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 ung-wissenschaftlicher-evidenz
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SUMMARY:Der Auftritt. Performanz in der Wissenschaft und die Erzeugung wis
 senschaftlicher Evidenz
DESCRIPTION:Die Wissenschaft erforscht alles und jeden\, nur vor sich selb
 er macht sie Halt. In Studien zur Per-formanz beispielsweise werden alle m
 öglichen Professionen unter die Lupe genommen\, die Wis-senschaft selbst 
 glänzt durch Abwesenheit. Martin Kohli hat diese Haltung unter dem Diktum
  „Von uns selber schweigen wir“ zusammengefasst\, und Günter Burkart 
 hat begründet\, warum es keine Soziologie der Soziologie geben dürfe: Di
 e eigenen Grundlagen offenzulegen drohe\, ein Fach zu entauratisieren. Dar
 an ist im Lichte der Tabu-Forschung sicherlich etwas Wahres\, aus wissensc
 haftlicher Sicht lassen sich Forschungstabus allerdings nicht begründen. 
 Das Schweigen ist Selbstschutz. Wissenschaftliche Erkenntnisse haben unabh
 ängig von einem subjektiven „Ich“ zu bestehen\, um ihre „objektive“
  Geltung verteidigen zu können. Das Schweigen bedeutet aber auch Verschle
 ierung\, denn Ausschlüsse potenzieller WissenschaftlerInnen auf Grund soz
 ialer Kri-terien sind an der Tagesordnung\, ein glatter Verstoß gegen die
  Prinzipien der Wissenschaft\, dass allein Befähigung erlaubt\, „Wahrhe
 it“ zu produzieren. Die Wissenschaftssoziologie\, die die Grundlagen wis
 senschaftlicher Arbeit durchleuchtet\, hat die Bedeutung sozialer Prozesse
  für die Erkenntnisproduktion bereits seit längerem im Blick\, und die K
 örper und Praktiken der WissenschaftlerInnen seit neuestem auch. Stark ge
 rafft: Ein Wissen-schaftler (als geschlechts-etc.-neutral imaginiert) wend
 et nicht einfach sein Handwerkszeug an und gelangt dadurch zu Erkenntnis\,
  sondern Irgendjemand muss überhaupt in einem langen sozialen Prozess gef
 ormt werden und sich selbst formen zu einem Wissenschaftler\, zu einer spe
 zifi-schen „Persona“\, die lernt\, sich wie Ihresgleichen in einem Fel
 d zu bewegen\, zu sprechen\, zu handeln. Die Codes des Subsystems\, der Ha
 bitus des Feldes\, der Denkstil einer scientific commu-nity (auto-)formati
 eren diesen Irgendjemand zu Jemandem\, der als Wissenschaftler anerkannt w
 ird. Wer es schafft\, sich einzuschmiegen und einzuschreiben in die sozial
 en und professionellen Konventionen einer Gemeinschaft und zugleich eine h
 inreichende Originalität (und Qualität) beweist\, gehört dazu. Wem dies
  nicht zugeschrieben wird\, ist ausgeschlossen. Das Kollektiv legt durch A
 nerkennung und Ausschluss fest\, wer berechtigt sein wird\, als wissenscha
 ftlich anerkanntes Wissen zu produzieren. Performanz\, performance\, self 
 fashioning gehören zu den wichtigsten Instrumenten\, sich hinein-zuarbeit
 en oder aus der Wissenschaft herauszuschießen. Performanz ist mehr als nu
 r eine trügeri-sche Oberfläche. Durch den Auftritt setzt man sich vor al
 ler Augen der Prüfung aus\, ob man ein-gefügt ist. Ohne inhaltliche Qual
 ität wird man sich nicht lange in der Wissenschaft halten. Ohne Performan
 z kann man zwar wissenschaftliche Leistungen erbringen – wird aber von n
 otwendigen Ressourcen und Rezeption mehr oder weniger drastisch abgeschnit
 ten. Performanz substituiert nicht wissenschaftliche Qualität\, sie ist V
 oraussetzung und Werkzeug\, im Kollektiv der Gleichsubjektivierten das her
 vorzubringen\, was Professionelle anderer Subsysteme nicht vermö-gen: wis
 senschaftliche Wahrheit. Das macht sie zu einer paradoxen Sache: Performan
 z muss für alle sichtbar sein\, aber eigentlich unbemerkt bleiben\, um ih
 ren instrumentellen Charakter zu ver-schleiern. Von uns selber schweigen w
 ir und uns selber zeigen wir nicht – der geplante Workshop soll des-halb
  etwas unkonventioneller angelegt sein\, um das Phänomen durch Kunstgriff
 e in den Griff zu bekommen. Ideal wäre es\, wenn der Workshop eine intens
 ive Diskussion über Disziplingrenzen und Medientypen hinweg\, changierend
  zwischen Analyse und Alltagsbericht\, Text und Bild und Körper und Auftr
 itt\, in Gang setzen würde\, um die Subjektform „Wissenschaftler“ zu 
 ihrem Recht kommen zu lassen. Ideal wäre es auch\, wenn aus der Tagung ei
 ne Publikation hervorgehen könnte\, die genau diese Vielfältigkeit abbil
 deten.\nProgramm:\nDo.\, 3.5.201814.30-15.45 Begrüßung Einführung: Perf
 ormanz → Evidenz. Der Auftritt in der Wissenschaft (Etzemüller)15.45-17
 .00„Whenever she came in\, the thing developed into a party“: Eileen P
 ower’s persona construction during the heyday of her career (Wal) Zwisch
 en Homestory und Bildagentur: Wie Wissenschaft sich (und ihre Familie) run
 d um die Universität präsentiert (Timm) DiskussionPause17.15-18.00   P
 erformative Spiegelungen: (Selbst-)Inszenierungen von KunsthistorikerInnen
 \, KünstlerInnen\, WissenschaftlerInnen in der Gegenwartskunst (Zimmerman
 n) DiskussionAbendessen Fr.\, 4.5.201809.00-10.15  Repräsentationen von
  Macht und Geschlecht in der Wissenschaft (Beaufaÿs) Zur performativen He
 rstellung akademischer Subjekte in Berufungsverfahren (Hamann) DiskussionP
 ause10.45-12.00   Anti-Professorale Professorabilität. Über den Habitu
 s der Nach-Achtundsechziger (Alkemeyer) Professor spielen. Ein Selbstversu
 ch (Demandt) DiskussionPause 12.15-13.00   Performanz und performance: R
 ichard Buckminster Fuller denkt laut über sein Leben nach (Kuchenbuch) Di
 skussionMittagspause14.00-15.00 Gesprächsrunde: N.N.\, David Ausserhofer\
 , Horst Bredekamp und Dieter Simon über Darstellung und Stilisierung von 
 Wissenschaftlern in FotografienPause15.15-16.30    „Vielen Dank für 
 Ihren anregenden Vortrag...“ Darstellungen des Praktikenkomplexes Tagung
  in deutschsprachiger Universitätsprosa der Gegenwart (Deigert) Anfänger
 fehler\, Fehlbesetzung. Zum Verhältnis von Autorin und  Erzählinstanz i
 n Vorlesesituationen (Vöcklinghaus) DiskussionPause17.00-17.45 Abgelesen.
