Germanistik - Bachelor

Einführung in das Niederdeutsche

ger010 Sprache und Kultur

Lehrender: Prof. Dr. Jörg Peters, Dienstag: 16:00 - 18:00, wöchentlich (ab 15.10.2019). A01-0-010b

Dieses Seminar gibt einen Überblick über die wichtigsten Methoden und Resultate der Niederdeutschforschung. Schwerpunkte bilden die Abgrenzung des Niederdeutschen vom Hochdeutschen, die regionale Variation des Niederdeutschen, seine historische Entwicklung aus dem Altsächsischen und dem Mittelniederdeutschen und der gegenwärtige Status des Niederdeutschen als Regionalsprache. Prüfungsart: Präsentation mit schriftlicher Ausarbeitung.

Regionale Varietäten des Niederdeutschen

ger291 Niederdeutsch / ger261 Soziolinguistik und Pragmatik

Lehrende: Gabriele Diekmann-Dröge. Donnerstag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 17.10.2019). A14-0-031

Innerhalb des niederdeutschen Sprachsystems lassen sich im Hinblick auf die geographische Dimension bestimmte Varietäten unterscheiden, die von großräumigen Gruppen wie zum Beispiel dem Nordniederdeutschen oder dem Westfälischen über Landschaftsdialekte wie etwa dem ostfriesischen Niederdeutschen bis hin zu lokalen Dialekten reichen. Das Seminar soll einen Einblick geben in die verschiedenen sprachgeographischen Strukturen und Ausprägungen sowie die linguistischen Kriterien, die diesen zugrundeliegen. Der Schwerpunkt wird dabei auf den in Niedersachsen vertretenen Varietäten liegen. Prüfungsart: Referat und schriftliche Ausarbeitung oder Hausarbeit.

Niederdeutsche Texte regional

ger 291 Niederdeutsch / ger261 Soziolinguistik und Pragmatik

Lehrende: Gabriele Diekmann-Dröge. Donnerstag: 16:00 - 18:00, wöchentlich (ab 17.10.2019). A14-0-031

Die Übung gehört zum Seminar 3.01.093. Anmeldung bitte über das Seminar. Spätestens nach Anmeldeschluss werden alle Teilnehmer/innen des Seminars in diese Übung importiert. Die meisten Autor*Innen von niederdeutschen (literarischen) Texten legen großen Wert auf die Authentizität der von ihnen verwendeten Sprachform, d.h. sie verschriftlichen die in ihrem Ort oder ihrer Region gesprochene Form des Niederdeutschen. Insofern lassen sich an diesen Texten die sprachlichen Merkmale der jeweiligen Region in der Regel gut beobachten. Die Übung wird sich mit historischen und aktuellen Zeugnissen verschiedener Textsorten aus Niedersachsen beschäftigen. Eine Sammlung dieser Texte wird zu Beginn des Semesters zur Verfügung gestellt. Prüfungsart: Referat und schriftliche Ausarbeitung oder Hausarbeit.

Niederdeutsche Sprachgeschichte

ger291 Niederdeutsch /ger261 Soziolinguistik und Pragmatik

Lehrende: Gabriele Diekmann-Dröge. Freitag: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 18.10.2019). A14-1-112

Die schriftliche Überlieferung der niederdeutschen Sprache beginnt mit den sogenannten „Weser-Runen“ des 6. Jahrhunderts. Eine ausgeformtere Schriftkultur entwickelt sich allerdings erst ab dem 8. Jh. in Zusammenhang mit der Christianisierung der Sachsen durch die Franken. Im Hoch- und Spätmittelalter, einer Zeit, die in Bezug auf Norddeutschland oft mit dem Stichwort „Hansezeit“ charakterisiert wird, erlebt die niederdeutsche Sprache ihre weitreichendste räumliche und funktionale Geltung, die sich in einer großen Anzahl sehr verschiedenartiger Texte niederschlägt. Ab dem 16. Jh. wird in Norddeutschland dann der Wechsel zur hochdeutschen Schriftsprache vollzogen und dem Niederdeutschen oder „Plattdeutschen“, wie es ab jetzt genannt wird, fallen hauptsächlich sprech-sprachliche und private Funktionen zu. Ab etwa 1850 und verstärkt dann am Ende des 20. Jhs. etabliert sich aber auch eine neue niederdeutsche Kulturszene und es gibt sprachpolitische Bemühungen um den Erhalt der bedrohten Regionalsprache. Ziel des Seminars ist es, Einblick in die wesentlichen Grundzüge dieser Geschichte zu geben, im Mittelpunkt steht dabei die Arbeit an und mit Texten aus verschiedenen Epochen und Gebrauchszusammenhängen. Prüfungsart: Referat und schriftliche Ausarbeitung oder Hausarbeit.

Niederdeutsche Texte über Störtebeker

ger291 Niederdeutsch / ger261 Soziolinguistik und Pragmatik

Lehrende: Gabriele Diekmann-Dröge. Freitag: 10:00 - 12:00, wöchentlich (ab 18.10.2019). A14-1-112

 Die "Likedeeler" oder "Vitalienbrüder" um Klaus Störtebeker und Gödeke Michels sind als Freibeuter bzw. Piraten zur Zeit der Hanse berühmt-berüchtigt. Speziell um Störtebeker ranken sich viele Geschichten, Mythen und Legenden, die zum Teil nur wenig mit der historischen Wahrheit (soweit diese überhaupt bekannt ist) zu tun haben. In der Übung wollen wir uns mit den niederdeutschen Texten zu Störtebeker, deren Autoren und den dazugehörigen historischen Hintergründen beschäftigen. Prüfungsart: Referat und schriftliche Ausarbeitung oder Hausarbeit.

(Stand: 21.08.2020)