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Praktiken, Subjektivierungen, Bildungs-Wege

Jede Gesellschaft schafft ihre eigenen Subjektentwürfe und Subjektivierungspraktiken. Dabei bilden Individuum und Gesellschaft, Subjekt und Struktur keine Gegenpole, sondern einen in sich verflochtenen Zusammenhang. Aus dieser Perspektive wird Subjekt verstanden als historisch wandelbare Form, als Akteur und zugleich als Produkt von Praktiken. Menschen modifizieren ihr Sein, indem sie bestimmte Bildungs-Wege durchlaufen oder aus ihrem Leben ein Werk machen, das bestimmten kulturellen, stilistischen, professionellen etc. Kriterien entspricht.

In dieser Perspektive richtet sich die Aufmerksamkeit u.a. auf

  • die Erforschung von Kontinuitäten, Veränderungen und Umbrüchen von Subjektivierungsformen und Bildungs-Wegen in der Geschichte,
  • das Spannungsverhältnis von Eigen- und Fremdentwürfen sowie die Bedingungen für dessen Aufhebung,
  • die räumliche, zeitliche, soziale und kulturelle Bedingtheit dieser Praktiken,
  • konkrete Praktiken der Subjektivierung inner- und außerhalb von Bildungsinstitutionen (Familie, Kirche, Vereine, Jugendkulturen, Schule etc.).

Aus diesem Forschungsschwerpunkt ist 2010 das DFG-Graduiertenkolleg "Selbst-Bildungen. Praktiken der Subjektivierung" hervor gegangen.

Webmaster (Stand: 10.09.2018)