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  • Stipendiat Dominik Weis und Förderer Christoph Schildmann, Past-President 2019/2020 des Rotary Club Oldenburg - Graf Anton Günther, beim Empfang zum Deutschlandstipendium im Juni 2019.

Stipendiat zu Gast beim Rotary Club

Christoph Schildmann vom RC Oldenburg-Graf Anton Günther lädt Stipendiat Dominik Weis wiederholt zu einem Treffen des Clubs (Stipendiatenbericht).

Kennenlernen bei der Stipendienverleihung 2018

Im Studienjahr 2018/19 bekam ich das Deutschlandstipendium, mein Förderer war der Rotary Club Oldenburg-Graf Anton Günther. Auf der Vergabefeier im November 2018 lernte ich Christoph Schildmann kennen, der in dem Jahr Präsident des Clubs war. Er lud mich ein, zu einem ihrer Treffen zu kommen, und bot an, ich könne einen Vortrag halten. Das wollte ich.

Menschenberechtsbeobachtung in Mexiko

Ende 2017/Anfang 2018 hatte ich an Einsätzen zur Menschenrechtsbeobachtung im Süden Mexikos teilgenommen, unter anderem in Dörfern der Zapatistas, einer Organisation die von paramilitärischen Gruppen im Auftrag der mexikanischen Regierung (und teilweise mit deutschen Waffen) bedroht und angegriffen wird.

Davon ausgehend hatte ich mir Gedanken über Menschenrechtsverletzungen im Allgemeinen gemacht und war zu folgendem Schluss gekommen: Ein großer Teil der Missstände auf der Welt lässt sich auf Machtmissbrauch zurückführen. Macht (und damit meine ich Einfluss auf Entscheidungen) ist extrem ungleich verteilt - manche Menschen, Gruppen und Institutionen haben sehr viel Macht. Das birgt immer die Gefahr, dass diese ihre Macht missbrauchen, also Entscheidungen zu ihren eigenen Gunsten beeinflussen ohne Rücksicht auf die anderen Menschen. Zum Beispiel klappt Klimaschutz nicht, weil die Kohle- und Ölkonzerne zu großen Einfluss auf die Politik haben. Die einzige Möglichkeit, Machtmissbrauch sicher zu verhindern, ist, dass erst gar niemand so viel Macht hat, dass also Macht einigermaßen gleichmäßig unter den Menschen verteilt ist. Das hieße, dass Entscheidungen von allen Betroffenen gleichberechtigt gemeinsam getroffen werden. Und damit meine ich nicht, dass alle eine Wahlstimme abgeben, sondern dass Menschen miteinander reden und gemeinsam eine Lösung suchen, die möglichst gut auf die Bedürfnisse jeder betroffenen Person eingeht.

Die Zapatistas (die oben erwähnte Organisation) tun das: Sie versammeln sich regelmäßig in ihren Dörfern, reden, bis sie sich auf eine Entscheidung geeinigt haben, und wählen Vertreter_innen, die diese Entscheidungen umsetzen. Die Vertreter_innen der einzelnen Dörfer versammeln sich wiederum nach dem gleichen Prinzip und so weiter - insgesamt gibt es drei Ebenen der Selbstverwaltung.

Club-Treffen in Oldenburg

Davon sprach ich also an einem Montagabend im März 2019 auf einem Treffen des Rotary Clubs nach dem gemeinsamen Essen. Im Anschluss diskutierten wir lange und kontrovers über meine Thesen. Mir schien, dass wir den Wunsch teilen, dass alle Menschen gut leben können, aber unterschiedliche Vorstellungen haben, wie das zu erreichen wäre.

Ich fühlte mich wohl beim Rotary Club, empfand die Mitglieder als freundlich und wohlwollend. So freute ich mich, als Christoph mich einlud, sie wieder einmal zu besuchen.

Das tat ich im Juli, kurz nach dem Empfang zum Deutschlandstipendium. Christoph fasste den [beim Empfang gehörten] Vortrag zur Ethik autonomer Fahrzeuge [von Prof. Dr. Mark Siebel] zusammen und wir diskutierten über autonomes Fahren und Nachhaltigkeit in der Mobilität. Auch dieses Mal war es ein angenehmer Abend mit interessanten Gesprächen.

Bericht von Dominik Weis

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