  Der wissenschaftliche Vortrag als performative Prognose (Peters) Diskussi
 on17.45-18.45 Filmvorführung und DiskussionAbendessen Sa.\, 5.5.201809.0
 0-10.15  Zur Mimesis einer Disziplin und ihrer Scientific community. Beob
 achtungen am Beispiel der „Volks-Kunde“ (Nikitsch) Der weiße Kittel a
 ls symbolische Objektivation der Wissenschaftskultur in unterschiedlichen 
 Handlungszusammenhängen (Papierz) DiskussionPause10.45-12.00 Initiationsr
 ituale wider Willen. Der Körper des Ethnologen an der Schwelle zum Text (
 Bertrams) WissenschaftlerInnen\, singend: Schnittstellen wissenschaftliche
 r und musikalischer Performanz in Wissenschaftsopern (Langenbruch)  Disku
 ssionPause12.15-13.00Performanz kann man lernen. Zur akademischen Coaching
 -Industrie (Griem) Diskussion13.00-13.30  AbschlussdiskussionMittagsessen
 /Abreise\nTeilnehmerInnen:\nAlkemeyer\, Prof. Dr. Thomas (Soziologie\, Uni
 v. Oldenburg)Ausserhofer\, David (Fotograf\, Berlin)Beaufaÿs\, Dr. Sandra
  (Soziologie\, GESIS\, Köln)Bertrams\, Björn (Germanistik\, Univ. Oldenb
 urg)Bredekamp\, Prof. Dr. Horst (Kunstgeschichte\, HU Berlin)Hoppe\, Dr. h
 .c. Felicitas (Schriftstellerin\, Berlin)Deigert\, Sabrina (Erziehungswiss
 enschaften\, Univ. Oldenburg)Demand\, Dr. Christian (Chefredakteur „Merk
 ur“\, Berlin)Eichler\, Roman (Soziologe\, Fotograf\, Oldenburg)Etzemüll
 er\, apl. Prof. Dr. Thomas (Geschichtswissenschaft\, Univ. Oldenburg)Griem
 \, Prof. Dr. Julika (Anglistik\, Univ. Frankfurt/Main)Hamann\, Dr. Julian 
 (Soziologie\, Univ. Bonn)Kuchenbuch\, Dr. David (Geschichtswissenschaft\, 
 Univ. Gießen)Langenbruch\, Dr. Anna (Musikwissenschaft\, Univ. Oldenburg)
 Nikitsch\, Dr. Herbert (Europäische Ethnologie\, Univ. Wien)N.N. (Fotogra
 fIn)Papierz\, Zuzanna (Kunst und Materielle Kultur\, TU Dortmund)Peters\, 
 Dr. Sybille (Medienwissenschaft\, Univ. Gießen)Simon\, Prof. em. Dr. Diet
 er (ehem. Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaf
 ten\, Berlin)Timm\, Prof. Dr. Elisabeth (Europäische Ethnologie\, Univ. M
 ünster)Wal\, Rozemarijn van de (Geschichtswissenschaft\, Univ. Groningen)
 Zimmermann\, PD Dr. Anja (Kunstgeschichte\, Univ. Oldenburg)  Finanziert d
 urch:\nThyssen-Stiftung\, Apostelnkloster 13-15\, KölnDFG-Graduiertenkoll
 eg "Selbst-Bildungen"\n Verbindliche Anmeldung erbeten bis 31.3.2018 unter
  thomas.etzemueller@uol.de
X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:<p>Die Wissenschaft erforscht alles und jeden
 \, nur vor sich selber macht sie Halt. In Studien zur Per-formanz beispiel
 sweise werden alle möglichen Professionen unter die Lupe genommen\, die W
 is-senschaft selbst glänzt durch Abwesenheit. Martin Kohli hat diese Halt
 ung unter dem Diktum „Von uns selber schweigen wir“ zusammengefasst\, 
 und Günter Burkart hat begründet\, warum es keine Soziologie der Soziolo
 gie geben dürfe: Die eigenen Grundlagen offenzulegen drohe\, ein Fach zu 
 entauratisieren. Daran ist im Lichte der Tabu-Forschung sicherlich etwas W
 ahres\, aus wissenschaftlicher Sicht lassen sich Forschungstabus allerding
 s nicht begründen. Das Schweigen ist Selbstschutz. Wissenschaftliche Erke
 nntnisse haben unabhängig von einem subjektiven „Ich“ zu bestehen\, u
 m ihre „objektive“ Geltung verteidigen zu können. Das Schweigen bedeu
 tet aber auch Verschleierung\, denn Ausschlüsse potenzieller Wissenschaft
 lerInnen auf Grund sozialer Kri-terien sind an der Tagesordnung\, ein glat
 ter Verstoß gegen die Prinzipien der Wissenschaft\, dass allein Befähigu
 ng erlaubt\, „Wahrheit“ zu produzieren. Die Wissenschaftssoziologie\, 
 die die Grundlagen wissenschaftlicher Arbeit durchleuchtet\, hat die Bedeu
 tung sozialer Prozesse für die Erkenntnisproduktion bereits seit längere
 m im Blick\, und die Körper und Praktiken der WissenschaftlerInnen seit n
 euestem auch. Stark gerafft: Ein Wissen-schaftler (als geschlechts-etc.-ne
 utral imaginiert) wendet nicht einfach sein Handwerkszeug an und gelangt d
 adurch zu Erkenntnis\, sondern Irgendjemand muss überhaupt in einem lange
 n sozialen Prozess geformt werden und sich selbst formen zu einem Wissensc
 haftler\, zu einer spezifi-schen „Persona“\, die lernt\, sich wie Ihre
 sgleichen in einem Feld zu bewegen\, zu sprechen\, zu handeln. Die Codes d
 es Subsystems\, der Habitus des Feldes\, der Denkstil einer scientific com
 mu-nity (auto-)formatieren diesen Irgendjemand zu Jemandem\, der als Wisse
 nschaftler anerkannt wird. Wer es schafft\, sich einzuschmiegen und einzus
 chreiben in die sozialen und professionellen Konventionen einer Gemeinscha
 ft und zugleich eine hinreichende Originalität (und Qualität) beweist\, 
 gehört dazu. Wem dies nicht zugeschrieben wird\, ist ausgeschlossen. Das 
 Kollektiv legt durch Anerkennung und Ausschluss fest\, wer berechtigt sein
  wird\, als wissenschaftlich anerkanntes Wissen zu produzieren. Performanz
 \, performance\, self fashioning gehören zu den wichtigsten Instrumenten\
 , sich hinein-zuarbeiten oder aus der Wissenschaft herauszuschießen. Perf
 ormanz ist mehr als nur eine trügeri-sche Oberfläche. Durch den Auftritt
  setzt man sich vor aller Augen der Prüfung aus\, ob man ein-gefügt ist.
  Ohne inhaltliche Qualität wird man sich nicht lange in der Wissenschaft 
 halten. Ohne Performanz kann man zwar wissenschaftliche Leistungen erbring
 en – wird aber von notwendigen Ressourcen und Rezeption mehr oder wenige
 r drastisch abgeschnitten. Performanz substituiert nicht wissenschaftliche
  Qualität\, sie ist Voraussetzung und Werkzeug\, im Kollektiv der Gleichs
 ubjektivierten das hervorzubringen\, was Professionelle anderer Subsysteme
  nicht vermö-gen: wissenschaftliche Wahrheit. Das macht sie zu einer para
 doxen Sache: Performanz muss für alle sichtbar sein\, aber eigentlich unb
 emerkt bleiben\, um ihren instrumentellen Charakter zu ver-schleiern. Von 
 uns selber schweigen wir und uns selber zeigen wir nicht – der geplante 
 Workshop soll des-halb etwas unkonventioneller angelegt sein\, um das Phä
 nomen durch Kunstgriffe in den Griff zu bekommen. Ideal wäre es\, wenn de
 r Workshop eine intensive Diskussion über Disziplingrenzen und Medientype
 n hinweg\, changierend zwischen Analyse und Alltagsbericht\, Text und Bild
  und Körper und Auftritt\, in Gang setzen würde\, um die Subjektform „
 Wissenschaftler“ zu ihrem Recht kommen zu lassen. Ideal wäre es auch\, 
 wenn aus der Tagung eine Publikation hervorgehen könnte\, die genau diese
  Vielfältigkeit abbildeten.</p>\n<p class="align-center"><strong>Programm
 :</strong></p>\n<table><tbody><tr><td><strong>Do.\, 3.5.2018</strong></td>
 <td></td></tr><tr><td></td><td></td></tr><tr><td>14.30-15.45 </td><td><p c
 lass="MsoNormal">Begrüßung</p> <p class="MsoNormal">Einführung: Perform
 anz → Evidenz. Der Auftritt in der Wissenschaft (Etzemüller)</p></td></
 tr><tr><td><span lang="EN-US">15.45-17.00</span></td><td><p><span lang="EN
 -US"></span>„<span lang="EN-GB">Whenever she came in\, the thing develop
 ed into a party“: Eileen Power’s persona construction during the heyda
 y of her career</span><span lang="EN-GB"> </span><span lang="EN-US">(Wal)<
 /span> </p><p class="MsoNormal">Zwischen Homestory und Bildagentur: Wie Wi
 ssenschaft sich (und ihre Familie) rund um die Universität präsentiert (
 Timm)</p> <p class="MsoNormal">Diskussion</p></td></tr><tr><td><em>Pause</
 em></td><td></td></tr><tr><td>17.15-18.00&nbsp\;&nbsp\; </td><td><p>Perfor
 mative Spiegelungen: (Selbst-)Inszenierungen von KunsthistorikerInnen\, Kü
 nstlerInnen\, WissenschaftlerInnen in der Gegenwartskunst (Zimmermann) </p
 ><p class="MsoNormal">Diskussion</p></td></tr><tr><td><em>Abendessen</em><
 /td><td></td></tr><tr><td><p>&nbsp\;</p><p><strong>Fr.\, 4.5.2018</strong>
 </p></td><td></td></tr><tr><td>09.00-10.15&nbsp\; </td><td><p class="MsoNo
 rmal">Repräsentationen von Macht und Geschlecht in der Wissenschaft (Beau
 faÿs)</p> <p class="MsoNormal">Zur performativen Herstellung akademischer
  Subjekte in Berufungsverfahren (Hamann)</p> <p class="MsoNormal">Diskussi
 on</p></td></tr><tr><td><em>Pause</em></td><td></td></tr><tr><td>10.45-12.
 00&nbsp\;&nbsp\; </td><td><p class="MsoNormal">Anti-Professorale Professor
 abilität. Über den Habitus der Nach-Achtundsechziger (Alkemeyer)</p> <p 
 class="MsoNormal">Professor spielen. Ein Selbstversuch (Demandt)</p> <p cl
 ass="MsoNormal">Diskussion</p></td></tr><tr><td><em>Pause</em></td><td></t
 d></tr><tr><td> 12.15-13.00&nbsp\;&nbsp\; </td><td><p>Performanz und <em>p
 erformance</em>: Richard Buckminster Fuller denkt laut über sein Leben na
 ch (Kuchenbuch) </p><p class="MsoNormal">Diskussion</p></td></tr><tr><td><
 em>Mittagspause</em></td><td></td></tr><tr><td>14.00-15.00 </td><td>Gesprä
 chsrunde: N.N.\, David Ausserhofer\, Horst Bredekamp und Dieter Simon übe
 r Darstellung und Stilisierung von Wissenschaftlern in Fotografien</td></t
 r><tr><td><p><em>Pause</em></p></td><td></td></tr><tr><td>15.15-16.30&nbsp
 \;&nbsp\;&nbsp\; </td><td><p class="MsoNormal">„Vielen Dank für Ihren a
 nregenden Vortrag...“ Darstellungen des Praktikenkomplexes Tagung in deu
 tschsprachiger Universitätsprosa der Gegenwart (Deigert)</p> <p>Anfänger
 fehler\, Fehlbesetzung. Zum Verhältnis von Autorin und&nbsp\; <br />Erzä
 hlinstanz in Vorlesesituationen (Vöcklinghaus)</p> <p class="MsoNormal">D
 iskussion</p></td></tr><tr><td><em>Pause</em></td><td></td></tr><tr><td>17
 .00-17.45 </td><td><p class="MsoNormal">Abgelesen. Der wissenschaftliche V
 ortrag als performative Prognose (Peters)</p> <p class="MsoNormal">Diskuss
 ion</p></td></tr><tr><td>17.45-18.45 </td><td>Filmvorführung und Diskussi
 on</td></tr><tr><td><em>Abendessen</em></td><td></td></tr><tr><td><p>&nbsp
 \;</p><p><strong>Sa.\, 5.5.2018</strong></p></td><td></td></tr><tr><td>09.
