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Anschrift

Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg
Fakultät IV - Institut für Geschichte
Ammerländer Heerstr. 114-118
26129 Oldenburg

Konferenzen / Tagungen

03.-05.05.2018 Workshop "Der Auftritt. Performanz in der Wissenschaft", Köln, Thyssen-Stiftung

Die Wissenschaft erforscht alles und jeden, nur vor sich selber macht sie Halt. In Studien zur Performanz beispielsweise werden alle möglichen Professionen unter die Lupe genommen, die Wissenschaft selbst glänzt durch Abwesenheit. Martin Kohli hat diese Haltung unter dem Diktum „Von uns selber schweigen wir“ zusammengefasst, und Günter Burkart hat begründet, warum es keine Soziologie der Soziologie geben dürfe: Die eigenen Grundlagen offenzulegen drohe, ein Fach zu entauratisieren. Das Schweigen ist demnach Selbstschutz. Wissenschaftliche Erkenntnisse haben unabhängig von einem subjektiven „Ich“ zu bestehen, um ihre „objektive“ Geltung verteidigen zu können. Das Schweigen bedeutet faktisch aber auch Verschleierung, denn Ausschlüsse potenzieller WissenschaftlerInnen auf Grund sozialer Kriterien sind an der Tagesordnung, entgegen den Prinzipien der Wissenschaft, dass allein Befähigung erlaube, wissenschaftliche Tatsachen zu produzieren.
Die Wissenschaftssoziologie hat die Bedeutung sozialer Prozesse für die Erkenntnisproduktion bereits seit längerem im Blick, und die Körper und Praktiken der WissenschaftlerInnen seit neuestem auch. Es wird zunehmend deutlich, dass Wissenschaftler (als geschlechts-etc.-neutral imaginiert) nicht einfach ihr Handwerkszeug anwenden und dadurch zu Erkenntnis gelangen, sondern zuvor muss Irgendjemand in einem langen sozialen Prozess geformt werden und sich selbst formen zur spezifischen „Persona“ des Wissenschaftler, dem „Vf.“, der lernt, sich wie Seinesgleichen in einem Feld zu bewegen, zu sprechen, zu handeln. Wer sich erfolgreich in die sozialen und professionellen Konventionen einer Gemeinschaft ein-schmiegt und einschreibt und zugleich eine hinreichende Originalität (und Qualität) beweist, wird als Wissenschaftler anerkannt.
Performanz, performance, self fashioning gehören zu den wichtigsten Instrumenten, sich hineinzuarbeiten oder aus der Wissenschaft herauszuschießen. Performanz ist mehr als nur eine trügerische Oberfläche. Durch den Auftritt setzt man sich vor aller Augen der Prüfung aus, ob man eingefügt ist. Ohne inhaltliche Qualität wird man sich nicht lange in der Wissenschaft halten. Ohne Performanz kann man zwar wissen-schaftliche Leistungen erbringen – wird aber von notwendigen Ressourcen und Rezeption mehr oder weniger drastisch abgeschnitten. Performanz substituiert nicht wissenschaftliche Qualität, sie ist Voraus-setzung und Werkzeug, im Kollektiv der Gleichsubjektivierten das hervorzubringen, was Professionelle anderer Subsysteme nicht vermögen: wissenschaftliche Wahrheit. Das macht sie zu einer paradoxen Sache: Performanz muss für alle sichtbar sein, aber eigentlich unbemerkt bleiben, um ihren instrumentellen Charakter zu verschleiern.
Programm:
Do., 3.5.2018, 14.30 Uhr, Begrüßung
15.00 Uhr: Einführung: Performanz → Evidenz. Der Auftritt in der Wissenschaft (Prof. Dr. Thomas Etzemüller, Kulturgeschichte der Moderne, Univ. Oldenburg)
„Whenever she came in, the thing developed into a party“: Eileen Power’s persona construction during the heyday of her career (Rozemarijn van de Wal, Geschichtswissenschaft, Univ. Groningen)
16.45 Uhr: Zwischen Homestory und Bildagentur: Wie Wissenschaft sich (und ihre Familie) rund um die Universität präsentiert (Prof. Dr. Elisabeth Timm, Europäische Ethnologie, Univ. Münster)
Performative Spiegelungen: (Selbst-)Inszenierungen von KunsthistorikerInnen, KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen in der Gegenwartskunst (PD Dr. Anja Zimmermann, Kunstgeschichte, Univ. Oldenburg)
Fr., 4.5.2018, 09.00 Uhr: Repräsentationen von Macht und Geschlecht in der Wissenschaft (Dr. Sandra Beaufaÿs, Soziologie, Univ. Essen-Duisburg)
Zur performativen Herstellung akademischer Subjekte in Berufungsverfahren (Dr. Julian Hamann, Soziologie, Univ. Bonn)
10.45 Uhr: Anti-Professorale Professorabilität. Über den Habitus der Nach-Achtundsechziger (Prof. Dr. Thomas Alkemeyer, Soziologie, Univ. Oldenburg)
Professor spielen. Ein Selbstversuch (Dr. phil. habil. Christian Demand, Herausgeber „Merkur“, Berlin)
12.15 Uhr: Performanz und performance: Richard Buckminster Fuller denkt laut über sein Leben nach (Dr. David Kuchenbuch, Geschichtswissenschaft, Univ. Gießen)
14.00 Uhr: Gesprächsrunde: Darstellung und Stilisierung von Wissenschaftlern in Fotografien
15.15 Uhr: „Vielen Dank für Ihren anregenden Vortrag...“ Darstellungen des Praktikenkomplexes Tagung in deutschsprachiger Universitätsprosa der Gegenwart (Sabrina Deigert, GK „Selbst-Bildungen“, Univ. Oldenburg)
Authentizitätsperformanz. Schriftstellerische Inszenierungspraktiken in autobiographischen Vorlesesituationen (Lena Vöcklinghaus, Schreibszene Frankfurt, Univ. Frankfurt)
17.00 Uhr: Abgelesen. Der wissenschaftliche Vortrag als performative Prognose (Dr. Sybille Peters, Medienwissenschaft, Univ. Gießen)
17.45 Uhr: Filmvorführung
Sa., 5.5.2018, 09.00 Uhr: Zur Mimesis einer Disziplin und ihrer Scientific community. Beobachtungen am Beispiel der „Volks-Kunde“ (Dr. Herbert Nikitsch, Europäische Ethnologie, Univ. Wien)
Der weiße Kittel als symbolische Objektivation der Wissenschaftskultur in unterschiedlichen Handlungszusammenhängen (Zuzanna Papierz, Kunst und Materielle Kultur, TU Dortmund)
10.45 Uhr: Initiationsrituale wider Willen. Der Körper des Ethnologen an der Schwelle zum Text (Björn Bertrams, GK „Selbst-Bildungen“, Univ. Oldenburg)
WissenschaftlerInnen, singend: Schnittstellen wissenschaftlicher und musikalischer Performanz in Wissenschaftsopern (Dr. Anna Langenbruch, Musikwissenschaft, Univ. Oldenburg)
12.15 Uhr: Performanz kann man lernen. Zur akademischen Coaching-Industrie (Prof. Dr. Julika Griem, KWI Essen)
13.00 Uhr: Abschlussdiskussion
Die Tagung wird finanziert durch die Thyssen-Stiftung sowie das Graduierten-Kolleg 1608 "Selbst-Bildungen. Praktiken der Subjektivierung" (Univ. Oldenburg).

