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EINBLICKE Nr. 47 Frühjahr 2008


Erfolg ist oft eine temporäre Angelegenheit. Er verflüchtigt sich mitunter schnell. Das aber ist glücklicherweise nicht immer so. Manchmal werden Fundamente gelegt, die nicht nur Ausdruck von Erfolgen sind, sondern auch nachhaltige Erfolge versprechen. In einer solchen Phase befindet sich derzeit die Universität Oldenburg. In wenigen Monaten sind für sie im Forschungsbereich Entscheidungen gefallen, die noch vor einigen Jahren kaum jemand für möglich gehalten hätte. Sie ist damit zu einer nun auch öffentlich wahrgenommenen Forschungsuniversität geworden, die den immer schärfer werdenden Wettbewerb nicht fürchten muss. Den vorläufigen Höhepunkt dieser Phase bildete am 28. Februar die Ernennung Oldenburgs zur Stadt der Wissenschaft 2009. Davor aber standen Ereignisse, die sicher stark zur siegreichen Bewerbung beigetragen haben:

  • Im Oktober 2007 entschied sich die Max-Planck-Gesellschaft, in Oldenburg zwei Forschernachwuchsgruppen für die Meeresforschung zu etablieren. Gleichzeitig wurde das Forschungszentrum TERRAMARE in das Institut für Chemie und Biologie des Meeres integriert, verbunden mit einer erheblichen Aufstockung der jährlichen Mittel.
  • Im November 2007 stimmte die DFG der Verlängerung des Sonderforschungsbereichs zur Verkehrssicherheit AVACS (Sicherheitskritische Systeme) zu.
  • Im Januar 2008 gab es den ersten Spatenstich für den Bau des EWE-An-Instituts für Energietechnologie, in dem einmal 50 WissenschaftlerInnen arbeiten sollen.
  • Im Februar 2008 kündigte die Fraunhofer-Gesellschaft die Einrichtung einer Projektgruppe zur Verstärkung der Oldenburger Hörforschung an.
  • Ebenfalls im Februar wurde gemeinsam mit der MHH Hannover das Zentrum für Hörforschung eingerichtet.

Aber damit nicht genug. Der Oldenburger Antrag für einen 11 Millionen € teuren Bau, in dem die Forschungszentren Neurosensorik und Sicherheitskritische Systeme zusammenarbeiten werden, erhielt die Zustimmung des Wissenschaftsrats und wurde in der Prioritätenliste auf den 5. Platz von 64 Anträgen gesetzt – ein weiterer Hinweis darauf, dass die Forschungsschwerpunkte der Universität immer stärker wahrgenommen werden. Das gilt im Übrigen auch für einen Bereich, der die Wurzeln der einst aus einer Lehrerausbildungsstätte hervorgegangenen Universität darstellt: die Erziehungswissenschaften. Im neuesten Forschungsranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) belegt die Universität Oldenburg als einzige in fünf von sechs bewerteten Kategorien Spitzenplätze. Besser geht’s kaum.
Und so bleibt nur zu konstatieren: In der 35-jährigen Geschichte der Universität Oldenburg gab es keine erfolgreichere Zeit. Dass diese Erfolge aber auch einen großen Vorlauf benötigen, um nachhaltig zu wirken, davon zeugt diese EINBLICKE-Ausgabe.

Gerhard Harms

Presse du9& Kommu5kpniwlkationsz8 (presse@nd84guol.de) (Stand: 07.02.2019)