 00-10.15&nbsp\; </td><td><p class="MsoNormal">Zur Mimesis einer Disziplin 
 und ihrer Scientific community. Beobachtungen am Beispiel der „Volks-Kun
 de“ (Nikitsch)</p> <p class="MsoNormal">Der weiße Kittel als symbolisch
 e Objektivation der Wissenschaftskultur in unterschiedlichen Handlungszusa
 mmenhängen (Papierz)</p> <p class="MsoNormal">Diskussion</p></td></tr><tr
 ><td><em>Pause</em></td><td></td></tr><tr><td>10.45-12.00 </td><td><p clas
 s="MsoNormal">Initiationsrituale wider Willen. Der Körper des Ethnologen 
 an der Schwelle zum Text (Bertrams)</p> <p class="MsoNormal">Wissenschaftl
 erInnen\, singend: Schnittstellen wissenschaftlicher und musikalischer Per
 formanz in Wissenschaftsopern (Langenbruch)</p> <p class="MsoNormal">&nbsp
 \;Diskussion</p></td></tr><tr><td><em>Pause</em></td><td></td></tr><tr><td
 >12.15-13.00</td><td><p class="MsoNormal">Performanz kann man lernen. Zur 
 akademischen Coaching-Industrie (Griem)</p> <p class="MsoNormal">Diskussio
 n</p></td></tr><tr><td>13.00-13.30&nbsp\; </td><td>Abschlussdiskussion</td
 ></tr><tr><td><em>Mittagsessen/Abreise</em></td><td></td></tr></tbody></ta
 ble>\n<p class="align-center"><strong>TeilnehmerInnen:</strong></p>\n<p>Al
 kemeyer\, Prof. Dr. Thomas (Soziologie\, Univ. Oldenburg)Ausserhofer\, Dav
 id (Fotograf\, Berlin)Beaufaÿs\, Dr. Sandra (Soziologie\, GESIS\, Köln)B
 ertrams\, Björn (Germanistik\, Univ. Oldenburg)Bredekamp\, Prof. Dr. Hors
 t (Kunstgeschichte\, HU Berlin)Hoppe\, Dr. h.c. Felicitas (Schriftstelleri
 n\, Berlin)Deigert\, Sabrina (Erziehungswissenschaften\, Univ. Oldenburg)D
 emand\, Dr. Christian (Chefredakteur „Merkur“\, Berlin)Eichler\, Roman
  (Soziologe\, Fotograf\, Oldenburg)Etzemüller\, apl. Prof. Dr. Thomas (Ge
 schichtswissenschaft\, Univ. Oldenburg)Griem\, Prof. Dr. Julika (Anglistik
 \, Univ. Frankfurt/Main)Hamann\, Dr. Julian (Soziologie\, Univ. Bonn)Kuche
 nbuch\, Dr. David (Geschichtswissenschaft\, Univ. Gießen)Langenbruch\, Dr
 . Anna (Musikwissenschaft\, Univ. Oldenburg)Nikitsch\, Dr. Herbert (Europä
 ische Ethnologie\, Univ. Wien)N.N. (FotografIn)Papierz\, Zuzanna (Kunst un
 d Materielle Kultur\, TU Dortmund)Peters\, Dr. Sybille (Medienwissenschaft
 \, Univ. Gießen)Simon\, Prof. em. Dr. Dieter (ehem. Präsident der Berlin
 -Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften\, Berlin)Timm\, Prof. Dr. E
 lisabeth (Europäische Ethnologie\, Univ. Münster)Wal\, Rozemarijn van de
  (Geschichtswissenschaft\, Univ. Groningen)Zimmermann\, PD Dr. Anja (Kunst
 geschichte\, Univ. Oldenburg)  Finanziert durch:</p>\n<ul><li>Thyssen-Stif
 tung\, Apostelnkloster 13-15\, Köln</li><li>DFG-Graduiertenkolleg &quot\;
 Selbst-Bildungen&quot\;</li></ul>\n <strong><em>Verbindliche </em>Anmeldun
 g </strong>erbeten bis<strong> 31.3.2018 </strong>unter<strong> </strong><
 a href="mailto:thomas.etzemueller@uol.de">thomas.etzemueller@uol.de</a>
LOCATION:Köln\, Thyssen-Stiftung
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SUMMARY:"Literarische Praktiken der Gegenwart. Autorschaft und autofiktion
 ales Schreiben im digitalen Raum"
DESCRIPTION:Literarisches Schreiben im 21. Jahrhundert ist mit Blick auf d
 ie Veränderungen der Produktions- und Distributionsbedingungen durch die 
 digitalen Medien\, allen voran durch das Internet\, zu betrachten. So sind
  gegenwärtige literarische Formate\, wie Hyperfiction\, kollaborative Mit
 schreibeprojekte\, Weblogs oder Klein(st)formen wie Facebook- und Twitter-
 Literatur\, durch den gegebenen digitalen Rahmen geprägt. Gleichzeitig er
 scheinen literarische Texte im digitalen Raum oftmals als autobiographisch
  oder autofiktional\, wenn sich Autor*innen als Figuren in diese einschrei
 ben. Die Möglichkeiten des Digitalen beeinflussen zudem die schriftstelle
 rischen Inszenierungspraktiken und die Konzepte von Autorschaft. Nicht zul
 etzt thematisiert und verhandelt auch die gegenwärtige nicht-digitale Lit
 eratur Autorschaft und literarisches Schreiben unter den Bedingungen des D
 igitalen. Im Workshop sollen diese verschiedenen literarischen Praktiken d
 er Gegenwart herausgearbeitet und diskutiert werden. Hierbei stehen die Fr
 agen im Vordergrund\, ob und welche spezifischen literarischen Praktiken 
 des Digitalen es gibt\, inwieweit diese auf andere literarische Praktiken 
 und Verfahren referieren und schließlich\, wie diese Praktiken theoretis
 ch gefasst werden können. Damit ist zugleich auch nach den Grenzen und de
 n Übergängen literarischer Praktiken zu anderen medialen Praktiken zu fr
 agen. Der Workshop nähert sich den hier aufgerufenen Problemstellungen au
 s einer interdisziplinären Perspektive\, wobei einerseits literatur-\, ku
 ltur- und medienwissenschaftliche Betrachtungsweisen und andererseits prax
 istheoretische und historische Perspektiven im Fokus stehen. Der zweitägi
 ge Workshop lädt Nachwuchswissenschaftler*innen ein\, auf der Grundlage 3
 0minütiger Vorträge und anschließender Diskussionen über literarische 
 Praktiken im digitalen Raum nachzudenken und sich auszutauschen\, hierbei 
 ist der Workshop explizit als Forschungswerkstatt gedacht. Die Teilnahme v
 on Promovend*innen und Post-Docs ist ausdrücklich erwünscht. Ergänzt we
 rden die beiden Workshop-Tage durch einen öffentlichen Abendvortrag: "<li
 nk graduiertenkolleg-selbst-bildungen/termine/termin-einzelansicht/cal/dig
 ital-life-narratives-kommunikation-interaktion-und-spiel-als-bausteine-ein
 er-digitalen-existenz/event/>Digital Life Narratives: Kommunikation\, Inte
 raktion und Spiel als Bausteine einer digitalen Existenz</link>" von Dr. 
