Aufruf zur Mitwirkung

Thema: Damit Lernen gelingt: Lernstrategien neu denken!

Um Lernende auf eine komplexe, dynamische und digital geprägte Wissensgesellschaft vorzubereiten, sind Kenntnisse und Selbstwirksamkeitskonzepte über das eigene Lernen und unterschiedliche Lernstrategien unverzichtbar. Lernende zu befähigen, ihre Lernprozesse erfolgreich, reflektiert und zukunftsfähig zu gestalten, ist Grundlage für die Entwicklung zukunftsweisende Kompetenzen (Future Skills) und auch ein Beitrag dazu, der Bildungsungerechtigkeit ein Stück weit entgegenwirken. Doch wie gelingt es Lehrenden, Lernen wirksam und nachhaltig zu fördern? 

Beim Tag der Oldenburger Lehrkräftebildung (TOLL) am Do, 01.10.2026 möchten wir uns daher damit auseinandersetzen, wie das Lernen lernen gefördert werden kann und wie Lernstrategien vermittelt werden können. Dazu suchen wir zu verschiedenen Themenschwerpunkten Beispiele, Konzepte, Methoden und Gelingensbedingungen aus Ihrer Bildungseinrichtung.
Neugierig geworden? Bei Interesse an der Mitwirkung an einem TOLL-Workshop mit einem Kurzbeitrag (10 -15 Minuten) senden Sie uns bitte bis Sonntag, 26.04.2026 eine E-Mail mit Ihrem Beitragsvorschlag an , Details dazu unten. 

Einen Beitrag einreichen

Neugierig geworden? Bei Interesse an der Mitwirkung an einem TOLL-Workshop mit einem Kurzbeitrag (10 -15 Minuten) senden Sie uns bitte bis Sonntag, 26.04.2026 eine Mail an , mit folgenden Informationen:

  1. Zuordnung zum Themenschwerpunkt
  2. Titel des Beitrags (ca. 50 Zeichen)
  3. Kurzbeschreibung des Beitrags (ca. 600 Zeichen)
  4. Ihr Vor- und Nachname, ggf. mit Titel
  5. Der Name Ihrer Institution mit Ort
  6. Ggf. zeitliche Einschränkungen am TOLL (Do, 01.10.2026)
    (Workshops I von 10:15 bis 12:00 Uhr, Workshops II von 14:00-15:45 Uhr) 

Fristen:

  • Einreichung von Beiträgen bis So, 26.04.2026
  • Rückmeldung zur Annahme des Beitrags bis zum 01.06.2026
  • Zusendung der Präsentation bis zum 21.09.2026

Wie sieht die Mitwirkung beim TOLL aus?

  • Wenn Ihr eingereichter Beitrag für den TOLL angenommen wird, haben Sie im Workshops 10-15  Minuten Zeit für Ihren Beitrag. 
  • Neben Ihrem wird es einen weiteren Beitrag geben. 
  • Sie leisten mit Ihrem Beitrag das Fundament für den thematischen Austausch in der Gruppe.
  • Der Workshop wird moderiert.
  • Sie werden vor dem Workshop mit den weiteren Beitragenden sowie mit der moderierenden Person vernetzt.
  • Es stehen 105 Minuten für den Workshop zur Verfügung.
  • Die Workshopgröße variiert je nach Thema zwischen 20 und 30 Teilnehmenden.
  • Die Teilnehmenden kommen aus Schulen, Studienseminaren, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen.
  • Der Austausch findet überwiegend in Kleingruppen statt (8 Personen pro Tisch).

