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Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg
Fakultät für Human- und Gesellschaftswissenschaften
Institut für Sportwissenschaft
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26129 Oldenburg

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Ausschreibung "Klaus Roth"-Nachwuchspreis 2020

Zur Person

Klaus Roth (* 1. Dezember 1951 in Darmstadt) war von 1989 bis 1997 Vizepräsident der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs). In diesem Zeitraum hat er sich insbesondere um die Neugründungen der Kommission "Sportspiele" und der Sektion "Bewegung und Training" verdient gemacht. Mit der Kommission "Sportspiele" sollte die Tradition der 1993 beendeten Internationalen Berliner Sportspiel-Symposien fortgeführt und dvs-intern einer kleinformatigen Ausdifferenzierung in sportartspezifische Einzelgruppierungen entgegengewirkt werden. Die Vision bestand darin, eine gemeinsame Plattform für den interdisziplinären Austausch aller sportspielinteressierten dvs-Mitglieder zu schaffen.

Die Gründung der Kommission "Sportspiele" war von Beginn an mit dem Leitgedanken verbunden, die vielzitierten "Theorie-Praxis-Berührungsängste" durch Tagungen und Diskussionen zur Verknüpfung von sportwissenschaftlichen und fachdidaktischen Konzepten in der Sportspielforschung zu verkleinern. Diese Vision spiegelte sich bereits deutlich erkennbar in dem – von Klaus Roth 1996 in Heidelberg veranstalteten – sogenannten "nullten Symposium" mit dem Thema "Sport-Spiel-Forschung zwischen Trainerbank und Lehrstuhl" wider. Im Jahr 1997 hat Klaus Roth die Einrichtung der Kommission in der Hauptversammlung der dvs beantragt und durchgesetzt sowie den offiziellen "Anpfiff" der inhaltlichen Aktivitäten mit dem ersten Sportspiel-Symposium 1998 in Jena mitgeprägt. Seitdem findet die Veranstaltung regelmäßig in zweijährigem Turnus statt.

Klaus Roth ist vor allem durch seine Veröffentlichungen zum motorischen Lernen, zur differentiellen Motorikforschung (koordinative Fähigkeiten) sowie zum Training im Kindes- und Jugendalter bekannt geworden. Durch seine Arbeiten zur Ballschule Heidelberg hat er Einfluss auf die Entwicklung der Sportspielausbildung im Kindergarten- und Grundschulalter genommen.

Klaus Roth war Professor für Bewegungs- und Trainingslehre an der Freien Universität Berlin und von 1994 bis 2018 Professor für Sportwissenschaft an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Im November 2018 wurde er nach seinem Eintritt in den Ruhestand mit der Goldenen Ehrennadel der dvs ausgezeichnet.

Nachwuchspreis

Der "Klaus Roth"-Nachwuchspreis, mit dem herausragende Forschungs- und Entwicklungsarbeiten aus dem Bereich der Sportspiele gewürdigt werden, wird erstmalig 2020 im Rahmen des 12. Sportspiel-Symposiums in Oldenburg vergeben. Bei den einzureichenden Forschungs- und Entwicklungsarbeiten soll der Schwerpunkt auf sportwissenschaftlichen und sportpraktischen Fragestellungen mit einem eindeutigen Bezug zu den Sportspielen liegen. Damit soll unter anderem auch der Grundgedanke von Kommissionen herausgestellt werden, die sich problemorientiert mit Fragestellungen einzelner Sportarten bzw. Sportbereiche beschäftigen, zu denen jede sportwissenschaftliche Teildisziplin beitragen kann.

Der Nachwuchspreis wird in den beiden Kategorien für Abschlussarbeiten (a) Promotion und (b) Master-Thesis sowie (c) für Vermittlungsansätze vergeben, die nicht an eine Qualifikationsarbeit gebunden sind.

Der Preis ist mit der Übernahme der Reise- und Übernachtungskosten sowie einem sportspielspezifischen Sachpreis verbunden. Die eingeladenen Preisträger*innen präsentieren und diskutieren ihre Arbeiten in einem separaten Veranstaltungsblock unter der Leitung von Klaus Roth in einem 20- bis 30-minütigen Vortrag.

Bewerbungsmodalitäten

Bewerben können sich einzelne Nachwuchswissenschaftler*innen, aber keine Forscher*innengruppen, deren Qualifikationsarbeit nicht länger als ein Jahr abgeschlossen ist und die nicht älter als 30 Jahre alt sind. In der Kategorie Vermittlungsansätze darf die möglicherweise bereits vorliegende Publikation des Ansatzes nicht länger als ein Jahr zurückliegen und die Altersgrenze liegt hier bei maximal 35 Jahren. Zur Bewerbung wird nachträglich, d. h. bis zum 30.06.2020 zur "regulären" Beitragsanmeldung für das Symposium ein ausführliches maximal 5-seitiges Abstract der Arbeit an das Organisationskomitee des Symposiums eingereicht. Für das ausführliche Abstract ist ebenfalls die Vorlage für die "regulären" Abstracts zu verwenden.

Vergaberichtlinien

Alle eingehenden "regulären" Abstracts werden zunächst durch das wissenschaftliche Komitee des Sportspiel-Symposiums begutachtet und müssen für die Tagung angenommen werden. Nach der Annahme werden die ausführlichen Abstracts durch die Jury des Nachwuchspreises einer Bewertung unterzogen. Die Preisträger*innen aus jeder der drei o. a. Kategorien werden von einer Jury ausgewählt, wobei insbesondere auch Arbeiten mit sportpraktischen Inhalten explizit gewünscht sind.

Jury

Die Preisträger*innen werden von einer Jury, bestehend aus Klaus Roth, dem/der Sprecher*in der Kommission Sportspiele, einem/einer Vertreter*in aus dem Organisationskomitee sowie zwei Mitgliedern aus dem wissenschaftlichen Komitee, d. h. einem/einer Vertreter*in aus der Sportpraxis und einem/einer Vertreter*in aus der Sportwissenschaft, ausgewählt.

Webmaster (bjoemtcrn.stauzj9as@3zuol.deyi) (Stand: 11.02.2020)