 Innokentij Kreknin (Technische Universität Dortmund). \nProgramm\nDonners
 tag\, 13.09ZeitProgrammpunkt09:15Begrüßung und EinführungPanel IMethodi
 sche Betrachtung09:30Dr. Martin Hennig (Passau): Kollektive Zeichenräume
  -  Die Semiosphäre als Analysemodell literarischer Diskurse im/des Digi
 talen10:30Kaffeepause11:00Ella Margaretha Karnatz (Oldenburg): Zur Analys
 e von Webauftritten von Schriftstellerinnen und Schriftstellern - methodis
 che Überlegungen12:00MittagessenPanel IIAutorschaft13:00Dr. Jeanine Tusch
 ling-Langewand (Hagen): Die Autormaschine. Digitale Autorschaft und küns
 tliche Intelligenz in Clemens J. Setz‘ „BOT. Gespräch ohne Autor“ 
 14:00Elisabeth Michelbach (Göttingen): „… das tut der Tante Hedi doc
 h weh!“ Pseudonyme Autorschaft im autobiografischen Blog Melancholie Mod
 este15:00KaffeepausePanel IIIFormen15:30Marcella Fassio (Oldenburg): „D
 as Leben als Roman begreifen“ – Praktiken und Poetiken in Alban Nikola
 i Herbsts Weblog Dschungel. Anderswelt16:30Dr. Alexander Chertenko (Berlin
 ): Mit Facebook im Krieg. Digitale Blogs im nicht-digitalen Medium des Bu
 ches (am Beispiel von Boris Chersonskijs „Das offene Tagebuch“ und Ole
 na Stepovas „Alles wird die Ukraine sein oder Die Geschichten aus der AT
 O-Zone“)17:30Pause18:30Keynote (Schlaues Haus\, Schlossplatz 16)\, Dr. I
 nnokentij Kreknin (Dortmund): Digital Life Narratives: Kommunikation\, In
 teraktion und Spiel als Bausteine einer digitalen Existenz 20:00Abendesse
 n\n ____________ \nFreitag\, 14.09Panel IVVerfahren09:30Dr. Lena Hoffmann 
 (Köln): Digitales Erzählen als lektürelenkende Strategie. Interferenze
 n von Wolfgang Herrndorfs Weblog Arbeit und Struktur und dem Erfolgs-Roman
  Tschick10:30Judith Niehaus (Hamburg):Autofiktion und typographische Verfa
 hren im digitalen Zeitalter 11:30Kaffeepause12:00Laura Basten (Leipzig): 
 “Language that floats freely in space”. Raymond Federman's 'Surfiction
 '-Literatur und sein Weblog13:00Mittagspause14:00AbschlussdiskussionAb 15:
 00Abreise\nOrganisatorin\n Marcella Fassio ist Doktorandin der Neueren De
 utschen Literaturwissenschaft zum Thema Praktiken\, Poetiken und Autorsch
 aft in literarischen Weblogformaten am Institut für Germanistik der Carl
  von Ossietzky Universität Oldenburg. Seit Herbst 2017 ist sie assoziiert
 e Promovendin am GRK ‚Selbst-Bildungen. Praktiken der Subjektivierung‘
  und Promotionsstipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes. Ihre
  Forschungsschwerpunkte sind u.a. Gegenwartsliteratur\, Konzepte/Theorien 
 der Autorschaft und Intermedialität\, Gattungstheorie\, Literatur und Kra
 nkheit. \nANMELDUNG\n Die Veranstaltung ist öffentlich. Ihre Anmeldung ri
 chten Sie bitte an die Organisatorin. \nWEITERE INFORMATIONEN\n zu der Sum
 mer School des Graduiertenkollegs finden Sie unter:  https://uol.de/r/3te
 -gk-summerschool      
X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:Literarisches Schreiben im 21. Jahrhundert is
 t mit Blick auf die Veränderungen der Produktions- und Distributionsbedin
 gungen durch die digitalen Medien\, allen voran durch das Internet\, zu be
 trachten. So sind gegenwärtige literarische Formate\, wie Hyperfiction\, 
 kollaborative Mitschreibeprojekte\, Weblogs oder Klein(st)formen wie Faceb
 ook- und Twitter-Literatur\, durch den gegebenen digitalen Rahmen geprägt
 . Gleichzeitig erscheinen literarische Texte im digitalen Raum oftmals als
  autobiographisch oder autofiktional\, wenn sich Autor*innen als Figuren i
 n diese einschreiben. Die Möglichkeiten des Digitalen beeinflussen zudem 
 die schriftstellerischen Inszenierungspraktiken und die Konzepte von Autor
 schaft. Nicht zuletzt thematisiert und verhandelt auch die gegenwärtige n
 icht-digitale Literatur Autorschaft und literarisches Schreiben unter den 
 Bedingungen des Digitalen. Im Workshop sollen diese verschiedenen literari
 schen Praktiken der Gegenwart herausgearbeitet und diskutiert werden. Hier
 bei stehen die Fragen im Vordergrund\, ob und welche&nbsp\;spezifischen li
 terarischen Praktiken des Digitalen es gibt\, inwieweit diese auf andere l
 iterarische Praktiken und Verfahren&nbsp\;referieren und schließlich\, wi
 e diese Praktiken theoretisch gefasst werden können. Damit ist zugleich a
 uch nach den Grenzen und den Übergängen literarischer Praktiken zu ander
 en medialen Praktiken zu fragen. Der Workshop nähert sich den hier aufger
 ufenen Problemstellungen aus einer interdisziplinären Perspektive<strong>
 </strong>\, wobei einerseits literatur-\, kultur- und medienwissenschaftli
 che Betrachtungsweisen und andererseits praxistheoretische und historische
  Perspektiven im Fokus stehen. Der zweitägige Workshop lädt Nachwuchswis
 senschaftler*innen ein\, auf der Grundlage 30minütiger Vorträge und ansc
 hließender Diskussionen über literarische Praktiken im digitalen Raum na
 chzudenken und sich auszutauschen\, hierbei ist der Workshop explizit als 
 Forschungswerkstatt gedacht. Die Teilnahme von Promovend*innen und Post-Do
 cs ist ausdrücklich erwünscht. Ergänzt werden die beiden Workshop-Tage 
 durch einen öffentlichen Abendvortrag: &quot\;&lt\;link graduiertenkolleg
 -selbst-bildungen/termine/termin-einzelansicht/cal/digital-life-narratives
 -kommunikation-interaktion-und-spiel-als-bausteine-einer-digitalen-existen
 z/event/&gt\;Digital Life Narratives: Kommunikation\, Interaktion und Spie
 l als Bausteine einer digitalen Existenz&lt\;/link&gt\;&quot\; von&nbsp\;<
 a class="external-link-new-window" href="http://www.germanistik.tu-dortmun
 d.de/cms/de/Personal/Alphabetische-Liste/Wissenschaftliche-Mitarbeiterinne
 n-und-Mitarbeiter/Kreknin.html">Dr. Innokentij Kreknin (Technische Univers
 ität Dortmund)</a>. \n<h3><strong>Programm</strong></h3>\n<table><thead><
 tr><th><h4>Donnerstag\, 13.09</h4></th><th></th></tr></thead><tbody><tr><t
 d><p><strong>Zeit</strong></p></td><td><strong>Programmpunkt</strong></td>
 </tr><tr><td>09:15</td><td><p>Begrüßung und Einführung</p></td></tr><tr
 ><td><p><em><strong>Panel I</strong></em></p></td><td><em><strong>Methodis
 che Betrachtung</strong></em></td></tr><tr><td>09:30</td><td><p>Dr. Martin
  Hennig (Passau):&nbsp\;<em>Kollektive Zeichenräume -&nbsp\; Die Semiosph
 äre als Analysemodell literarischer Diskurse im/des Digitalen</em></p></t
 d></tr><tr><td>10:30</td><td><p>Kaffeepause</p></td></tr><tr><td>11:00</td
 ><td><p>Ella Margaretha Karnatz (Oldenburg):&nbsp\;<em>Zur Analyse von Web
 auftritten von Schriftstellerinnen und Schriftstellern - methodische Über
 legungen</em></p></td></tr><tr><td>12:00</td><td><p>Mittagessen</p></td></
 tr><tr><td><em><strong>Panel II</strong></em></td><td><p><strong><em>Autor
 schaft</em></strong></p></td></tr><tr><td>13:00</td><td><p>Dr. Jeanine Tus
 chling-Langewand (Hagen):&nbsp\;<em>Die Autormaschine. Digitale Autorschaf
 t und künstliche Intelligenz in Clemens J. Setz‘ „BOT. Gespräch ohne
  Autor“&nbsp\;<br /></em></p></td></tr><tr><td>14:00</td><td><p>Elisabet
 h Michelbach (Göttingen):&nbsp\;<em>„… das tut der Tante Hedi doch we
 h!“ Pseudonyme Autorschaft im autobiografischen Blog </em>Melancholie Mo
 deste</p></td></tr><tr><td>15:00</td><td><p>Kaffeepause</p></td></tr><tr><
 td><p><em><strong>Panel III</strong></em></p></td><td><strong><em>Formen</
 em></strong></td></tr><tr><td>15:30</td><td><p>Marcella Fassio (Oldenburg)
 :&nbsp\;<em>„Das Leben als Roman begreifen“ – Praktiken und Poetiken
  in Alban Nikolai Herbsts Weblog</em> Dschungel. Anderswelt</p></td></tr><
 tr><td>16:30</td><td><p>Dr. Alexander Chertenko (Berlin):&nbsp\;<em>Mit Fa
 cebook im Krieg. Digitale Blogs im nicht-digitalen Medium des Buches (am B
 eispiel von Boris Chersonskijs „Das offene Tagebuch“ und Olena Stepova
 s „Alles wird die Ukraine sein oder Die Geschichten aus der ATO-Zone“)
 </em></p></td></tr><tr><td>17:30</td><td><p>Pause</p></td></tr><tr><td>18:
 30</td><td><p>Keynote (Schlaues Haus\, Schlossplatz 16)\, Dr. Innokentij K
 reknin (Dortmund):&nbsp\;<em>Digital Life Narratives: Kommunikation\, Inte
 raktion und Spiel als Bausteine einer digitalen Existenz&nbsp\;<br /></em>
 </p></td></tr><tr><td>20:00</td><td>Abendessen</td></tr></tbody></table>\n
  ____________ \n<table><thead><tr><th><h4>Freitag\, 14.09</h4></th><th></t
 h></tr></thead><tbody><tr><td><p><em><strong>Panel IV</strong></em></p></t
 d><td><p><em><strong>Verfahren</strong></em></p></td></tr><tr><td><p>09:30
 </p></td><td><p>Dr. Lena Hoffmann (Köln):&nbsp\;<em>Digitales Erzählen a
 ls lektürelenkende Strategie. Interferenzen von Wolfgang Herrndorfs Weblo
 g </em>Arbeit und Struktur<em> und dem Erfolgs-Roman </em>Tschick</p></td>
 </tr><tr><td>10:30</td><td><p>Judith Niehaus (Hamburg):<em>Autofiktion und
  typographische Verfahren im digitalen Zeitalter</em></p><p class="MsoNorm
 al"> </p></td></tr><tr><td><p>11:30</p></td><td>Kaffeepause</td></tr><tr><
 td><p>12:00</p></td><td><p>Laura Basten (Leipzig):&nbsp\;<em><span lang="E
 N-US">“Language that floats freely in space”. </span>Raymond Federman'
 s 'Surfiction'-Literatur und sein Weblog</em></p></td></tr><tr><td>13:00</
 td><td><p>Mittagspause</p></td></tr><tr><td rowspan="1">14:00</td><td rows
 pan="1"><p>Abschlussdiskussion</p></td></tr><tr><td rowspan="1">Ab 15:00</
