dekanat und dem Präsidium auf Grundlage des Kandidat*in-Selbstberichtes und der extern eingeholten Gutachten eine Stellungnahme ab. Diese Stellungnahme umfasst eine Beschreibung und kritische Evaluation der Forschung sowie eine Einschätzung der weiteren Entwicklung der Professur und des Faches im Hinblick auf die Evaluationskriterien. Die Stellungnahme enthält außerdem eine Empfehlung, ob der*die Juniorprofessor*in bzw. der*die Professor*in auf eine Professur auf Lebenszeit berufen werden soll.

Evaluationsentscheidung

(1) Die Empfehlung der Fakultät soll auf Basis des Vorschlags der Evaluationskommission und der Stellungnahme des Tenure-Board erfolgen. Um die Empfehlungen der Fakultäten möglichst einheitlich zu gestalten und dadurch vergleichbar zu machen, sollten diese wie folgt gegliedert sein:

  1. Zusammenfassung (wesentliche Ergebnisse, Empfehlungen) und Fazit
  2. Bericht der Evaluationskommission inkl. Sitzungsprotokolle
  3. Stellungnahme des Tenure-Board
  4. Beschluss des Fakultätsrats zur Gewährung oder Ablehnung von Tenure Track

Gibt es einen Dissens zwischen dem Vorschlag der Evaluationskommission und der Stellungnahme des Tenure-Boards, muss der Fakultätsrat auf Grundlage einer ausführlichen Beratung entscheiden und die Entscheidung umfänglich begründen.

(2) Der Fakultätsrat beschließt mit Mehrheiten wie in einem Berufungsverfahren über den Antrag.

(2) Der*die Dekan*in leitet den Vorschlag an das Präsidium weiter.

(3) Nach Stellungnahme des Senats und Stellungnahme der zentralen Gleichstellungsbeauftragten entscheidet das Präsidium abschließend über den Vorschlag zum Ausgang des Tenure-Track-Verfahrens.

(4) Bei positivem Ausgang des Tenure-Track-Verfahrens berichtet das Präsidium dem zuständigen Fachministerium, das die Entscheidung zur Besetzung der Professur unter Verzicht auf Ausschreibung trifft.

Übersicht Verfahrensablauf Tenure-Track-Evaluation

Verfahrensschritt

Zuständigkeit

Zeitrahmen (bis Ende der befristeten Beschäftigung)

Beantragung der Einleitung des Evaluationsverfahrens unter Vorlage des Selbstberichts

 

Kandidat*in bei Dekan*in

13 Monate

Wahl der TT-Evaluationskommission zur Einleitung des Tenure-Track-Verfahrens

 

Fakultätsrat

13 Monate

Fakultät beantragt beim Präsidium die Einleitung des Tenure-Track-Evaluationsverfahrens inkl. Herstellung des Einvernehmens zur Evaluationskommission

 

Dekan*in

12 Monate[1]

Arbeit der Evaluationskommission (mindestens 2 Sitzungen): Auswertung des Selbstberichts, Auswertung des Studiendekan*in-Gutachtens, Einladung zum hochschulöffentlichen Vortrag der Kandidat*innen und dessen Auswertung , Anhörung und Aussprache Kandidat*in mit Evaluationskommission, Erstellung eines Vorschlags zum Ausgang des TT-Verfahrens.

 

Evaluationskommission

11 Monate

Das Tenure-Board evaluiert die Forschungsleistungen der TT-Kandidat*innen: Einigung auf Gutachter*innen und Berücksichtigung der Vorschläge des Dekans (im Umlaufverfahren möglich), Einholung 2-3 externer Gutachten (Fristsetzung möglich), Auswertung der Gutachten, Verfassen einer Stellungnahme zum Ausgang des TT-Verfahrens.

 

Tenure-Board

Stellungnahme der Fakultät auf Basis der Stellungnahme des Tenure-Board und des Vorschlags der Evaluationskommission

 

Fakultätsrat

7 Monate

Weiterleitung des Gesamtvorschlags an das Präsidium

 

Dekan*in

7 Monate

Stellungnahme des Senats und der zentralen Gleichstellungsbeauftragen

 

Senat und zentrale Gleichstellungsbeauftragte

6 Monate

Entscheidung des Präsidiums

 

Präsidium

6 Monate

Bei positivem Ausgang: Bericht des Präsidiums an das MWK

 

Präsidium

6 Monate

Entscheidung des MWK zur Besetzung der Professur unter Verzicht auf Ausschreibung

 

MWK

5 Monate

Berufung der*des Kandidaten*in auf eine Lebenszeitprofessur

 

Präsidium

schnellstmöglich

 


[1] Die Einleitung des Verfahrens soll nach spätestens ein Jahr vor Ablauf der Befristung der Tenure-Track-Professur eingeleitet werden. Dies stellt den spätestmöglichen Zeitpunkt dar. Eine frühere Einleitung ist durchaus möglich. Auch dann sollte eine zügige Durchführung des Verfahrens im Sinne des aufgeführten Zeitplans gewährleistet werden.

Internetkoordinator (Stand: 28.06.2021)