 

TOLL- Programmablauf

  • 8:15 Einlass mit Kaffee und Tee
  • 8:45-9:45 Eröffnungsvortrag mit Begrüßung
  • 9:45-10:15 Kaffeepause
  • 10:15-12:00 Workshop-Phase 1
  • 12:00-13:00 Mittagspause
  • 13:00- 13:45 Vortrag
  • 14:00-15:45 Workshop-Phase 2
  • 15:45-16:00 Abschiedskaffee

Themenschwerpunkte mit Beschreibung

Selbstreguliertes Lernen: Wie können Lernende dabei unterstützt werden, ihre Lernprozesse zu planen, zu steuern und zu reflektieren? (Themenschwerpunkt 1)

Selbstreguliertes Lernen stärkt die Motivation und die Selbstwirksamkeit von Lernenden, hilft beim effektiven Lernen und kann beim Umgang mit Aufmerksamkeitsdefiziten helfen. Das selbstregulierte Lernen schafft damit die Grundlage für nachhaltiges, verantwortungsvolles Lernen.
Aber wie können wir Lernende in die Lage versetzen, ihre Lernprozesse eigenständig zu planen, eigenverantwortlich umzusetzen und kritisch zu reflektieren? Welche Vermittlungsmethoden sind dafür geeignet und welche Voraussetzungen werden benötigt? Und inwieweit verändern sich dazu auch die Rollenanforderungen an Lehrende?
Für diesen Themenschwerpunkt möchten wir dazu einladen, Beispiele, Methoden oder Konzepte vorzustellen und zu diskutieren, mit denen Sie selbstreguliertes bzw. selbstgesteuertes Lernen entwickeln und fördern.

Kooperatives lernen: Wie befähigen wir Lernende, kooperativ und kollaborativ zu lernen?(Themenschwerpunkt 2)

Beim kooperativen Lernen werden das Strukturieren, der Austausch und die Übernahme von Verantwortung in arbeitsteiligen Prozessen gefördert. Beim kollaborativen Lernen - sowohl analog als auch digital - steht das gemeinsame Denken, das Aushandeln, das Diskutieren und Abstimmen im Vordergrund. Kooperatives und kollaboratives Lernen stärken die Kommunikationsfähigkeit, fördern den Perspektivwechsel in lösungsorientierten Prozessen. Gleichzeitig unterstützen sie ein zielorientiertes Zusammenwirken beim gemeinsamen interdisziplinären Wissensaufbau.

Doch was sind geeignete Methoden und Lernformen zur Förderung eines gemeinsamen Arbeitens? Wie sind dabei Rollen und Verantwortlichkeiten zu organisieren (inklusive die der Lehrenden)? Welche Voraussetzungen benötigen diese Lernformen und wie befähigen wir Lernende dafür? Wie können wir nicht nur fachliches Wissen, sondern auch überfachliche oder auch interdisziplinäre Kompetenzen fördern, um den gesellschaftlichen und beruflichen Veränderungen gerechter zu werden? Und wie lassen sich Lernleistungen in diesen Lernsettings gerecht beurteilen?

Für diesen Themenschwerpunkt möchten wir dazu einladen, Beispiele, Methoden oder Konzepte vorzustellen und zu diskutieren, mit denen Sie kooperatives und kollaboratives Lernen entwickeln und fördern.

Forschendes Lernen: Wie befähigen wir Lernende dazu, problemorientiert und forschend zu lernen? (Themenschwerpunkt 3)

Beim problemorientierten Lernen und beim forschenden Lernen steht die selbstständige Auseinandersetzung mit authentischen Fragestellungen im Mittelpunkt: Von der Entwicklung von Hypothesen über die gezielte Recherche oder Untersuchung bis hin zur Auswertung und Interpretation der Ergebnisse. Ziele sind dabei ein aktiver Aufbau von Wissen wie auch die Fähigkeit, komplexe, unbekannte Situationen zu meistern und eigenständig Fragen und Lösungsstrategien zu entwickeln.

Doch wie entsteht Wissen, wenn Lernende zu Forschenden werden? Wie versetzen wir die Lernenden überhaupt in die Lage, problemorientiert und forschend zu lernen und zu denken? Welche Kontexte und Lernarrangements eignen sich für ein problemorientiertes bzw. forschendes Lernen? Wie lassen sich die komplexen Denk- und Handlungsprozesse des problemorientierten bzw. forschenden Lernens aufbauen und weiterentwickeln? Inwiefern verändert dieses Lernen die Rolle und Funktion seitens der Lehrenden?