 td><td rowspan="1">Abreise</td></tr></tbody></table>\n<h3><strong>Organisa
 torin</strong></h3>\n <strong><a href="t3://page?uid=53389">Marcella Fassi
 o&nbsp\;</a></strong>ist Doktorandin der Neueren Deutschen Literaturwissen
 schaft zum Thema&nbsp\;<em>Praktiken\, Poetiken und Autorschaft in literar
 ischen Weblogformaten</em>&nbsp\;am Institut für Germanistik der Carl von
  Ossietzky Universität Oldenburg. Seit Herbst 2017 ist sie assoziierte Pr
 omovendin am GRK ‚Selbst-Bildungen. Praktiken der Subjektivierung‘ und
  Promotionsstipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes. Ihre For
 schungsschwerpunkte sind u.a. Gegenwartsliteratur\, Konzepte/Theorien der 
 Autorschaft und Intermedialität\, Gattungstheorie\, Literatur und Krankhe
 it. \n<h4><strong>ANMELDUNG</strong></h4>\n Die Veranstaltung ist öffentl
 ich. Ihre Anmeldung richten Sie bitte an die Organisatorin. \n<h4><strong>
 WEITERE INFORMATIONEN</strong></h4>\n zu der Summer School des Graduierten
 kollegs finden Sie unter:&nbsp\; <a href="https://uol.de/r/3te-gk-summersc
 hool" id="LPlnk75157">https://uol.de/r/3te-gk-summerschool</a>&nbsp\;<span
  id="1527166480988S">&nbsp\;</span> <span id="1527512986709S">&nbsp\;</spa
 n><span id="1527598899458S">&nbsp\;</span><span id="1527598901880S">&nbsp\
 ;</span><a class="internal-link-new-window" href="t3://file?uid=219678"><i
 mg height="434" lang="undefined" width="307" style="border-style: solid\; 
 border-width: thin\;" data-htmlarea-file-uid="219679" title="OLSchool2018 
 Plakat GK v3" src="/fileadmin/_processed/f/6/csm_OLSchool2018_Plakat_GK_v3
 _5944f45d9a.png" alt="" /></a><span id="1527598901838E"></span><span id="1
 527598898869E"></span><span id="1527512987279E"></span><a class="internal-
 link-new-window" href="t3://file?uid=223028"><img height="434" lang="undef
 ined" width="307" style="border-style: solid\; border-width: thin\;" data-
 htmlarea-file-uid="223029" title="OLSchool2018 Plakat gesamt v8" src="/fil
 eadmin/_processed/3/f/csm_OLSchool2018_Plakat_gesamt_v8_bed3e03b32.jpg" al
 t="" /></a>
LOCATION:A03 1-109
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UID:calendarize-summer-school-des-graduiertenkollegs-selbst-bildungen-3
DTSTAMP:20211111T181150Z
DTSTART;VALUE=DATE:20180913
DTEND;VALUE=DATE:20180919
SUMMARY:Summer School des Graduiertenkollegs "Selbst-Bildungen"
DESCRIPTION:Die für den 13. bis 18. September 2018 geplante Summer School
  des Graduiertenkollegs umfasst die folgenden zwei Themenblöcke:\n13. und
  14. September 2018\n<link graduiertenkolleg-selbst-bildungen/termine/term
 in-einzelansicht/cal/literarische-praktiken-der-gegenwart-autorschaft-und-
 autofiktionales-schreiben-im-digitalen-raum/event/>"Literarische Praktiken
  der Gegenwart. Autorschaft und autofiktionales Schreiben im digitalen Rau
 m"</link>\nInterdiziplinärer Workshop organisiert durch Marcella Fassio 
 (Germanistik)\nmit einem Keynote-Vortrag: "Digital Life Narratives: Kommun
 ikation\, Interaktion und Spiel als Bausteine einer digitalen Existenz"\nv
 on Dr. Innokentij Kreknin (Technische Universität Dortmund).\n<link grad
 uiertenkolleg-selbst-bildungen/termine/termin-einzelansicht/cal/literarisc
 he-praktiken-der-gegenwart-autorschaft-und-autofiktionales-schreiben-im-di
 gitalen-raum/event/>Veranstaltungskonzept & Programm</link>\n ***\n 17. 
 und 18. September 2018\n"Versöhnung als theologischer Begriff im interdis
 ziplinären Spannungsfeld"\nNachwuchsworkshop organisiert durch Knut Worm
 städt (Evangelische Theologie) mit zahlreichen\nKurzvorträgen \nVerans
 taltungskonzept & Programm\n ***\nDie Anmeldung erfolgt bei den zustän
 digen OrganisatorInnen.\nDie Summer School des Graduiertenkollegs wird ver
 anstaltet unter dem Dach der "Oldenburg School of the Social Sciences and
  the Humanities".\n
X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:<p>Die für den 13. bis 18. September 2018 ge
 plante Summer School des Graduiertenkollegs umfasst die folgenden zwei The
 menblöcke:</p>\n<p class="align-center">13. und 14. September 2018</p>\n<
 p class="align-center"><strong>&lt\;link graduiertenkolleg-selbst-bildunge
 n/termine/termin-einzelansicht/cal/literarische-praktiken-der-gegenwart-au
 torschaft-und-autofiktionales-schreiben-im-digitalen-raum/event/&gt\;"Lite
 rarische Praktiken der Gegenwart. Autorschaft und autofiktionales Schreibe
 n im digitalen Raum"&lt\;/link&gt\;</strong></p>\n<p class="align-center">
 Interdiziplinärer Workshop organisiert durch <a href="t3://page?uid=53389
 ">Marcella Fassio</a>&nbsp\;(Germanistik)</p>\n<p class="align-center">mit
  einem Keynote-Vortrag: <a href="https://uol.de/graduiertenkolleg-selbst-b
 ildungen/termine/termin-einzelansicht/cal/digital-life-narratives-kommunik
 ation-interaktion-und-spiel-als-bausteine-einer-digitalen-existenz/event">
 "Digital Life Narratives: Kommunikation\, Interaktion und Spiel als Bauste
 ine einer digitalen Existenz"</a></p>\n<p class="align-center">von&nbsp\;<
 a class="external-link-new-window" href="http://www.germanistik.tu-dortmun
 d.de/cms/de/Personal/Alphabetische-Liste/Wissenschaftliche-Mitarbeiterinne
 n-und-Mitarbeiter/Kreknin.html">Dr. Innokentij Kreknin (Technische Univers
 ität Dortmund)</a>.</p>\n<p class="align-center"><i>&lt\;link graduierten
 kolleg-selbst-bildungen/termine/termin-einzelansicht/cal/literarische-prak
 tiken-der-gegenwart-autorschaft-und-autofiktionales-schreiben-im-digitalen
 -raum/event/&gt\;Veranstaltungskonzept &amp\; Programm&lt\;/link&gt\;</i><
 /p>\n<p class="align-center">&nbsp\;***</p>\n<p class="align-center">&nbsp
 \;17. und 18. September 2018</p>\n<p class="align-center"><a href="https:/
 /uol.de/graduiertenkolleg-selbst-bildungen/termine/termin-einzelansicht/ca
 l/versoehnung-als-theologischer-begriff-im-interdisziplinaeren-spannungsfe
 ld-4779/event"><strong>"Versöhnung als theologischer Begriff im interdisz
 iplinären Spannungsfeld"</strong></a></p>\n<p class="align-center">Nachwu
 chsworkshop organisiert durch&nbsp\;<a href="t3://page?uid=48816">Knut Wor
 mstädt </a>(Evangelische Theologie)&nbsp\;mit zahlreichen</p>\n<p class="
 align-center">Kurzvorträgen&nbsp\;</p>\n<p class="align-center"><a href="
 https://uol.de/graduiertenkolleg-selbst-bildungen/termine/termin-einzelans
 icht/cal/versoehnung-als-theologischer-begriff-im-interdisziplinaeren-span
 nungsfeld-4779/event/"><i>Veranstaltungskonzept &amp\; Programm</i></a></p
 >\n<p class="align-center">&nbsp\;***</p>\n<p class="align-left">Die&nbsp\
 ;<strong>Anmeldung</strong>&nbsp\;erfolgt bei den zuständigen Organisator
 Innen.</p>\n<p class="align-left">Die Summer School des Graduiertenkollegs
  wird veranstaltet unter dem Dach der<a href="https://uol.de/3go/oldenburg
 -school-2018" target="_blank">&nbsp\;"Oldenburg School of the Social Scien
 ces and the Humanities"</a>.</p>\n<p class="align-left"><a class="" href="
 t3://file?uid=223028" target="_blank"><img src="/fileadmin/_processed/3/f/
 csm_OLSchool2018_Plakat_gesamt_v8_ffa293c76c.jpg" data-htmlarea-file-uid="
 223029" data-htmlarea-file-table="sys_file" width="200" height="283" title
 ="OLSchool2018 Plakat gesamt v8" alt=""></a><a class="" href="t3://file?ui
 d=219679" target="_blank"><img src="/fileadmin/_processed/e/e/csm_OLSchool
 2018_Plakat_GK_v2_0cee1fefd9.jpg" data-htmlarea-file-uid="219618" data-htm
 larea-file-table="sys_file" width="200" height="283" title="OLSchool2018 P
 lakat GK Fassio v2" alt=""></a><a class="" href="t3://file?uid=219677" tar
 get="_blank"><img src="/fileadmin/_processed/e/7/csm_OLSchool2018_Plakat_G
 K2_v4_7f4c7137d6.jpg" data-htmlarea-file-uid="219676" data-htmlarea-file-t
 able="sys_file" width="200" height="283" title="OLSchool2018 Plakat GK2 v4
 " alt=""></a></p>
LOCATION:A03 1-109
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UID:calendarize-digital-life-narratives-kommunikation-interaktion-und-spie
 l-als-bausteine-einer-digitalen-existenz
DTSTAMP:20180524T145416Z
DTSTART:20180913T163000Z
DTEND:20180913T183000Z
SUMMARY:Digital Life Narratives: Kommunikation\, Interaktion und Spiel als
  Bausteine einer digitalen Existenz
DESCRIPTION:Öffentlicher Vortrag von Dr. Innokentij Kreknin (Technische 
 Universität Dortmund) im Rahmen der Veranstaltung: <link graduiertenkolle
 g-selbst-bildungen/termine/termin-einzelansicht/cal/literarische-praktiken
 -der-gegenwart-autorschaft-und-autofiktionales-schreiben-im-digitalen-raum
 /event/>"Literarische Praktiken der Gegenwart. Autorschaft und autofiktion
 ales Schreiben im digitalen Raum"</link> (13. & 14. September 2018) \nAbs
 tract:\n Während die wissenschaftliche Theorie der „Digital Life Narrat
 ives“ noch in den Kinderschuhen steckt\, wird die Palette tatsächlicher
  Praktiken einer digital umgesetzten ‚Lebensführung‘ durch neue (tech
 nische) Verfahren\, Formen und Moden beständig erweitert. Um zu analysier
 en\, wie und wozu sich Akteure in der Sphäre des Digitalen beobachtbar ma
 chen\, reicht es schon lange nicht\, den Blick nur auf Social-Media-Plattf
 ormen oder Blogs zu richten. Vielmehr wird das Repertoire einer digitalen 
 Lebenspraxis innerhalb einer Vielzahl digital operierender Systeme bedient
  – von der alle Aktivitäten aufzeichnenden Fitness-Uhr über das Comput
 erspiel bis zu den vernetzten Lebenshelfern des ‚Internet of Things‘. 
