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Direktorium
Sekretariat

C.v.O. Universität Oldenburg
CMC Center for Migration, Education
and Cultural Studies
Ammerländer Heerstr. 114-118
26129 Oldenburg

Projektleitung

Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu
(Universität Bremen)

Prof. Dr. Paul Mecheril
(Carl von Ossietzky Universität Oldenburg)

Förderung

Laufzeit

März 2018 bis Februar 2021  

Projektmitarbeiter

Wissenschenschaftliche Mitarbeiter_innen:

Noelia P. Streicher
Universität Oldenburg

Lukas Engelmeier
Universität Bremen

Studentische Mitarbeiterin:
Mecvilina Patoiu03ickhww5z (melina.jty/patock@uol7t7m.de9izm)

Kontakt an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg:

Noelia P. Streicher
noel888ia.pawosola.strejwiic0upzher@uol.dbpayey/we

In-Formelle Möglichkeiten und Grenzen der Hochschulbildung im Spiegel der Erfahrungen Geflüchteter an deutschen Hochschulen (ErgeS)

Informelle Hürden oder Barrieren für Studierende sind in der an Paradigmen sozialer Ungleichheit anschließenden Hochschulforschung zwar gut untersucht, allerdings nicht mit Bezug auf geflüchtete Studierende und mit Bezug auf hochschulische Normalitätsstrukturen.

Das Forschungsprojekt fragt danach, welche Möglichkeiten und Barrieren des formellen und informellen Zugangs zum Studium sowie der Zugehörigkeit zur Hochschule Geflüchtete vor dem Hintergrund ihrer bildungsbiographischen Erfahrungen im transnationalen akademischen Raum erfahren, wie sie diese deuten und bewerten und welche Hinweise ihre Erfahrungen und Deutungen auf allgemeine formelle und informelle Barrieren an Hochschulen geben. Damit steht nicht die Perspektive der Institution in ihrem (administrativen) Umgang mit Geflüchteten im Mittelpunkt, sondern Erfahrungen und Wissen geflüchteter Studierender hinsichtlich Einschließungs- und Ausschließungsphänomene und -mechanismen des Hochschulraums. Mit dieser Fokussierung auf die Wahrnehmung und Deutung des deutschen Hochschulsystems durch Geflüchtete selbst eröffnet das beantragte Forschungsprojekt eine im Kontext von Flucht, globaler Ungleichheit und akademischer Bildung noch eher unbearbeitete Perspektive. Diese zielt auf die Generierung von Erkenntnissen zur (Dis-)Funktionalität des Hochschulsystems im Umgang mit den durch Fluchtmigration einhergehenden, gleichwohl nicht auf diese begrenzten Bildungsherausforderungen des transnationalen akademischen Bildungsraumes. 

Das Forschungsprojekt bezieht sich auf das migrationspädagogische Konzept der Zugehörigkeitserfahrung. Erfahrung der Zugehörigkeit im und zum hochschulischen Kontext, die über eine rein formelle Mitgliedschaft hinausgehen, sind für (akademische) Bildungsprozesse -  Erweiterung der eigenen akademischen Handlungsfähigkeit sowie des eigenen reflexiv-kritischen Denkens - von zentraler Bedeutung. Als zentrale Datenerhebungsmethode dienen ca. 40 narrativ-biographische Interviews mit geflüchteten Studierenden, denen ein Zugang zur Hochschule gelungen ist. Die Untersuchung wird an jeweils drei Universitäten und Fachhochschulen innerhalb Deutschlands durchgeführt. Ergänzt werden die Einzelinterviews durch Gruppengespräche, welche kulturelle Zugehörigkeitserfahrungen im hochschulischen Kontext zum Thema machen. Die Daten werden so interpretiert, dass mittels der Rekonstruktion der Studien- und Zugehörigkeitserfahrungen Möglichkeiten und Barrieren des formellen und informellen Zugangs zum Studium sowie der Zugehörigkeit zur Hochschule für Geflüchtete identifiziert werden.

 

CMC-Sekretarimuat9jaeb (cmc.wnsekrvlyetariat@uouxtwl.de7d2) (Stand: 07.11.2019)