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Didaktik der deutschen Sprache

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Arbeitsgruppe Didaktik der deutschen Sprache

AG Didaktik der Germanistik, Schwerpunkt Schriftspracherwerb (wolfgang.eichleruni-oldenburg.de)

In der AG kann eine Dissertation im Themenbereich "Lerngenetische Fehlerforschung und Schülervorstellungen über Rechtschreibung , Grundlagenstudien zur Entwicklung eines internetbasierten Rechtschreibdiagnostikums für die Sekundarstufe I" angefertigt werden.

Kommentierung

Die Mitglieder der AG arbeiten seit Jahren an Rechtschreibfehlertypologien und an Rechtschreibmodulen in empirischen Großstudien, unter anderem der Pisa-Nachfolgestudie "Deutsch-Englische Sprachleistungen - 9. Schuljahr - international" (DESI) mit. Aus der Auswertung und Nutzung dieses und anderen Datenmaterials ergibt sich die Möglichkeit, über Kategorien lernprozessgenetischer Fehler recht präzise auf innere Rechtschreibregeln und (auch prozedurale) Schülervorstellungen über Rechtschreibphänomene zuzugreifen. Die sich daraus ergebende mögliche Didaktische Strukturierung könnte / sollte die Entwicklung eines Rechtschreibdiagnostikums sein, wobei das Bundesbildungsministerium für internetbasierte Diagnostika und Tests zusätzlich Fördermittel bereitstellt. Die AG hat die Absicht, einen solchen Förderantrag zu stellen, die Dissertation wäre ein Grundlagenforschungs-Teil eines solchen Projektes.

AG Didaktik der Germanistik, Schwerpunkt Literaturunterricht (thomas.zabkauni-oldenburg.de)

Dissertationen, die im Rahmen dieser Arbeitsgruppe entstehen, sollen die Lernstruktur literarischer Texte unter dem Gesichtspunkt der Problemhaftigkeit untersuchen. Probleme des Versehens, der Analyse, der Interpretation und der Wertung literarischer Texte sind stets bedingt von Texteigenschaften und von Lernereigenschaften. Diese beiden Seiten gilt es in Relation zueinander zu bringen: Wie müssen Gegenstands- und Lernereigenschaften beschaffen und aufeinander bezogen sein, damit Rezeptionsprobleme mit dem Effekt des literarischen Lernens wahrgenommen, beschrieben und gelöst werden können? Anders und frei nach Lichtenberg gefragt: Unter welchen Bedingungen klingt der Zusammenstoß von Büchern und Köpfen nicht hohl?

Die Fragestellung wird in bezug auf den Lerngegenstand und in Bezug auf die Lerner folgendermaßen eingeschränkt:

  1. Vom Gegenstand her soll die Problemhaftigkeit der Lernstrukturen durch spezifisch künstlerische Texteigenschaften bedingt sein, beispielsweise durch literarische Muster der Fiktionalisierung, des Erzählens, der Klanggestaltung, der semantischen Struktur usw.
  2. Von den lernenden Subjekten her soll die Problemhaftigkeit der Lernstrukturen bedingt sein zum einen durch die vorhandenen kognitiven, sozialen, emotionalen und sprachlichen Fähigkeiten, zum anderen durch lebensweltliche Problemlagen alters-, geschlechts-, schichten- oder kulturspezifischer Art.

Die Relationierung von Gegenstands- und Lernereigenschaften verlangt in methodologischer Hinsicht eine Verbindung literaturwissenschaftlicher Untersuchungskategorien mit Kategorien der Erziehungswissenschaft, der Psychologie, der Sozialisationstheorie usw.

Erwünscht sind insbesondere - aber nicht ausschließlich - Projekte, in denen Lernstrukturen literarischer Texte durch empirische Rezeptions- oder Unterrichtsforschung untersucht werden.

Die Projekte können an unterschiedliche Richtungen anknüpfen, die in der Literaturdidaktik bereits existieren, etwa an Untersuchungen zur Entwicklung des literarischen Verstehens (K. H. Spinner), zu Prinzipien eines nachdenkend-erörternden Literaturunterrichts (u.a. J. Fritzsche) oder zur Erfahrung ästhetischer Alterität (K. Maiwald).

 

 

diz-Wep+bmuhxkastomvpersli (diz@uni-oldedpzuunb3qurg.incdelsx) (Stand: 21.08.2020)