 Eine der Konsequenzen daraus ist\, dass die Kategorie einer autobiographis
 chen ‚Inszenierung‘ oft nicht mehr angemessen ist für die komplexen P
 rozesse\, in denen Akteure innerhalb der digitalen Sphäre beobachtbar wer
 den. Soziologische oder psychologische Fragestellungen führen hier oftmal
 s nicht zu den Ergebnissen\, die dem Phänomenfeld gerecht werden. Als pro
 duktiver erweisen sich literaturwissenschaftliche Zugänge\, die zum einen
  auch die ästhetische Dimension digitaler Lebensnarrative zu erfassen in 
 der Lage sind und die zum anderen mit einer Situation umgehen können\, in
  der ein archimedischer Punkt nicht existiert\, von dem aus Strikt zwische
 n ‚Leben‘ und ‚Kunst‘ unterschieden werden könnte. Der Vortrag fü
 hrt in den Phänomenbereich digitaler ‚Selberlebenserzählungen‘ ein u
 nd reflektiert die methodischen und theoretischen Voraussetzungen\, unter 
 denen sich die Digital-Life-Narrative-Studies als transdisziplinärer Fors
 chungsbereich etablieren könnten.  Weitere Informationen zu der Summer 
 School des Graduiertenkollegs finden Sie unter: https://uol.de/r/3te-gk-su
 mmerschool  
X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:Öffentlicher Vortrag von&nbsp\;<a class="ext
 ernal-link-new-window" href="http://www.germanistik.tu-dortmund.de/cms/de/
 Personal/Alphabetische-Liste/Wissenschaftliche-Mitarbeiterinnen-und-Mitarb
 eiter/Kreknin.html">Dr. Innokentij Kreknin (Technische Universität Dortmu
 nd)</a> im Rahmen der Veranstaltung: <strong>&lt\;link graduiertenkolleg-s
 elbst-bildungen/termine/termin-einzelansicht/cal/literarische-praktiken-de
 r-gegenwart-autorschaft-und-autofiktionales-schreiben-im-digitalen-raum/ev
 ent/&gt\;&quot\;Literarische Praktiken der Gegenwart. Autorschaft und auto
 fiktionales Schreiben im digitalen Raum&quot\;&lt\;/link&gt\;&nbsp\;(13. &
 amp\; 14. September 2018)</strong> \n<h4>Abstract:</h4>\n Während die wis
 senschaftliche Theorie der „Digital Life Narratives“ noch in den Kinde
 rschuhen steckt\, wird die Palette tatsächlicher Praktiken einer digital 
 umgesetzten ‚Lebensführung‘ durch neue (technische) Verfahren\, Forme
 n und Moden beständig erweitert. Um zu analysieren\, wie und wozu sich Ak
 teure in der Sphäre des Digitalen beobachtbar machen\, reicht es schon la
 nge nicht\, den Blick nur auf Social-Media-Plattformen oder Blogs zu richt
 en. Vielmehr wird das Repertoire einer digitalen Lebenspraxis innerhalb ei
 ner Vielzahl digital operierender Systeme bedient – von der alle Aktivit
 äten aufzeichnenden Fitness-Uhr über das Computerspiel bis zu den vernet
 zten Lebenshelfern des ‚Internet of Things‘. Eine der Konsequenzen dar
 aus ist\, dass die Kategorie einer autobiographischen ‚Inszenierung‘ o
 ft nicht mehr angemessen ist für die komplexen Prozesse\, in denen Akteur
 e innerhalb der digitalen Sphäre beobachtbar werden. Soziologische oder p
 sychologische Fragestellungen führen hier oftmals nicht zu den Ergebnisse
 n\, die dem Phänomenfeld gerecht werden. Als produktiver erweisen sich li
 teraturwissenschaftliche Zugänge\, die zum einen auch die ästhetische Di
 mension digitaler Lebensnarrative zu erfassen in der Lage sind und die zum
  anderen mit einer Situation umgehen können\, in der ein archimedischer P
 unkt nicht existiert\, von dem aus Strikt zwischen ‚Leben‘ und ‚Kuns
 t‘ unterschieden werden könnte. Der Vortrag führt in den Phänomenbere
 ich digitaler ‚Selberlebenserzählungen‘ ein und reflektiert die metho
 dischen und theoretischen Voraussetzungen\, unter denen sich die Digital-L
 ife-Narrative-Studies als transdisziplinärer Forschungsbereich etablieren
  könnten.&nbsp\; Weitere Informationen&nbsp\;zu der Summer School des Gra
 duiertenkollegs finden Sie unter: <a id="LPlnk75157" href="https://uol.de/
 r/3te-gk-summerschool">https://uol.de/r/3te-gk-summerschool</a>&nbsp\; <im
 g src="/fileadmin/_processed/f/e/csm_OLSchool2018_Plakat_gesamt_v7-1_eb57a
 8c300.jpg" width="307" height="434" alt="" title="OLSchool2018 Plakat gesa
 mt v7 1" data-htmlarea-file-uid="219427" style="" lang="undefined" data-ht
 mlarea-clickenlarge="1" />
LOCATION:Schlaues Haus\, Schlossplatz 16\, Oldenburg
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UID:calendarize-versoehnung-als-theologischer-begriff-im-interdisziplinaer
 en-spannungsfeld
DTSTAMP:20180917T060936Z
DTSTART;VALUE=DATE:20180917
DTEND;VALUE=DATE:20180919
SUMMARY:"Versöhnung als theologischer Begriff im interdisziplinären Span
 nungsfeld"
DESCRIPTION:Als Thema der Theologie ist Versöhnung im Fahrwasser biblisch
 er Interpretation klassisch vor allem an der Grenze von Christologie und S
 oteriologie angesiedelt. Der Bezugsrahmen für die Rede von Versöhnung wu
 rde und wird in diesem Zusammenhang in der Beschreibung der Gott-Mensch-Be
 ziehung gesehen. Auf der anderen Seite kann gerade das 20. und 21. Jahrhun
 dert als eine Zeit gelten\, in der Versöhnung als Thema jenseits der Theo
 logie stark fokussiert wird. So kommt Versöhnung in den Sozial- und Recht
 swissenschaften\, in der Philosophie\, den Friedens- und Konfliktstudien o
 der den Kulturwissenschaften als Gegenstand in den Blick.   Die Theologie
 \, insbesondere in den Spielarten der sogenannten „kontextuellen Theolog
 ien“\, aber auch und gerade in der ökumenischen Theologie hat sich für
  diese außerreligiösen Betrachtungen von Versöhnung geöffnet und diese
  ihrerseits zum Gegenstand theologischer Reflexion gemacht. Auf der andere
 n Seite kommt gerade seit dem 20. Jahrhundert auch in nicht-religiösen Ko
 ntexten ein verstärktes Nachdenken über Versöhnung auf (Stichwort: Wahr
 heitskomissionen)\, welches sich religiöser Denkfiguren implizit oder exp
 lizit bedient.   Das Ziel dieses Nachwuchswissenschaftler*innen-Workshops
  besteht darin\, die vielfältigen Verflechtungen von religiöser und nich
 treligiöser Auseinandersetzung mit Versöhnung in den Blick zu nehmen und
  zu reflektieren. Dabei soll dieser Gegenstand auf Grundlage von etwa 20-m
 inütigen Vorträgen aus unterschiedlichen disziplinären Blickwinkeln bel
 euchtet werden\, die miteinander ins Gespräch kommen. Dabei spielt insbes
 ondere die Frage eine Rolle\, wie sich theologisches und nicht-theologisch
 es Nachdenken über Versöhnung gegenseitig bedingen und welche praktische
 n Formen von versöhnendem oder auch unversöhnlichem Handeln sich im poli
 tischen und gesellschaftlichen Feld mit welchen Begründungsmustern abzeic
 hnen. Die  Beiträge\, die im Workshop die Diskussion bereiten werden\, s
 tammen aus der Theologie\, der Philosophie\, der Geschichte und der Litera
 turwissenschaft. \nProgramm\n 	 		 			 			Montag\, 17.09 			 			  		 	 	
  		 			Zeit 			Programmpunkt 		 		 			bis 13:45 			Anreise 		 		 			14:00-
 15:00 			 			Knut Wormstädt (Oldenburg): Einführung + „Heilung der Eri
 nnerungen als Versöhnungsmetaphorik“ 			 		 		 			15:00-15:15 			Pause 
 		 		 			15:15-16:15 			 			Lena Rüßing (Köln): Indian Residential Scho
 ols in Kanada: Zum Umgang mit "Versöhnung" in den Regierungsentschuldigun
 gen der Jahre 1998\, 2008 und 2017. 			 		 		 			16:15-16:30 			Pause 		 	
 	 			16:30-17:30 			 			Hermann Diebel-Fischer (Rostock): Implizite Versö
 hnung als Grundbedingung theologischer Ethik 			 		 		 			Ab 18:30 			 			
 Gemeinsames Abendessen im Chianti Classico 			 		 	 \n____________\n 	 		 
 			 			Dienstag\, 18.09 			 			  		 	 	 		 			09:00-10:00 			 			Bianca P
 ick (Halle/Oldenburg): Literatur als Aufruf. Simon Wiesenthals Erzählung 