09.-11. Juni 2017: Internationaler Workshop "The Social in the Global"

15.-17. März 2017: Konferenz "Historical Praxeology. Quo vadis? An International Conference on Historical Practices"

8. und 9. September 2016: "Lebensbilder - Bilderleben. Fotografien als biografische Quellen"

  • Gemeinsamer Workshop des Instituts für Geschichte der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (Franziska Meifort) und der Forschungsstelle Osteuropa der Universität Bremen (Marcus Schönewald) in Bremen.
    Der Workshop "Lebensbilder – Bilderleben" thematisiert die Erkenntnismöglichkeiten und -grenzen fotografischer Quellen für die historische Biografieforschung und fragt nach der Beziehung von Bild und Leben. Inwiefern bilden sich vergangene Leben in Fotografien ab? Wie werden Fotografien in Auto-/Biographien eingesetzt und welche Botschaften, Konzepte und Vorstellungen vermitteln sie? Welche methodischen und theoretischen Zugänge bieten sich für die Geschichtswissenschaft an, um Fotografien als biografische Quellen nutzbar zu machen, damit sich ihre Verwendung nicht in Illustrationszwecken erschöpft?
    Zum Programm (pdf)

04.-06. Februar 2016: Konferenz "Transkulturelle Mehrfachzugehörigkeiten: Räume, Materialitäten, Erinnerungen"

23.-24. Oktober 2015: Tagung "Vorderfflik twistringhe unde twydracht" - Städtische Konflikte im Spätmittelalter

  • Auf der Tagung in Oldenburg soll es ebenso um den Bedeutungshorizont des Konfliktbegriffs und die rechtlichen Rahmenbedingungen der Zeit wie um die Konfliktdimensionen und Legitimations- und Delegitimationsstrategien der Beteiligten gehen. Nähere Informationen finden Sie hier.
    Tagungsort: Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
    Tagungsraum: Gebäude A14 1-111 (Senatssaal)

18./19. Juni 2015: Rundfunkgeschichten von "Flucht und Vertreibung"

  • Gemeinsamer Workshop des Instituts für Geschichte der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (Dr. habil. Stephan Scholz), der Forschungsstelle Mediengeschichte am Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg und der Juniorprofessur „Transnationale Wechselbeziehungen: Deutschland und das östliche Europa“ sowie dem Bukowina-Institut an der Universität Augsburg  am 18./19. Juni 2015 im Deutschen Rundfunkarchiv in Frankfurt/M.
    Wie klingt eine Flucht? Wie eine Ankunft in der Fremde? – „Flucht und Vertreibung“ Deutscher aus dem östlichen Europa am Ende und infolge des Zweiten Weltkriegs sind angesichts heutiger Zwangsmigrationen sowie des 70-jährigen Gedenkens an das Kriegsende äußerst aktuelle Themen. Wie griff das Radio Flucht, Vertreibung und Integration von etwa 12 Millionen Flüchtlingen, Vertriebenen und Umsiedlern nach 1945 in beiden deutschen Staaten auf? Welche Programmangebote entwickelten Radiomacher für die Vertriebenen und welche über sie? Wer waren die Akteure der einschlägigen Rundfunkprogramme?
    Auf einer Tagung am Deutschen Rundfunkarchiv in Frankfurt am Main kommen Zeithistorikerinnen und Zeithistoriker aus dem In- und Ausland mit Archivarinnen und Archivaren aus den Historischen Archiven der ARD-Rundfunkanstalten zusammen, um diese Fragen zu diskutieren. Die Veranstaltung wird finanziert und gefördert von der Staatsministerin für Kultur und Medien, dem Deutschen Historischen Institut Warschau und der Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv. Gastgeber des Workshops ist das Deutsche Rundfunkarchiv in Frankfurt am Main.

    Zum Programm (pdf)

18. Nov. 2014 - 07. Jan. 2015: Ausstellung "Wolkenkuckucksburg - Was wäre die Stadt ohne die Universität?"

  • Eine Ausstellung im Schlauen Haus Oldenburg (Schlossplatz 16) von Studierenden des Masterstudiengangs Museum und Ausstellung der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, vom 18.11.2014 bis 07.01.2015, 09:30 Uhr bis 18:00 Uhr.

06.-08. Oktober 2014: Konferenz "All At Sea: The Prize Papers as a Source for a Global Microhistory"

  • Die Konferenz findet statt an den National Archives, London.
    Organisatoren sind Prof. Dr. Dagmar Freist, Carl von Ossietzky Universtität Oldenburg, Caroline Kimbell, National Archives London, Roeloff van Holst, Hyugens Institute Den Haag mit Unterstützung des Deutschen Historischen Instituts, London, und dem Freundeskreis der National Archives, London.
    Weitere Informationen siehe Konferenzprogramm und Tagungsbericht.

27./28.06.2014: Internationale Tagung "Ehrregime: Akteure, Netzwerke und Praktiken lokaler Ehrungen im 19. und 20. Jahrhundert"

