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Ammerländer Heerstraße 114-118
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Promotionsprojekt

Praktiken, Poetiken und Autorschaft(en) in literarischen Weblogformaten

ABSTRACT

Praktiken der Selbst-Dokumentation und Selbst-Kreation scheinen momentan allgegenwärtig, nicht zuletzt auch in der Literatur. So ist diese zunehmend geprägt von literarischen autopoietischen Schreibweisen, beispielsweise von Weblogs, innerhalb derer sich Autor-Subjekte selbst-dokumentieren und -inszenieren – und damit erst im Schreiben ausbilden. Das Promotionsprojekt untersucht diese Praktiken der Selbst-Bildung in literarischen Weblogformaten ab der Jahrtausendwende und wendet sich damit den bisher marginalisierten spezifischen Schreibweisen im ‚Zeitalter‘ der Digitalisierung zu. Gegenwärtige Weblogs scheinen sich vor allem durch ihre Hybridität auszuzeichnen. In ihnen vermischen sich Gattungen, Medien sowie Fakt und Fiktion, womit sie ein transgenerisches, intermediales sowie autofiktionales Konglomerat bilden. Es ist zu überprüfen, ob und inwieweit diese Weblogformate somit als eine spezifische Form des ‚Über-Sich-Selbst-Schreibens‘ gelten können. Hierbei sollen die Praktiken der Autor-Subjekt-Bildung, im Speziellen die Schreibpraktiken des Dokumentierens und der Fiktionalisierung sowie die hiermit einhergehenden Praktiken der Selbst-Inszenierung, herausgearbeitet werden. Das Promotionsprojekt diskutiert mögliche gattungstypologische und medientheoretische Zugänge in Verknüpfung mit einer praxistheoretischen Methodik und entwickelt aus dieser Auseinandersetzung einen heuristischen Bezugsrahmen zur Analyse und Interpretation von Selbst-Bildungs-Praktiken und Gattungs-Spezifika in literarischen Weblogformaten.

Forschungsschwerpunkte

  • Gegenwartsliteratur
  • Autorschaftskonzepte und -theorien
  • Gattungstheorie/Gattungstypologie
  • Konzepte der Intermedialität
  • Praktiken des Schreibens
  • Krankheit und Literatur

Kurzbiografie

seit 08/2017

assoziierte Promovendin am DFG-Graduiertenkolleg ‚Selbstbildungen. Praktiken der Subjektivierung in historischer und interdisziplinärer Perspektive‘ an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

04/2017-09/2017

Lehrbeauftragte für besondere Aufgaben, Institut für Germanistik, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

seit 10/2016

Doktorandin der Neueren deutschen Literaturwissenschaft am Institut für Germanistik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

10/2014-09/2016

Masterstudium Germanistik an Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Schwerpunkt Literaturwissenschaft

10/2011-09/2014

Bachelorstudium Germanistik und Anglistik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Schwerpunkt Literatur- und Medienwissenschaft

Weitere wissenschaftliche Tätigkeiten

13.-14.09.2018

Organisation und wissenschaftliche Leitung des Workshops ‚Literarische Praktiken der Gegenwart. Autorschaft und autofiktionales Schreiben im digitalen Raum‘ [im Rahmen der Summer School des DFG-Graduiertenkollegs ‚Selbst-Bildungen. Praktiken der Subjektivierung‘ an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg]

seit 10/2017

Lehrbeauftragte des Instituts für Germanistik, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

10/2016-03/2017

wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Germanistik, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (bei Prof. Dr. Sabine Kyora)

04/2015-03/2016

Forschungsstudierende am DFG-Graduiertenkolleg ‚Selbst-Bildungen. Praktiken der Subjektivierung in historischer und interdisziplinärer Perspektive‘, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

10/2013 -09/2014

studentische Hilfskraft am Institut für Germanistik, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

10/2012-02/2015

Tutorin am Institut für Germanistik, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (zur Einführungsvorlesung ‚Literatur und Kultur‘ bei Prof. Dr. Sabine Doering / Prof. Dr. Sabine Kyora)

Lehre

Wintersemester 2018/2019

Basisseminar ‚Einführung in die Erzähltheorie: Literarische Narrative des Depressiven 1900/2000‘

