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Studien(struktur)reform                                                                      

Die Studienstrukturreform, die einen wesentlichen Bestandteil im sog. „Bologna-Prozess“ bildet, ist durch die akademische Ausbildung in drei Zyklen gekennzeichnet. Auf ein grundständiges Bachelorstudium (= 1. Zyklus) kann ein Masterstudium (2.Zyklus) folgen. Auf einen Master-Abschluss aufbauend kann die Promotion (= 3. Zyklus) angestrebt werden. Somit ist die Einführung von Bachelor- und Master-Abschlüssen kennzeichnend für das, was mit „Studienstrukturreform“ bezeichnet wird.Insgesamt zielen die Ideen, die unter dem Schlagwort „Bologna-Prozess“ zusammengefasst werden können, jedoch auf umfassendere Änderungen als die bloße Umstellung der Studiengänge. Insofern setzt es sich zu Recht immer mehr durch, von einer 1999 angestoßenen Studienreform zu sprechen.

Die in Deutschland neuen Studienabschlüsse, Bachelor und Master, kurz mit „BA/MA“ bezeichnet, treten nicht nur an die Stelle der alten Studienabschlüsse Diplom und Magister. Verbunden mit der Einführung der BA/MA-Struktur werden die Studiengänge modularisiert, Prüfungsleistungen anhand eines Kredit- oder Leistungspunkte-Systems erfasst und angeglichen. „Modularisierung“ ist die „Zusammenfassung von Stoffgebieten zu thematisch und zeitlich abgerundeten, in sich abgeschlossenen und mit Leistungspunkten versehenen abprüfbaren Einheiten“ (Definition der Kultusministerkonferenz vom 15.09.2000). Durch  die neuen Elemente Modularisierung und Kreditpunkte-System sollen die Studiengänge deutscher Hochschulen international vergleichbar werden, national und international sollen die Studiengänge durchlässiger werden.

Die Abkürzung BA/MA bezeichnet allgemein die bundesweit und in Europa neu geschaffene Art, zu studieren. Diese Abkürzung ist nicht zu verwechseln mit dem exakten Abschlussgrad eines einzelnen neuen Studiengangs; wie z.B. Bachelor of Arts = B.A. oder Master of Science = M.Sc. Die Zusätze „of Arts“ und „of Science“ können sowohl für Bachelorstudiengänge als auch für Masterstudiengänge vergeben werden. In der Regel erhalten Abschlüsse in naturwissenschaftlichen Fächern den Zusatz „of Science“, die Abschlüsse  in den Geisteswissenschaften den Zusatz „of Arts“. Um in Deutschland als Lehrerin oder Lehrer beschäftigt zu werden, benötigt man zukünftig den Abschluss eines „Master of Education (M.Ed.)“. Die Abschlüsse neuer Studiengänge für Juristen tragen den Zusatz LL.B.(Legum Baccalaureus – Bachelor of Laws) oder LL.M. (Legum Magister/ Legum Magistra – Master of Laws).


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