Für diesen Themenschwerpunkt möchten wir dazu einladen, Beispiele, Methoden oder Konzepte vorzustellen und zu diskutieren, mit denen Sie problemorientiertes und forschendes Lernen entwickeln und fördern.

Deeper Learning: Wie ermöglichen wir vertiefendes und transferorientiertes Lernen? (Themenschwerpunkt 4)

Das Deeper Learning ist ein pädagogischer Ansatz, der Lernende durch aktive, ko-konstruktive Prozesse aus der Passivität zu aktiven Gestalter*innen ihres eigenen Lernens macht. Ziel ist der Aufbau eines tiefgreifenden Verständnisses sowie die Entwicklung transferfähigen Wissens und zentraler Kompetenzen wie kritisches Denken, Kreativität und Zusammenarbeit. Deeper Learning verbindet dabei verschiedene Lernstrategien und folgt einem dreiphasigen Modell: 1. Instruktion & Aneignung zum Aufbau eines fachwissenschaftlichen Fundaments. 2. Ko-Konstruktion & Ko-Kreation zur aktiven Anwendung und Vertiefung des Wissens in Teams und 3. authentische Leistung mit der Erstellung eines Produkts wie z. B. ein Podcast. 

Doch wie gelingt Lernen, das über reines Verstehen hinausgeht und einen nachhaltigen tiefergehenden Transfer ermöglicht? Wie lassen sich Lerngelegenheiten zur Förderung eines Deeper Learnings konzipieren? Wie versetzten wir Lernende in die Lage, Deeper Learning erfolgreich umzusetzen? Für welche Inhalte eignet sich Deeper Learning besonders? Und wie verändert sich durch Deeper Learning die Rolle der Lehrenden?

Für diesen Themenschwerpunkt möchten wir dazu einladen, Beispiele, Methoden oder Konzepte vorzustellen und zu diskutieren, mit denen Sie Deeper Learning umsetzen und fördern.

Feedbackkultur: Wie unterstützt gezieltes Feedback Lernprozesse? (Themenschwerpunkt 5)

Wie befähigen wir Menschen, Kooperationen zu gestalten und die Synergieeffekte der Zusammenarbeit erfahrbar zu machen? Erfolgreiche Teamarbeit zeichnet sich dadurch aus, dass mehrere Menschen (sei es im Klassenzimmer, Lehrerzimmer oder im Seminarraum) an gemeinsamen Aufgaben arbeiten. Durch die unterschiedlichen Stärken der Individuen werden kreative Prozesse ausgelöst, die die anvisierten Ziele besser erreichbar machen. Und die Menschen im Team erleben ein Gemeinschaftsgefühl, welches sich positiv auf die Motivation und auf die Bereitschaft zur Teilhabe und Mitgestaltung auswirkt. 

In diesem Workshop möchten wir Sie dazu einladen, Beispiele, Methoden oder Konzepte vorzustellen, mit denen Sie Ihre Lernenden fit für die Teamarbeit und Kollaboration machen, so dass diese die Möglichkeit haben, Teilhabe und Gemeinschaftsgefühl gewinnbringend zu erleben. 

Growth Mindset: Wie fördern Lehrende eine lernförderliche Haltung bei Lernenden? (Themenschwerpunkt 6)

Durch die Entwicklung eines Growth Mindsets stärken wir bei Lernenden das Vertrauen in ihre eigenen Lernfähigkeiten und ihre Selbstwirksamkeitserwartungen. Dies steigert Motivation, Resilienz und Lernbereitschaft, wodurch Herausforderungen angenommen statt gemieden werden wie auch Fehler als Lernchancen betrachtet werden. Dies führt zu einem größeren Lernerfolg, geringerer Versagensangst und höherem Selbstvertrauen seitens der Lernenden. Beim Growth Mindset wird davon ausgegangen, dass alle Lernenden ihre individuellen Fähigkeiten, Kompetenzen und Talente durch Anstrengung, geeignete Strategien und kontinuierliches Lernen grundsätzlich weiterentwickeln können. 

