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Prof. Dr. Michael Wark

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Biodiversitäts- und Meeresforschung

Der Schwerpunkt Biodiversitäts- und Meeresforschung entstand durch die Integration der organismischen und umweltwissenschaftlichen Expertisen des Instituts für Biologie und Umweltwissenschaften (IBU) und des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM). Das IBU trägt hierbei vor allem im Bereich der physiologischen, sensorischen und genetischen Anpassungen von Organsimen an Umweltbedingungen bei, während das ICBM für interdisziplinäre Umweltforschung steht mit einem Fokus auf marine Stoffkreisläufe und Energieflüsse im Wasser und Sediment und an Grenzflächen zwischen Lebensräumen und Wasserkörpern, sowie der funktionellen Rolle mariner Biodiversität. Der Schwerpunkt ist in die Forschungslandschaft des Nordwesten eingebettet durch Kooperationen mit Gruppen an der Universität Bremen eine Reihe von Forschungseinrichtungen im Umkreis von Oldenburg, die ebenfalls Expertise in den Gebieten Biodiversitätsforschung, Ökologie, Vogelzugforschung und Evolutionsbiologie beisteuern. Dazu gehören u.a. das Max Planck Institut für Marine Mikrobiologie (MPI-MM, Bremen), das Alfred Wegener Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI, Bremerhaven), das Institut Senckenberg am Meer (SaM Wilhelmshaven), das Leibniz Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT, Bremen), sowie das Institut für Vogelforschung „Vogelwarte Helgoland“ (IfV, Wilhelmshaven). Dieser Schwerpunkt ist der größte der Fakultät hinsichtlich der Zahl der zugeordneten Professuren. Derzeit kristallisieren sich hier zwei Forschungsgebiete heraus:

  • Teilbereich A: Biodiversität und Evolution
  • Teilbereich B: Meeresforschung

Biodiversität und Evolution

Eine Zielsetzung dieses Teilbereiches ist die Erforschung der Biodiversität über verschiedene Organisationsstufen hinweg, von der Adaptabilität von Organismen und ihren genetischen Grundlagen über die Analyse von Artwechselwirkungen bis zur funktionellen Rolle der Biodiversität im Ökosystem. Dazu tragen Arbeitsgruppen des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) und die Professuren des Instituts für Biologie und Umweltwissenshcaften (IBU) gleichermaßen bei. Durch empirische und theoretische Ansätze werden die evolutionären und ökologischen Prozesse untersucht, die die derzeitigen Muster der terrestrischen und marinen Biodiversität sowie ihre Dynamik steuern. Zugleich stehen die Veränderung der Biodiversität in Zeiten rapiden globalen Wandels und die Konsequenzen dieser Veränderung für Prozesse in Ökosystemen im Fokus.

Im Laufe der Antragstellung auf Errichtung eines Zentrums für Integrative Biodiversitätsforschung (CiBAS) im Rahmen einer Ausschreibung der DFG (Koordination: Hillebrand, ICBM) in 2010/2011 hat sich dieses Forschungsgebiet deutlich weiterentwickelt und hat dadurch an Profil gewonnen. Der Begutachtungsprozess hat die außerordentliche Qualität der Oldenburger Biodiversitätsforschung belegt und eine Weiterentwicklung des Schwerpunktes am Standort Oldenburg empfohlen. Als Ergebnis dieser Aktivität wurde von Arbeitsgruppen aus dem ICBM, IBU und mit Kolleginnen und Kollegen der Universität Göttingen ein Forschungsprojekt konzipiert, das sich mit der Biodiversität im terrestrisch-marinen Gradienten befasst (gefördert ab November 2013 durch MWK). Ein Antrag auf ein Promotionsprogramm "Interdisciplinary approach to functional biodiversity research" wurde im Juni 2013 beim MWK eingereicht. Es ist weiterhin geplant, ein Zentrum für Funktionelle Marine Biodiversität in Kooperation zwischen dem ICBM und dem Alfred-Wegener-Institut (AWI) Bremerhaven am Standort Wechloy zu etablieren. Das IBU wird die evolutiven und ökologischen Aspekte der Biodiversität durch zwei Kompensationsprofessuren verstärken (Ökologische Genomik, Evolutionäre Genetik der Pflanzen). Das ICBM hat diesen Forschungsbereich durch eine neue im Verfahren befindliche Professur mit dem AWI (Biodiversität und biologische Prozesse der Polarmeere) ausgebaut und versucht eine weitere Professur Benthosökologie einzurichten.

