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Wissenschaftlicher Mitarbeiter Pro*Niedersachsen, Doktorand im Forschungsprojekt "Ein frey und offen Land"

Zur Person

Thomas Heidorn studierte Geschichte und Philosophie sowie Europäische Geschichte an der Universität Oldenburg. Zwischen 2015 und 2017 war er Mitarbeiter am Niedersächsischen Landesarchiv Abteilung Oldenburg und wirkte an der Doppelausstellung: „Ein frey und offen Landt? - Die dänisch-oldenburgische Personalunion von 1667 bis 1773“ mit. Seit Oktober 2018 ist er Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter beim gleichnamigen und von ProNiedersachsen geförderten Forschungsprojekt. Zu seinen gegenwärtigen Forschungsschwerpunkten zählen Wirtschafts- sowie Politikgeschichte und ihre räumlichen Verflechtungen mit der oldenburgischen Landesgeschichte im 17. und 18. Jahrhundert.

Dissertationsvorhaben

„Ein frey und offen Landt“? - Die Dänisch-Oldenburgische Personalunion 1667 – 1773

Gefördert durch Pro*Niedersachen, 1.10.2018 - 30.9.2021

Thomas Heidorn

Gegenstand dieses Projekts ist die Erforschung der Dänisch-Oldenburgischen Personalunion, die von 1667 bis 1773 über einhundert Jahre die dänische und nordwestdeutsche Geschichte geprägt hat. Angesichts der Zeitspanne ist es erstaunlich, dass diese Epoche bislang von der Forschung weitgehend vernachlässigt wurde und auch im kollektiven Gedächtnis Dänemarks wie der ehemaligen Grafschaft Oldenburg und Delmenhorst bis heute faktisch keine Rolle spielt. Die landesgeschichtliche Geschichtsschreibung des 19. und 20. Jahrhunderts hat dieses dänische Jahrhundert fast komplett einseitig als Zeit des Verfalls und der Katastrophen gewertet, ein Narrativ, das bis in die Gegenwart wirkmächtig ist.

In Dänemark wurde nach den negativen Erfahrungen zweier Weltkriege und des Nationalsozialismus in Deutschland ein Jahrhundert gemeinsamer dänisch-deutscher Geschichte schlicht ausgeklammert. Gesamteuropäisch lässt sich allerdings ein zunehmendes gesellschaftliches und kulturelles Interesse an regionalen Identitäten und die Beobachtung von Regionen für staatliche oder transnationale Zusammenhänge beobachten. Die Geschichtswissenschaft richtet seit einigen Jahren den Fokus auf die Verflechtung von Regionen und erweitert damit die klassische Regional- und Landesgeschichte methodisch um eine translokale, europäische und globale Perspektive. Hier setzt das geplante Projekt an. Die überwiegend dynastie- und herrschaftsgeschichtlich ausgerichtete Erforschung frühneuzeitlicher Personalunionen wird in dieser Studie methodisch-theoretisch um die Perspektive des Raumes erweitert. Dabei wird die Personalunion nicht als staatliches Gebilde vorausgesetzt, um das Augenmerk dann auf funktionale Aspekte der Herrschaftsgestaltung zu lenken, sondern es geht vielmehr darum, danach zu fragen, wie die Dänisch-Oldenburgische Personalunion als politischer, wirtschaftlicher und sozialer Raum hervorgebracht, wahrgenommen und gestaltet wurde. Im Mittelpunkt stehen nachfolgende Untersuchungsschwerpunkte: Raum und Herrschaft, Raum und Handel, Raum und Ordnung, Raum und Kommunikation.

Publikationen

  • Mit Gerd Steinwascher: Der oldenburgische Weserzoll in Elsfleth. Ein Politikum von europäischem Ausmaß, in: Kulturland Oldenburg 04/2019, S. 14-15.
  • „Heil ihm, dem göttlichen Lynar“? - Das betrübliche Ende der Statthalterschaft des Rochus Friedrich Graf zu Lynar (1708-1781) in den Grafschaften Oldenburg und Delmenhorst im Jahre 1765, in: Freist, Dagmar: ArchivGeschichten. Fest Schrift für Gerd Steinwascher, Stuttgart 2018, S. 44-56.
  • Mit Lucas Haasis, Christina Beckers und Annika Raapke: Kaperer im Archiv. Über Vernetzung und Grenzen und die riskante Geschichte der „Herzog von  Oldenburg“, in: Freist, Dagmar et al. (Hrsg.): ArchivGeschichten. Festschrift für Gerd Steinwascher, Kröner, Stuttgart 2018.
Webmfqspastxpyier (sa.neicwjumaxwavinn@uolx+jb.degtde9) (Stand: 21.08.2020)