Doch wie können Lehrende individuell erarbeiteten Lernerfolge sicht- und erlebbar machen? Über welche Methoden, Konzepte, Formate können Lehrende die Entwicklung eines Growth Mindset bei Lernenden fördern? Welche Rolle spielt hierfür die Haltung der Lehrenden?

Für diesen Themenschwerpunkt möchten wir dazu einladen, Beispiele, Methoden oder Konzepte vorzustellen und zu diskutieren, die Lernende anregen und unterstützen, ein Growth Mindset für sich selbst zu entwickeln.

Rolle der Lehrenden: Wie verändert sich die Rolle von Lehrenden bei der Förderung von Lernstrategien? (Themenschwerpunkt 7)

Dass die Rolle der Lehrenden an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen heute weit über die reine Wissensvermittlung hinausgeht, ist unbestreitbar. Sie umfasst zunehmend pädagogische, organisatorische und soziale Aufgaben. Insbesondere bei der Förderung individueller Lernstrategien zeigt sich ein deutlicher Rollenwandel: Lehrende treten nicht mehr ausschließlich als Wissensvermittelnde auf, sondern begleiten Lernprozesse aktiv, motivieren Lernende und fördern deren Entwicklung. In dieser Rolle der Lernbegleitung unterstützen sie die selbstständige, reflektierte und nachhaltige Gestaltung von Lernprozessen. 

Doch wie funktioniert dieser Rollenwechsel? Welche Haltungen und Kompetenzen befähigen Lehrende dazu, individuelle Lernprozesse zielgerichtet und individuell passend zu unterstützen? Welche Voraussetzungen wirken förderlich und wie können Lehrende diese in Unterricht und Schule gestalten? Und wie sieht der Unterrichtsalltag nach dem Rollenwechsel aus?

Lernumgebungen: Wie gestalten wir Lernumgebungen, die selbstständiges Lernen unterstützen? (Themenschwerpunkt 8)

Lernförderliche Umgebungen entstehen durch das Zusammenwirken unterschiedlichster Einflussgrößen. Relevante Faktoren für lernförderliche Umgebungen reichen von der räumlichen Gestaltung und Raumkonzeption bis hin zu Materialien und Ressourcen (physische/digitale) und Lernatmosphäre. Auch Faktoren wie wertschätzende Beziehungen, konstruktive Fehlerkultur, flexible Lernraumgestaltung, klar strukturierter Unterricht mit transparenten Lernzielen sowie motivierende, selbstgesteuerte Lernformen beeinflussen das Lernen. 

Welche dieser Faktoren prägen eigentlich das Lernen in den Lernumgebungen von Schule, Studienseminar oder Universität? Welches Lernen wird darüber besonders unterstützt bzw. auch gehemmt? 

Welche lernförderlichen Wirkungen können über die Veränderung einzelner Faktoren erzielt werden? 

Mit welchen Ideen, Konzepten und Maßnahmen lassen sich Lernumgebungen zielgerichtet verändern? Welche Gestaltungsspielräume bieten sich dabei für die einzelnen Lehrenden, für einzelne Räume oder auch für ganze Einrichtungen? Und was kann auch schon mit kleinen Schritten umgesetzt werden? 

Für diesen Themenschwerpunkt möchten wir dazu einladen, Beispiele, Methoden, Konzepte und Erfahrungen vorzustellen und zu diskutieren, die bei der zielgerichteten Gestaltung und Weiterentwicklung von lernförderlichen Umgebungen unterstützen können.

(Stand: 11.03.2026)  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p118141
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