Kreativität im Chemieunterricht und an außerschulischen Lernorten

Kreativität im Chemieunterricht und an außerschulischen Lernorten

Kreativität im Chemieunterricht und an außerschulischen Lernorten - Untersuchungen zur Problementdeckungsfähigkeit und dem divergenten Denken.


Kreativität ist eine wichtige Kompetenz, die zunehmend an Bedeutung in Berufsfeldern wie den Naturwissenschaften, Technik und Informatik gewinnt. Daher gilt es die Kreativität zukünftiger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer schon früh zu fördern. Außerschulische Lernorte bieten die Möglichkeit, dass die Schülerinnen und Schüler frei und selbstbestimmt an einem Forschungsprojekt arbeiten. Dafür benötigen die Teilnehmenden dieser außerschulischen Aktivitäten kreative Fähigkeiten. Im Rahmen der Promotion wurden unterschiedliche außerschulische Lernorte wie Schülerlabore oder Naturwissenschaftswettbewerbe wie Jugend forscht e.V. hinsichtlich ihres kreativen Potentials in Form der Problementdeckungsfähigkeit und dem divergenten Denken untersucht und mit den Ergebnissen von Schülerinnen und Schüler der Kontrollgruppe des formalen Lernorts verglichen. Insgesamt umfasst die Dissertation drei Studien. Die ersten beiden Studien beschäftigen sich mit Naturwissenschaftswettbewerben wie Schüler experimentieren und Jugend forscht. Die Auswertung zeigt geschlechterspezifische Unterschiede im Landes- und Bundeswettbewerb von Jugend forscht e.V., sowie auf Landeswettbewerben von „Schüler experimentieren“ Teilnehmenden verglichen mit der Kontrollgruppe. Bei den Untersuchungen zu den „Schüler experimentieren“ Wettbewerben werden neben dem geschlechterspezifischen
Unterschied auch Unterschiede hinsichtlich des akademischen Hintergrundes der Eltern sowie
hinsichtlich der vorherigen Teilnahme an Wettbewerben sichtbar.
Die dritte Studie zur Entwicklung der Problementdeckungsfähigkeit und dem divergenten Denken zeigt, dass begleitende und professionelle Unterstützung an außerschulischen Lernorten eine Förderung des kreativen Potentials bestimmter Schülergruppen dargestellt.

Erschienene Veröffentlichungen:

Müller, S. & Pietzner, V. (2021). Development of school laboratory participation over a
period of six months: a case study of aspects of divergent thinking and problem
discovery. International Journal of Physics and Chemistry Education, 13(1),
https://doi.org/10.51724/ijpce.v13i1.133


Müller, S. & Pietzner, V. (2020). Evaluation Divergent Thinking of a German Science
Competition. Electronic Proceedings of the ESERA 2019 Conference. The beauty and
pleasure of understanding: engaging with contemporary challenges through science
education, Part 152/11, pp. 1231-1240. Bologna: ALMA MATER STUDIORUM –
University of Bologna. 


Müller, S., & Pietzner, V. (2020). Comparative Study of Divergent Thinking among
Participants in a German Science Competition and Pupils in a Control Group. Eurasia
Journal of Mathematics, Science and Technology Education, 16(10),
https://doi.org/10.29333/ejmste/8408


Müller, Swantje; Pietzner, Verena (2019). Untersuchungen zum divergenten Denken
in formalen und außerschulischen Lernorten. In C. Maurer (Hrsg.),
Naturwissenschaftliche Bildung als Grundlage für berufliche und gesellschaftliche
Teilhabe. Gesellschaft für Didaktik der Chemie und Physik, Jahrestagung in Kiel 2018.

(Stand: 09.09.2021)