Landschaftsökologie

Mit diesem Schwerpunkt assoziiert ist die Gruppe Landschaftsökologie, die sich mit der Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung und ihrer Bedeutung für die Entwicklung verschiedener räumlicher Einheiten beschäftigen. Inhalt von Forschung und Lehre sind Lebensräume und Landschaften, die mit den Methoden der Vegetationsökologie, Tierökologie, Bodenkunde, Hydrologie, Landschaftsplanung / Regionalentwicklung sowie Naturschutz bearbeitet werden. Einige Arbeitsgruppen sind am Schwerpunkt „Biodiversitätsforschung“ beteiligt, unter anderem im Rahmen der oben genannten Anträge und Projekte.

Animal Navigation

Zum Thema Animal Navigation arbeitet die Arbeitsgruppe von H. Mouritsen mit mehreren anderen Gruppen aus dem IBU, dem Institut für Physik, aus der Fakultät für Medizin und Gesundheitswissenschaften und dem Institut für Vogelforschung zusammen. Durch ein sehr breites Spektrum an Fragen gibt es durch die sub-molekularen und quantenphysikalischen Effekte auch konzeptionelle und methodische Überlappungen mit dem Schwerpunkt Nano- und Energieforschung. Eine der geplanten Kompensationsprofessuren des IBU (Sensorische Biologie der Tiere) wird nicht nur den Bereich „Biodiversität und Evolution“ (s.o.) stärken, sondern soll zusammen mit den AGs von H. Mouritsen und G. Gerlach einen Kern für zukünftige Verbundprojekte zu diesem Forschungsthema bilden.

Meeresforschung

Die zentralen Forschungsthemen des ICBM sind die Biodiversität (im breiteren Rahmen der trophischen Vernetzung), die marine Bakteriengruppe Roseobacter und die Aufklärung der Zusammensetzung der organischen Verbindungen im Meer. Im SFB TRR 51 forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Oldenburg, Braunschweig und Göttingen unter dem Titel „Ökologie, Physiologie und Molekularbiologie der Roseobacter-Gruppe: Aufbruch zu einem systembiologischen Verständnis einer global wichtigen Gruppe mariner Bakterien“ an einer der wichtigsten Gruppen mariner Bakterien. Die Meeresforschung ist wissenschaftlich deutlich gestärkt durch eher theoretisch ausgerichtete Gruppen, die Modellierung zu den Themen Biodiversität, Bioinvasion, Planktondynamik, Ökosystemstabilität, Aggregation und Meeresströmungen betreiben. Eine weitere wesentliche Unterstützung ist durch die beiden Max-Planck-Forschergruppen von K. Pahnke und T. Dittmar (letztere wird seit September 2013 als Max-Planck-Brücken­professur weitergeführt) gegeben sowie durch die Kooperationsprofessuren mit dem HZG (Helmholtz Zentrum Geesthacht), dem AWI Bremerhaven und SaM Wilhelmshaven (in Vorbereitung). Die beiden Professuren Meeresmesstechnik (O. Zielinski) und Biosensoren (N.N.) stärken den Technologieaspekt in der Meeresforschung im ICBM und bilden eine wichtige Brücke zur angewandten Meeresforschung und zur Jade-Hochschule nach Wilhelmshaven. Die Küsten- und Flachmeerforschung wird weiterhin ein wichtiger Arbeitsbereich bleiben. Insbesondere über die Systemanalyse des Wattenmeeres, einer Modellregion für andere Küstenregionen, hat sich die Oldenburger Meeresforschung ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen, das national und global wahrgenommen wird. Weitere nationale und internationale Projekte, an denen die Oldenburger Meeresforschung beteiligt ist, sind Bioacid II, das Jena Experiment, das virtuelle Helmholtz-Institut Polar Time und die Wissenschaftliche Monitoringkonzepte für die Deutsche Bucht (WIMO). Die AG „Hydrogeologie“ (G. Massmann, IBU) arbeitet mit AGs des ICBM im Bereich Geochemie zusammen, so dass hier eine enge Vernetzung besteht.

Wegfh1wbmaskxkdwterkkj (xenia.jstnduradvido.garcia@uol.deobi5) (Stand: 14.11.2019)