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KLIFF - Teilprojekt "Räumliche Planung" im Forschungsverbund "Klimafolgenforschung (KLIFF) Niedersachsen"

Im Rahmen des Forschungsverbunds „Klimafolgenforschung – Szenarien für die Klimaanpassung“ des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur wird im Jahr 2009 das Teilprojekt  "IMplementierung von Ergebnissen aus KLIFF in der räumlichen PLANung in Niedersachen (IMPLAN)" begonnen.

Der Forschungsverbund KLIFF ist ein wichtiger Schritt, um die wissenschaftlichen Grundlagen für die Anpassung an den Klimawandel auf lokaler und regionaler Ebene weiterzuentwickeln und Forschungsaktivitäten in einem interdisziplinären Ansatz zusammenzuführen.

Damit Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel umgesetzt werden können, muss bereits parallel zu den sektoralen wissenschaftlichen Untersuchungen der Auswirkungen des Klimawandels ein Dialog- und Vernetzungsprozess mit denjenigen Einrichtungen institutionalisiert werden, die für entsprechende Anpassungsstrategien zuständig sind bzw. bei deren Umsetzung mitwirken. Frühzeitige Anpassung an den Klimawandel kann mögliche Gefahrensituationen entschärfen, das Schadenspotential reduzieren und somit die volkswirtschaftlichen Kosten des Klimawandels wie auch die Belastungen für Mensch und Umwelt verringern. Gerade bei den Unsicherheiten, die in Bezug auf die Auswirkungen des Klimawandels bestehen, ist der frühzeitige Transfer von Forschungsergebnissen auf die Umsetzungsebene und umgekehrt auch die Wirkungskontrolle von Anpassungsmaßnahmen durch die Wissenschaft erforderlich. Notwendig ist hierfür ein langfristiger und fachlich möglichst breiter Vernetzungsprozess, der Akteure aus Politik, Wissenschaft, Verwaltung und andere Stakeholder einbezieht. Ziel eines solchen Prozesses ist, im engen Dialog zwischen Wissenschaft und Umsetzungsinstanzen ein wirkungsvolles Instrumentarium zur Anpassung an den Klimawandel zu entwickeln.

Der Großteil der zu erwartenden Auswirkungen des Klimawandels weist räumliche Bezüge und Konsequenzen auf. Entsprechend müssen auch Anpassungsmaßnahmen vielfach raum- bzw. flächenbezogen erfolgen.

Die Rolle der Raumplanung bei der Anpassung an den Klimawandel

Viele Anpassungsmaßnahmen lassen sich über sektorale Planungen und Politikansätze umsetzen. Notwendig werden darüber hinaus jedoch gesamträumliche Konzepte, in denen die unterschiedlichen Anpassungsmaßnahmen der Fachplanungen abgestimmt und die Aspekte des Klimaschutzes einbezogen werden. Nur durch integrierte Ansätze können Synergieeffekte zwischen verschiedenen Anpassungsmaßnahmen bzw. Ansprüchen an den Raum konsequent genutzt werden (beispielsweise hinsichtlich Hochwasserschutz, Naturschutz und Erholung). Darüber hinaus ist für Anpassungsmaßnahmen grundsätzlich eine langfristige Betrachtungsweise notwendig, die auch andere Veränderungen von Raumnutzungen berücksichtigt.

Für die Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen ist vor allem die gemeindliche und regionale Ebene von Bedeutung, weil hier die Probleme konkret und unmittelbar spürbar sind. Zugleich finden sich gerade in Niedersachsen einerseits mit zahlreichen Kooperationsansätzen etwa in Ostfriesland oder in Südniedersachsen und andererseits mit bewährten und erfolgreichen Strukturen im Bereich der Regionalplanung wie in der Region Hannover oder im Zweckverband Großraum Braunschweig günstige Voraussetzungen für Weiterentwicklungen. Diese sollen mit einem Forschungsverbund zur Anpassung an den Klimawandel vernetzt werden.

Ziele des Vorhabens

1)   Erarbeitung von Beiträgen zur Weiterentwicklung des planerischen Instrumentariums zur  Anpassung an den Klimawandel

2)  Förderung des Dialogs zwischen Wissenschaft und Planungspraxis sowie zwischen den unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen einerseits und den planerischen Bereichen andererseits

3)   Entwicklung und Implementierung konkreter Anpassungsmaßnahmen in der räumlichen Planung

4)   Identifizierung von weiterem Forschungsbedarf

5)  Aufbau eines dauerhaft zu sichernden Netzwerks zur Anpassung an den Klimawandel in der räumlichen Planung in Niedersachsen (gestützt auf eine Internetplattform)

Bearbeitung

Das Projekt IMPLAN wird von der Akademie für Raumforschung und Landesplanung in Hannover koordiniert. Die konkrete Projekbearbeitung findet bei der Region Hannover und in der Arbeitsgruppe "Raumplanung" der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg statt. Die Gestaltung der Internet-Plattform liegt bei Dr. Schaal von der Arbeitsgruppe "Regionalwissenschaften".

Links

KLIFF-Homepage

IMPLAN-Homepage

Webmyvastemxr (es/9qlnter.brh2uns@uol.detdb) (Stand: 21.08.2020)