 „Die Sonnenblume“ und die Stellungnahmen zum Vergeben und Weiterleben 
 			 		 		 			 			10:00-11:00 			 			 			Linda Gedina (Riga): Versöhnung –
  eine Selbstvernichtung? 			 		 		 			11:00-12:00 			 			Leonie Wellmann (
 Frankfurt aM.): Die Auferstehung der Toten müßte auf dem Autofriedhof st
 attfinden.“ Wider die Versöhnlichkeit: Die Sprache der unversöhnten Di
 nge 			 		 		 			12:00-12:10 			Pause 		 		 			 			12:10-12:40 			 			Absc
 hlussdiskussion 		 		 			 			12:45-14:00 			 			Mittagessen 		 		 			Ab 14
 :00 			Abreise 		 	 \nOrganisator\nKnut Wormstädt hat in Hamburg und Old
 enburg ev. Theologie und Physik studiert und arbeitet seit Oktober 2016 am
  GRK „Selbst-Bildungen. Praktiken der Subjektivierung“. In seinem Diss
 ertationsprojekt beschäftigt er sich mit der Verortung von Schuld in bila
 teralen ökumenischen Dialogen zwischen Mennoniten und Katholiken/Lutheran
 ern/Reformierten sowie daraus erwachsenen Potentialen für eine Theologie 
 der Versöhnung.\nANMELDUNG\nDie Veranstaltung ist öffentlich. Ihre Anmel
 dung richten Sie bitte den Organisatoren.\nWEITERE INFORMATIONEN\nzu der S
 ummer School des Graduiertenkollegs finden Sie unter:\nhttps://uol.de/r/3t
 e-gk-summerschool \n
X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:<p>Als Thema der Theologie ist Versöhnung im
  Fahrwasser biblischer Interpretation klassisch vor allem an der Grenze vo
 n Christologie und Soteriologie angesiedelt. Der Bezugsrahmen für die Red
 e von Versöhnung wurde und wird in diesem Zusammenhang in der Beschreibun
 g der Gott-Mensch-Beziehung gesehen. Auf der anderen Seite kann gerade das
  20. und 21. Jahrhundert als eine Zeit gelten\, in der Versöhnung als The
 ma jenseits der Theologie stark fokussiert wird. So kommt Versöhnung in d
 en Sozial- und Rechtswissenschaften\, in der Philosophie\, den Friedens- u
 nd Konfliktstudien oder den Kulturwissenschaften als Gegenstand in den Bli
 ck.<br /> &nbsp\;<br /> Die Theologie\, insbesondere in den Spielarten der
  sogenannten „kontextuellen Theologien“\, aber auch und gerade in der 
 ökumenischen Theologie hat sich für diese außerreligiösen Betrachtunge
 n von Versöhnung geöffnet und diese ihrerseits zum Gegenstand theologisc
 her Reflexion gemacht. Auf der anderen Seite kommt gerade seit dem 20. Jah
 rhundert auch in nicht-religiösen Kontexten ein verstärktes Nachdenken ü
 ber Versöhnung auf (Stichwort: Wahrheitskomissionen)\, welches sich relig
 iöser Denkfiguren implizit oder explizit bedient.<br /> &nbsp\;<br /> Das
  Ziel dieses Nachwuchswissenschaftler*innen-Workshops besteht darin\, die 
 vielfältigen Verflechtungen von religiöser und nichtreligiöser Auseinan
 dersetzung mit Versöhnung in den Blick zu nehmen und zu reflektieren. Dab
 ei soll dieser Gegenstand auf Grundlage von etwa 20-minütigen Vorträgen 
 aus unterschiedlichen disziplinären Blickwinkeln beleuchtet werden\, die 
 miteinander ins Gespräch kommen. Dabei spielt insbesondere die Frage eine
  Rolle\, wie sich theologisches und nicht-theologisches Nachdenken über V
 ersöhnung gegenseitig bedingen und welche praktischen Formen von versöhn
 endem oder auch unversöhnlichem Handeln sich im politischen und gesellsch
 aftlichen Feld mit welchen Begründungsmustern abzeichnen. Die &nbsp\;Beit
 räge\, die im Workshop die Diskussion bereiten werden\, stammen aus der T
 heologie\, der Philosophie\, der Geschichte und der Literaturwissenschaft.
 &nbsp\;</p>\n<h3><strong>Programm</strong></h3>\n<table> 	<thead> 		<tr> 	
 		<th style="width:94px"> 			<h4>Montag\, 17.09</h4> 			</th> 			<th style
 ="width:606px">&nbsp\;</th> 		</tr> 	</thead> 	<tbody> 		<tr> 			<td style
 ="width:94px"><strong>Zeit</strong></td> 			<td style="width:606px"><stron
 g>Programmpunkt</strong></td> 		</tr> 		<tr> 			<td style="width:94px">bis
  13:45</td> 			<td style="width:606px">Anreise</td> 		</tr> 		<tr> 			<td 
 style="width:94px">14:00-15:00</td> 			<td style="width:606px"> 			<p>Knut
  Wormstädt (Oldenburg): <em>Einführung + „Heilung der Erinnerungen als
  Versöhnungsmetaphorik“</em></p> 			</td> 		</tr> 		<tr> 			<td style="
 width:94px">15:00-15:15</td> 			<td style="width:606px">Pause</td> 		</tr>
  		<tr> 			<td style="width:94px">15:15-16:15</td> 			<td style="width:606
 px"> 			<p>Lena Rüßing (Köln): <em>Indian Residential Schools in Kanada
 : Zum Umgang mit "Versöhnung" in den Regierungsentschuldigungen der Jahre
  1998\, 2008 und 2017.</em></p> 			</td> 		</tr> 		<tr> 			<td style="widt
 h:94px">16:15-16:30</td> 			<td style="width:606px">Pause</td> 		</tr> 		<
 tr> 			<td style="width:94px">16:30-17:30</td> 			<td style="width:606px">
  			<p>Hermann Diebel-Fischer (Rostock): <em>Implizite Versöhnung als Gru
 ndbedingung theologischer Ethik</em></p> 			</td> 		</tr> 		<tr> 			<td st
 yle="width:94px">Ab 18:30</td> 			<td style="width:606px"> 			<p>Gemeinsam
 es Abendessen im Chianti Classico</p> 			</td> 		</tr> 	</tbody> </table>\
 n<p>____________</p>\n<table> 	<thead> 		<tr> 			<th style="width: 95px\;"
 > 			<h4>Dienstag\, 18.09</h4> 			</th> 			<th style="width: 606px\;">&nbs
 p\;</th> 		</tr> 	</thead> 	<tbody> 		<tr> 			<td style="width:95px">09:00
 -10:00</td> 			<td style="width:606px"> 			<p>Bianca Pick (Halle/Oldenburg
 ): <em>Literatur als Aufruf. Simon Wiesenthals Erzählung „Die Sonnenblu
 me“ und die Stellungnahmen zum Vergeben und Weiterleben</em></p> 			</td
 > 		</tr> 		<tr> 			<td style="width:95px"> 			<p>10:00-11:00</p> 			</td>
  			<td style="width:606px"> 			<p>Linda Gedina (Riga): <em>Versöhnung –
  eine Selbstvernichtung?</em></p> 			</td> 		</tr> 		<tr> 			<td style="wi
 dth:95px">11:00-12:00</td> 			<td style="width:606px"> 			<p>Leonie Wellma
 nn (Frankfurt aM.): <em>Die Auferstehung der Toten müßte auf dem Autofri
 edhof stattfinden.“ Wider die Versöhnlichkeit: Die Sprache der unversö
 hnten Dinge</em></p> 			</td> 		</tr> 		<tr> 			<td style="width:95px">12:
 00-12:10</td> 			<td style="width:606px">Pause</td> 		</tr> 		<tr> 			<td 
 style="width:95px"> 			<p>12:10-12:40</p> 			</td> 			<td style="width:606
 px">Abschlussdiskussion</td> 		</tr> 		<tr> 			<td style="width:95px"> 			
 <p>12:45-14:00</p> 			</td> 			<td style="width:606px">Mittagessen</td> 		
 </tr> 		<tr> 			<td style="width:95px">Ab 14:00</td> 			<td style="width:6
 06px">Abreise</td> 		</tr> 	</tbody> </table>\n<h3><strong>Organisator</st
 rong></h3>\n<p><a href="t3://page?uid=48816"><strong>Knut Wormstädt</stro
 ng></a>&nbsp\;hat in Hamburg und Oldenburg ev. Theologie und Physik studie
 rt und arbeitet seit Oktober 2016 am GRK „Selbst-Bildungen. Praktiken de
 r Subjektivierung“. In seinem Dissertationsprojekt beschäftigt er sich 
 mit der Verortung von Schuld in bilateralen ökumenischen Dialogen zwische
 n Mennoniten und Katholiken/Lutheranern/Reformierten sowie daraus erwachse
 nen Potentialen für eine Theologie der Versöhnung.</p>\n<h4><strong>ANME
 LDUNG</strong></h4>\n<p>Die Veranstaltung ist öffentlich. Ihre Anmeldung 
 richten Sie bitte den Organisatoren.</p>\n<h4><strong>WEITERE INFORMATIONE
 N</strong></h4>\n<p>zu der Summer School des Graduiertenkollegs finden Sie
  unter:</p>\n<p><a href="https://uol.de/r/3te-gk-summerschool">https://uol
 .de/r/3te-gk-summerschool</a>&nbsp\;</p>\n<p><a class="internal-link-new-w
 indow" href="t3://file?uid=219676"><img alt="" data-htmlarea-file-uid="219
 677" height="434" src="/fileadmin/_processed/4/7/csm_OLSchool2018_Plakat_G
