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Studienleitung

 Prof. Dr.-Ing. Andreas Hein

 Prof. Dr. med. Tania Zieschang

Kontakt Studienzentrum

0441/798-4334

Mo-Fr: 9-13 Uhr und 14-16 Uhr

 Lisa Happe und Sandra Lau

 

 

Anwendungsbedingungen einer videobasierten Physiotherapie bei älteren Menschen im Rahmen der COVID-19 Pandemie- „ConVideo“

Ältere Menschen gehören zur Risikogruppe für einen schweren Verlauf von Covid-19 und sind daher angehalten ihr soziales Leben und auch ihre Aktivitäten des täglichen Lebens außerhalb der eigenen Wohnung möglichst stark einzuschränken. Die Reduzierung der Alltagsaktivtäten birgt die Gefahr einer Abnahme von Muskelkraft und einer Verschlechterung der funktionellen Fähigkeiten des Patienten. Obwohl gerade in so einer Situation durch Physiotherapie gezielt gegengesteuert werden könnte, meiden viele ältere Patient*innen den Kontakt zur Physiotherapie, um eine Infektion auf dem Weg zur Praxis oder in der Praxis zu verhindern.

Durch einen aktuellen Beschluss der Kassenverbände auf Bundesebene und des GKV-Spitzenverbands, besteht die Möglichkeit, Physiotherapie als Videobehandlung durchzuführen. Die Möglichkeit und Bereitschaft, älterer Menschen diese Therapieform in Anspruch zu nehmen und mögliche Barrieren sind noch nicht bekannt. Dasselbe gilt für die technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen für die Durchführung dieser Therapieform.

 Im Rahmen dieser Studie soll untersucht werden, ob und wie sich die Bereitstellung videobasierter Physiotherapie zur Aufrechterhaltung der Versorgung bei Personen ab 60 Jahren auswirkt und wie die neue Form der Therapie subjektiv von Physiotherapeut*innen und Patient*innen wahrgenommen wird bzw. welche Therapieformen sich besonders oder nicht für eine Videotherapie eignen. Ein weiteres Ziel ist die Erfassung von Aktivität, Partizipation und gesundheitsbezogener Lebensqualität vor, während und nach der Corona- Krise bzw. der damit verbundenen Einschränkungen.

Teilnehmende Physiotherapiepraxen im Raum Oldenburg werden vom Studienteam bei der Durchführung von Videotherapien bei Personen über 60 Jahren durch Bereitstellung von Hardware (Tablets mit Mobilfunkanbindung) mit entsprechender Software (Videotelefonie-Anwendung) unterstützt und erhalten eine Anleitung zur Nutzung des Systems. Zur Baseline und nach Abschluss der Studie werden anhand von Telefoninterviews soziodemografische und gesundheitsrelevante Daten sowie standardisierte Fragebögen zur körperlichen Aktivität, Lebensqualität und Partizipation erhoben zur Beurteilung der Auswirkungen der Corona-Krise auf die Patienten. Therapeut*innen dokumentieren nach jeder Therapieeinheit kurz Aspekte zur Verbindungsqualität und Durchführbarkeit der Behandlung. Die Patienten werden bei der Befragung nach Abschluss der Studie zu ihrer subjektiven Einschätzung der Videotherapie befragt.

weitere Informationen unter: www.uol.de/convideo-studie

Web2ampmaster (david6cy.s4ctass@uol.49qdeod) (Stand: 01.07.2020)