  • Im 19. und 20. Jahrhundert verleihen Regionen, Städte und Gemeinden Personen oder Gruppen vermehrt eine besondere Ehre. Die Tagung spürt solchen Praktiken des Ehrens bei der Benennung von Straßen oder Gebäuden, beim Setzen von Denkmälern und Gedenktafeln, bei der Verleihung von Medaillen oder Ehrenbürgerschaften nach, um neue Erkenntnisse zur Identitäts- und Geschichtspolitik vor Ort zu gewinnen.
    Die Tagung findet statt im Schlauen Haus Oldenburg (Schlossplatz 16, 26122 Oldenburg). Weitere Informationen mit dem vollständigen Programm der Tagung entnehmen Sie bitte dem Flyer.
    27. Juni 2014: Öffentlicher Abendvortrag zur Tagung "Ehrregime"
    Titel: Verlorene Ehre. Ehrungen im politischen Streit um Vergangenheit und Gegenwart [Plakat Download]
    Referent: Prof. Dr. Winfried Speitkamp

24. April 2014: Die NS-Vergangenheit früherer Mitglieder der Bremischen Bürgerschaft

  • In den letzten Jahren wurde in mehreren deutschen Landtagen, darunter auch in Niedersachsen, die NS-Vergangenheit der Abgeordneten wissenschaftlich untersucht. Dies war jetzt auch in Bremen der Fall, wo der Vorstand der Bremischen Bürgerschaft ein entsprechendes Forschungsprojekt in Auftrag gab. Im Wissenschaftlichen Beirat dieses Projekts saß u.a. auch der Oldenburger Historiker und Geschichtsdidaktiker Prof. Dr. Dietmar von Reeken.
    Die Ergebnisse dieses Projekts werden am 24. April im Rahmen eines Wissenschaftlichen Colloquiums der Öffentlichkeit vorgestellt. Informationen zu dem Colloquium finden Sie hier.

31.03.-03.04.2014: Internationale Konferenz "Der polnische Januaraufstand von 1863 - Verflechtungs- und Wahrnehmungsgeschichte"

  • In Zusammenarbeit mit dem Historischen Institut der Jagiellonischen Universität Krakau veranstaltet die Abteilung "Moderne osteuropäische Geschichte" des Instituts für Geschichte eine internationale Konferenz zum polnischen Januaraufstand von 1863 in Oldenburg im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3.
    Weitere Informationen mit dem vollständigen Programm der Konferenz entnehmen Sie bitte dem Flyer.
    Ein Abendvortrag findet am 31. März 2014 um 20 Uhr im Vortragssaal im Schloss statt. Weitere Informationen zum Vortrag finden Sie hier.

25. Oktober 2013: Tagung zur Oldenburgischen Regionalgeschichte: Oldenburg im Ersten Weltkrieg

  • Am Freitag, 25. Oktober 2013, 9-16 Uhr, veranstaltet die Arbeitsgemeinschaft Landes- und Regionalgeschichte in der Oldenburgischen Landschaft eine Tagung. Ort: Vortragssaal des Niederländischen Landesarchivs, Damm 43, 26135 Oldenburg. Die Tagung ist öffentlich (mit Anmeldung) - alle weiteren Infos finden Sie hier.

18.-19. Januar 2013: Tagung "Medien und Praktiken der Erinnerung an Flucht und Vertreibung"

  • Eine Tagung des Instituts für Geschichte der Carl v. Ossietzky-Universität Oldenburg in Kooperation mit
    - dem Deutschen Historischen Institut Warschau
    - der Nottingham Trent University
    - dem Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa Oldenburg.
    Seit fast sieben Jahrzehnten ist die Zwangsmigration der Deutschen am Ende und in der Folge des Zweiten Weltkrieges ein wichtiges Thema der deutschen Erinnerungskultur.
    Die Tagung mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Deutschland, England und Polen beschäftigt sich mit verschiedenen Erinnerungsmedien und -praktiken in ihrer Funktion als Speicher, Vehikel und Produzenten kollektiver Erinnerungen an Flucht und Vertreibung. Medien und Praktiken der Erinnerung konstituierten durch ihre spezifische Formen und Eigenlogiken die Geschichtsdeutungen wesentlich mit und beeinflussten die Reichweite und das Ausmaß ihrer Rezeption.
    Gefragt werden soll nach den jeweiligen medialen Spezifika und intermedialen Bezügen, nach Konjunkturen und Konflikten, Akteuren und Rezipienten.
    Die Tagung wird gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
    Das vollständige Tagungsprogramm ist einsehbar unter: http://www.staff.uni-oldenburg.de/stephan.scholz/61294.html
    Der Tagungs-Flyer kann als pdf abgerufen werden unter: http://www.staff.uni-oldenburg.de/stephan.scholz/download/Flyer.pdf
Webmaster (Stand: 11.09.2018)