Kontakt

Birgit Schelenz

Tel.: 0441 789-4384

Fax: 0441 789-4379

Berufs- und Wirtschaftspädagogik

NaWiL

Nachhaltiges Wirtschaften im Lebensmittelhandwerk

Zusatzqualifikation für Auszubildende im Bäckerei- und Konditorenhandwerk: Das Verbundprojekt wird gemeinsam vom Fachgebiet Berufs- und Wirtschaftspädagogik und dem Institut für Berufliche Lehrerbildung der Fachhochschule Münster bearbeitet und von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert. Ziel des Projekts ist die Entwicklung, Erprobung und Etablierung einer Zusatzqualifikation für Nachhaltiges Wirtschaften im Lebensmittelhandwerk.

Laufzeit: 01.07.019 - 31.12.2021

Förderung: Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Link:
https://uol.de/bwp/forschung/berufsbildung-fuer-eine-nachhaltige-entwicklung/nachhaltiges-wirtschaften-im-lebensmittelhandwerk/

GeKoNaWi

Geschäftsmodell- und Kompetenzentwicklung für nachhaltiges Wirtschaften im Handel

Modellversuchsstränge

Im Modellversuch werden folgende miteinander verschränkte Forschungs- und Praxisziele zur Geschäftsmodell- und Kompetenzentwicklung für nachhaltiges Wirtschaften im Einzel-, Groß- und Außenhandel verfolgt. Im Praxisstrang des Vorhabens erfolgen die Entwicklung, Erprobung und Implementierung einer aus vier Modulen bestehenden Fortbildung für betriebliche Ausbilder/-innen zur Berufsausbildung für nachhaltiges Wirtschaften. Nach jedem Modul entwickeln die Ausbilder/-innen schrittweise betriebsspezifische Ausbildungsprogramme zum nachhaltigen Wirtschaften für ihre Auszubildenden, die sie im Laufe von vier Praxisphasen erproben, innerhalb der Modulsequenzen gemeinsam mit anderen Ausbilder(inne)n bewerten und schließlich in ihren Betrieben verstetigen. Der Forschungsstrang zielt auf die empirische Fundierung, Evaluierung und Qualitätssicherung (QS) sowie den Transfer der Modulfortbildung und Ausbildungsprogramme (insbesondere durch Zertifizierungsstrategien) ab.

Vierdimensionales Modell

Die Ausgestaltung der Fortbildung erfolgt erstens theoriegeleitet entlang eines vierdimensionalen Modells, das aus mehrjährigen Studien, Entwicklungsprojekten und einem Modellversuch entwickelt wurde (vgl. Rebmann et al. 2014). Das Modell zielt darauf ab, die Entwicklung der Geschäftsmodelle von nachhaltig wirtschaftenden Betrieben mit der Kompetenzentwicklung der Mitarbeiter/-innen in einem Systemzusammenhang zu beschreiben und zu prognostizieren. Es verbindet eine auf Geschäftsmodellentwicklung abzielende Perspektive, die unternehmerische Ausrichtung, Nachhaltigkeitsleistungen, Arbeitssysteme und Geschäfts- und Arbeitsprozesse fokussiert, mit einer auf Kompetenzentwicklung abstellenden Perspektive, welche die Didaktik und Curriculumentwicklung sowie die Kompetenzen für nachhaltiges Wirtschaften und Ausbilden darstellt. Die Perspektiven werden durch vier Dimensionen (Performanz, Handlung, Lernen, Kompetenz) verbunden. Anhand der Dimensionen können die dem Modellversuchsvorhaben zugrunde liegenden Problemstellungen und die Leitfragen zur Entwicklung eines Ausbildungsprogramms mit ihren Ergebnissen sowie Handlungs- und Lernprozessen definiert werden.Zur adressaten- und domänenspezifischen Ausdifferenzierung der Modelldimensionen wird zweitens eine empirische Studie durchgeführt. Mittels vier Wissenschaft-Praxis-Workshops sowie einer onlinebasierten schriftlichen Abnehmerbefragung (Nettostichprobe n=350) werden die Ausprägungen von Geschäftsmodellen nachhaltigen Wirtschaftens, betrieblichen Arbeitssystemen, Anforderungen an Lehr-Lernprozesse in der Ausbildung im Handel sowie Kompetenzbedarfe der Ausbilder/-innen, Auszubildenden und Fachkräfte ermittelt.