Sommersemester 2017

Basisseminar Einführung in die Erzähltheorie: Tod und Krankheit in der Prosa des 21. Jahrhunderts
Aufbaumodul Tod und Krankheit in der Prosa des 21. Jahrhunderts

Wintersemester 2017/2018 Basisseminar Einführung in die Erzähltheorie – Geschlechterkonstruktionen in Prosatexten des 20. und 21. Jahrhunderts
 

Vorträge

26.10.2018

Sich gesundschreiben? – Bloggen als selbsttherapeutische Praktik in Mental Health Narrativen [Interdisziplinäre Tagung ‚Gesundheit erzählen. Ästhetik, Performanz und Ideologie seit 1800‘ am Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS) vom 25.-27.10.2018]

13.09.2018

„Das Leben als Roman begreifen“ – Praktiken und Poetiken in Alban Nikolai Herbsts Weblog Dschungel. Anderswelt [Workshop ‚Literarische Praktiken der Gegenwart. Autorschaft und autofiktionales Schreiben im digitalen Raum‘ des DFG-Graduiertenkollegs ‚Selbst-Bildungen. Praktiken der Subjektivierung‘ an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg vom 13.-14.09.2018]

07.09.2018

„weil ich außer meinem Namen nur wenige Dinge besitze“ – Das Dichtersubjekt zwischen Mangelerfahrung und Entfremdung in den Erzählungen Albert Ehrensteins [6. Internationale Konferenz des European Network for Avant-Garde and Modernism Studies ‚Realismen der Avantgarde‘ an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster vom 05.-07.09.2018]

25.07.2018

Praktiken und Poetiken literarischer Weblogformate [Summerschool ‚Genre Trouble – Poetik und Politik der Gattungen‘ der Friedrich Schlegel Graduiertenschule an der Freien Universität Berlin vom 22.-29.07.2018]

10.05.2018

'Autor-Subjekt 2.0? - Praktiken, Poetiken und Autorschaft in literarischen Weblogformaten' [Summerschool 'Rückkehr des Wirklichen? Neuer Realismus und Gegenwartsliteratur an der Eberhard Karls Universität Tübingen vom 09.-11.05.2018]

22.03.2018     

„dem eigenen Leben wie einem Roman zu Leibe zu rücken“ – Autopathographisches Schreiben als utopischer Selbst-Entwurf in Wolfgang Herrndorfs Blog Arbeit und Struktur [binationale Tagung ‚Anderswo im Anderswann – Autofiktion als Utopie‘ der WWU Münster und der RU Nijmegen vom 21.-23.03.2018]

10.03.2018

Literarische Weblogs als Sterbenarrative – Praktiken der (Re-)Subjektivierung in Wolfgang Herrndorfs Arbeit und Struktur [Doktorandenforum Kultur der Studienstiftung des deutschen Volkes, Wittenberg vom 09.-12.03.2018]

27.10.2017

‚Digitale Selbst-Bildungs-Praktiken zwischen Privatheit und Inszenierung in Wolfgang Herrndorfs Blog Arbeit und Struktur‘ [interdisziplinäre Tagung ‚Digitalität und Privatheit‘ an der Universität Passau vom 26.-28.10.2017]

13.09.2017

‚Digitales ‚Sich-Selbst-Schreiben‘ – Schreibstile des Autopoietischen in gegenwärtigen literarischen Weblogformaten‘ [internationaler Workshop ‚Stile des 21. Jahrhunderts. Praktiken – Probleme – Perspektiven‘ an der Universität Zürich vom 12.-14.9.2017]

Publikationen

Stile und Praktiken des Autopoietischen in literarischen Weblogs – Digitales ‚Sich-Selbst-Schreiben‘ bei Alban Nikolai Herbst, Joachim Lottmann und Aléa Torik. In: Orbis Litterarum (angenommen).

„Ich erfinde nichts, ist alles, was ich sagen kann.“ Praktiken der Subjektivierung zwischen Privatheit und Inszenierung in Wolfgang Herrndorfs Blog Arbeit und Struktur. In: Martin Hennig [u.a.] (Hrsg.): Digitalität und Privatheit. Bielefeld: transcript (angenommen).

Auszeichnungen

seit 11/2017

Promotionsstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes

02/2017 Preis der Fakultät III der Carl von Ossietzky Universität für herausragende Abschlussarbeiten
Webmaster (Stand: 17.10.2018)