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Jeder kennt sie: Imaginary Landscapes wie das Rheinland, die Alpen, Neuengland oder Kalifornien. Bereits der Klang ihres Namens lässt reichhaltige Assoziation vor dem geistigen Auge erscheinen. Nicht selten in der Moderne wurden diese Landschaftsbilder geradezu gleichsetzt mit der Geschichte und dem Charakter der Nation, die Anspruch auf sie erhob - vor allem auch dann, wenn sie das Gegenbild der modernen Gesellschaft verkörperten. Das DFG-Projekt untersucht solche Landschaften aus einer konstruktivistischen Perspektive im Zusammenspiel von Wahrnehmung, baulicher Gestaltung und gesellschaftspolitischen Effekten.

In diesem Teilprojekt geht es um spezifisch moderne Formen, Imaginary Landscapes in der Bewegung zu erfahren: Autobahnen, Park Ways und Fernwanderwege. Ich vergleiche einschlägige Straßen und Pfade von nationaler Bedeutung aus Deutschland und den USA anhand archivalischer Quellen und zeitgenössischer Experten- und Laienliteratur. Vieles dreht sich dabei um die Leitfragen, wie identitätsstiftende Landschaften richtig erschlossen werden sollten und wie die individuelle Reiseerfahrung zu einer nationalen Gemeinschaftserfahrung werden konnte.

Webwvibvmastg98erpxhtf (sa.neumann@uodwml.p6c/des792i) (Stand: 07.11.2019)