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Susan Ulses
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Lebensmittelchemie

Chemie schmeckt! – Molekulare Sensorik für Seminarfach und Projektunterricht

Der Begriff der molekularen Sensorik kennzeichnet die Erfassung von Produkteigenschaften mit unseren fünf Sinnen, bei denen auf molekularer Ebene aus einzelnen Sinnesurteilen eine objektive Aussage erarbeitet wird. Bei der Entstehung eines Geschmackserlebnisses spielen die chemischen Sinne, denen im Chemieunterricht oftmals nur eine untergeordnete Bedeutung beigemessen wird, eine entscheidende Rolle.

Ausgehend von einer Einführung in die Physiologie des Geruchs- und Geschmacksinns und den zugrundeliegenden molekularen Mechanismen werden Experimente zur molekularen Sensorik durchgeführt. Dabei werden unter anderem Geschmacksqualitäten, Geruchsmaskierungen oder Geruchsunterschiede bei chiralen Molekülen vorgestellt. Im Anschluss an den Experimentalteil werden verschiedene Einsatzmöglichkeiten im Rahmen des Kerncurriculums diskutiert.

Dauer: drei bis vier Stunden

Lebensmittel am Beispiel Pilze analysieren

Das Fach Chemie bietet viele Möglichkeiten, einen auf die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler ausgerichteten sowie einen fächerübergreifenden Unterricht zu gestalten. Insbesondere durch die Verwendung von Alltagsstoffen kann eine relativ große Selbstständigkeit der Lernenden beim Experimentieren gewährleistet werden. Gleichzeitig müssen die dabei erlangten chemischen Fachkenntnisse jedoch so gezielt vertieft werden, dass sie einen systematischen Sachzusammenhang ergeben, den die Lernenden auch für andere Kontexte heranziehen können. Vor diesem Hintergrund erfüllt das Themengebiet Lebensmittelchemie und im Besonderen das Thema Chemie der Pilze in herausragender Weise die genannten Kriterien. Pilze bieten mit ihrer Vielzahl unterschiedlicher Inhaltsstoffe Anknüpfungspunkte für einen anwendungsbezogenen und gleichzeitig anspruchsvollen Unterricht. Bei der experimentellen Untersuchung der Pilzinhaltsstoffe können die Schüler wichtige Nachweisreaktionen anwenden und anschließend den molekularen Aufbau der Inhaltsstoffe chemisch betrachten.

Im Rahmen der Fortbildung werden, ausgehend von fachlichen Informationen zu Pilzen und Pilzinhaltsstoffen, Experimente für die Sekundarstufe I und II vorgestellt und von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch selber durchgeführt.

Dauer: ca. 3-4 Stunden

Lebensmittelchemie am Beispiel Honig

Honig ist ein beliebter Brotaufstrich und auf vielen Frühstückstischen zu finden. Für den Chemieunterricht kann dieser Umstand ein guter Anknüpfungspunkt sein, um chemische Aspekte der Lebenswelt in den Unterricht zu integrieren. So ist es schon mit einfachen Mitteln möglich, die Hauptinhaltsstoffe des Honigs mithilfe typischer Nachweisreaktionen zu identifizieren. Darüber hinaus kann mithilfe des Honigs das Thema Lebensmittelsicherheit  angesprochen werden: Wie kann ich feststellen, ob der Honig falsch gelagert wurde? Wie kann ich Invertzuckercreme von Honig unterscheiden?

Im Rahmen der Fortbildung werden, ausgehend von fachlichen Informationen zu Honig, Experimente für die Sekundarstufe I vorgestellt und durchgeführt, die sowohl zur Einbindung in den Regelunterricht aus auch für den Wahlpflichtbereich geeignet sind. Darüber hinaus wird ein umfangreiches Handbuch zum Honig zur Verfügung gestellt, dass neben den allgemeinen Fachinformationen sowie weiteren Experimentiervorschriften auch Bezüge zum Lebensmittelrecht beinhaltet.

Dauer: ca. 3-4 Stunden

(Stand: 09.06.2021)