Laufzeit: 01.04.2016 - 31.03.2019


Förderung: Es ist Bestandteil des Modellversuchsförderschwerpunkts „Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung 2015 - 2019“ des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Projektpartner: Professur für Berufs- und Arbeitspädagogik der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg

Link: web.hsu-hh.de/fak/geiso/fach/pae-bap/forschung/projekt-gekonawi

InnoNE

Innovationsprojekte und Innovationskompetenz für eine Nachhaltige Entwicklung

Ziele des Vorhabens sind die Entwicklung, Erprobung, Evaluierung und Etablierung eines Instrumentariums für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus dem stationären Einzelhandel, das die Planung und Durchführung nachhaltigkeitsorientierter Innovationsprojekte bedarfsgerecht anleitet und die Innovationskompetenz von Führungskräften und dem Berufsbildungspersonal effektiv befördert (genannt INE-Toolbox). Gemeinsam mit zwölf ausbildenden Einzelhandelsunternehmen aus der Region Weser-Ems und dem Elbe-Weser-Raum soll dieses Instrumentarium gemäß dem Design-Based Research-Ansatz iterativ entwickelt und erprobt werden. Hierfür werden in den teilnehmenden KMU Innovationsteams mit Führungskräften und dem Berufsbildungspersonal gebildet, mit denen zeitversetzt Innovationsprojekte in (mindestens) einem der fünf nachhaltigkeitsorientierten Handlungsfeldern des Einzelhandels (Energie und Ressourcen, Logistik und Transport, Sortimentsgestaltung und Kundenberatung, Personal und Ausbildung sowie gesellschaftliches Engagement) geplant und durchgeführt werden. Es werden jeweils vier Unternehmen zu einer Kohorte zusammengefasst, so dass drei Erprobungsschleifen realisiert und über quantitative (Multiple-Choice-Tests, Fragebögen) und qualitative (Interviews, Blitzlichter, Gruppendiskussionen) Methoden evaluiert werden können.

Das Instrumentarium bzw. die INE-Toolbox leitet dabei den Innovationsprozess an, indem es dem Management der Innovation eine Struktur gibt: Von der Problemdefinition über die Ideengenerierung und Ideenbewertung bis hin zur Ideenrealisierung werden die Innovationsteams durch individuelle Arbeits- und Lernaufgaben sowie durch kooperative Methoden unterstützt. Über das Berufsbildungspersonal können zudem Auszubildende aktiv am Innovationsprozess partizipieren.

Durch das Instrumentarium werden gleichzeitig Fach- und Personalkompetenzen der Innovationsteams im Sinne einer nachhaltigkeitsorientierten Innovationskompetenz befördert. Hierfür wird das Fachwissen im Themenfeld Nachhaltigkeit zielgerichtet über Arbeits- und Lernaufgaben befördert. Die Personalkompetenz lässt sich modellieren über die individuellen nachhaltigkeitsorientierten epistemischen Überzeugungen. Diese subjektiven Vorstellungen werden im Vorhaben erhoben und über Kooperationen sowie die epistemischen Botschaften in den Arbeits- und Lernaufgaben in Richtung differenzierter Überzeugungen entwickelt.

Laufzeit: 01.05.2016 - 30.04.2019

Förderung: Es ist Bestandteil des Modellversuchsförderschwerpunkts „Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung 2015 - 2019“ des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Projektpartner: Professur für Berufs- und Arbeitspädagogik der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg

Links:

https://uol.de/innone/

https://web.hsu-hh.de/fak/geiso/fach/pae-bap/forschung/projekt-innone

(Stand: 21.08.2020)