 K2_v4_186d368d73.png" title="OLSchool2018 Plakat GK2 v4" width="307" style
 ="" /></a><a class="internal-link-new-window" href="t3://file?uid=223028">
 <img alt="" data-htmlarea-file-uid="223029" height="434" src="/fileadmin/g
 k_selbstbildungen/DATEIEN/VERANSTALTUNGEN/2018/180913_Summer_School/OLScho
 ol2018_Plakat_gesamt_v8.jpg" title="OLSchool2018 Plakat gesamt v8" width="
 307" style="" /></a></p>
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 rungskulturellen-versoehnungsdiskurs
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SUMMARY:„Verzeihen ist zum Kotzen“. Literarische Positionen im erinner
 ungskulturellen Versöhnungsdiskurs 
DESCRIPTION:Die grundsätzliche Annahme von Versöhnlichkeit ist ein zentr
 aler Bestandteil in der erinnerungskulturellen Auseinandersetzung mit den 
 Verbrechen des Nationalsozialismus. Häufig wird diese jedoch mit untersch
 iedlichen Erwartungen und Bedürfnissen verknüpft.\n 	Individuelle Erinne
 rungsbedürfnisse von Opfern und deren Nachfahren stehen häufig in einem 
 Spannungsverhältnis zu kollektiven Versöhnungserwartungen\, etwa wenn de
 r Geschädigte das Verzeihen verweigert. Dieses kann vonseiten einer auf V
 ersöhnung bedachten Gesellschaft nicht erzwungen werden. 	Ein Angebot zur
  Versöhnung kann mit unterschiedlichen Absichten einhergehen. Zum einen w
 ird Versöhnung als Prozess verstanden\, der nicht zwangsläufig zum Absch
 luss kommen muss. Zum anderen wird damit die Vorstellung von einem abgesch
 lossenen Zustand hervorgerufen. Folglich können Versöhnungsangebote unte
 rschiedlich interpretiert werden\, nämlich entweder als Vorschlag zur Bea
 rbeitung oder Beilegung des Konflikts. Die disparate Bezugnahme auf diese 
 beiden Begriffsdimensionen kann die Verständigung zwischen den Positionen
  stören. 	Das Konzept der Versöhnung impliziert ein dynamisches Verhält
 nis von Erinnern und Vergessen. In diesem Spannungsfeld von „Erinnernwol
 len“ und „Vergessenkönnen“ bleibt offenbar stets ein unverhandelbar
 er Rest\, der sich dem Versöhnungsanspruch entzieht und als Andenken an K
 onflikterfahrungen bewahrt wird. In Jenseits von Schuld und Sühne spricht
  Jean Améry in diesem Zusammenhang von einer „unüberbrückbare[n] Kluf
 t“ und in weiter leben weist Ruth Klüger die Versöhnung mit dem provok
 anten Statement „Verzeihen ist zum Kotzen“ zurück. \nDaraus ist zu fo
 lgern\, dass eine Erinnerungskultur auch konträre Positionen anerkennen u
 nd Antagonismen aushalten können muss. Diese Herausforderung bleibt über
  das Ende der Zeitzeugenschaft hinaus bestehen und setzt sich im Verhältn
 is der nachfolgenden Generationen fort.\nIm Workshop soll untersucht werde
 n\, inwiefern diese und ähnliche Probleme der Versöhnlichkeit in der Lit
 eratur verhandelt werden und inwieweit die Literatur hierbei erinnerungsku
 lturelle Funktionen erfüllt. Dabei können die folgenden Fragen im Mittel
 punkt stehen:\n 	Wie wird Unversöhnlichkeit dargestellt (discours)? Gibt 
 es spezifische literarische Verfahren (Erzählweisen\, sprachliche Mittel\
 , Verfremdungstechniken\, Intertextualität etc.)\, die für die Inszenier
 ung des Unversöhnlichen besonders geeignet sind? 	Wie wird Unversöhnlich
 keit thematisch umgesetzt (histoire)? Gibt es spezifische Motive (z. B. Ve
 rdrängung\, Rache)\, Handlungsschemata (z. B. Liebesbeziehung)\, Figuren
 konstellationen (z. B. Generationenbeziehungen) etc.? 	Inwiefern kann im 
 Rahmen literarischer Kommunikation zwischen AutorInnen und LeserInnen Vers
 öhnung angeboten oder verweigert werden? Lassen sich hierbei für Fiktion
  und Nichtfiktion (z. B. Autobiografien) unterschiedliche Funktionspotenzi
 ale feststellen? \nDiese und ähnliche Fragen sollen aus germanistischer o
 der komparatistischer Perspektive anhand konkreter Textbeispiele erörtert
  werden. Zudem sind Beiträge zu systematischen Aspekten willkommen\, die 
 auch in anderen disziplinären Kontexten verortet sein können (Philosophi
 e\, Theologie\, Geschichte\, Soziologie\, Psychologie).\nEin Workshop des 
 DFG-Graduiertenkollegs 1608/2 „Selbst-Bildungen. Praktiken der Subjektiv
 ierung in historischer und interdisziplinärer Perspektive“ an der Carl 
 von Ossietzky Universität Oldenburg in Kooperation mit dem Germanistische
 n Institut der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.\nProgramm\n 	 
 		 			 			Mittwoch\, 26.09 			 			  		 	 	 		 			Zeit 			Programmpunkt 		
  		 			09:00 			 			Begrüßung und Einführung (Bianca Pick/Robert Forkel
 ) 			 		 		 			09:30 			 			Stephan Grätzel: Versöhnung – die Macht de
 r Sprache 			 		 		 			10:30 			 			Kaffeepause 			 		 		 			11:00 			 			
 Klaus-Michael Kodalle: Macht und Ohnmacht des Verzeihens 			 		 		 			12:0
 0 			 			Knut V.M. Wormstädt: Der ‚inkommensurable Rest‘. Über das P
 roblem nichtversöhnbarer Ereignisse im theologischen Reden von Versöhnun
 g 			 		 		 			13:00 			 			Mittagspause 			 		 		 			14:00 			 			Bianca 
 Pick: Produktive Unversöhnlichkeit. Selbst- und Fremdpositionierungen in 
 Ruth Klügers weiter leben. Eine Jugend (1992) 			 		 		 			15:00 			 			P
 eter Waldmann: Es gibt keine Gesellschaft oder Die Idee der Agonistik gege
 n die Illusion der Versöhnung 			 		 		 			16:00 			 			Kaffeepause 			 	
 	 		 			16:30 			 			Marcel Matthies: Deutsch-jüdische Liebespaare als Sp
 iegel unmöglicher Normalität. Literarische Stolpersteine in Maxim Biller
 s Elsbeth liebt Ernst und Bernhard Schlinks Die Beschneidung 			 		 		 			
 17:30 			 			Robert Forkel: Literatur als Restitution. Zur Poetologie W. G
 . Sebalds 			 		 		 			19:00 			Abendessen 		 	 \n____________\n 	 		 			 
 			Donnerstag\, 27.09 			 			  		 	 	 		 			 			09:00 			 			 			Anna Art
 wińska: Unversöhnlichkeit als Textverfahren: Anna Jankos Kleine Vernicht
 ung (2015) 			 		 		 			 			10:00 			 			 			Eva Kowollik: Ebenen der Unve
 rsöhnlichkeit in Miljenko Jergovićs Roman Die unerhörte Geschichte mein
 er Familie 			 		 		 			11:00 			 			Kaffeepause 			 		 		 			11:30 			 		
 	Yvonne Drosihn: Polnische Palimpsest-Prosa im Kontext von Trauma und Vers
 öhnung 			 		 		 			 			12:30 			 			Abschlussdiskussion 		 		 			 			13:
 00 			 			Schluss 		 	 \nKonzeption und Organisation:\nbianca.pick@uol.de\
 nrobert.forkel@germanistik.uni-halle.de\n
X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:<p>Die grundsätzliche Annahme von Versöhnli
 chkeit ist ein zentraler Bestandteil in der erinnerungskulturellen Auseina
 ndersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus. Häufig wird diese
  jedoch mit unterschiedlichen Erwartungen und Bedürfnissen verknüpft.</p
 >\n<ul> 	<li><em>Individuelle</em> Erinnerungsbedürfnisse von Opfern und 
 deren Nachfahren stehen häufig in einem Spannungsverhältnis zu <em>kolle
 ktiven</em> Versöhnungserwartungen\, etwa wenn der Geschädigte das Verze
 ihen verweigert. Dieses kann vonseiten einer auf Versöhnung bedachten Ges
 ellschaft nicht erzwungen werden.</li> 	<li>Ein Angebot zur Versöhnung ka
 nn mit unterschiedlichen Absichten einhergehen. Zum einen wird Versöhnung
  als <em>Prozess</em> verstanden\, der nicht zwangsläufig zum Abschluss k
 ommen muss. Zum anderen wird damit die Vorstellung von einem abgeschlossen
 en <em>Zustand</em> hervorgerufen. Folglich können Versöhnungsangebote u
 nterschiedlich interpretiert werden\, nämlich entweder als Vorschlag zur 
 <em>Bearbeitung</em> oder <em>Beilegung</em> des Konflikts. Die disparate 
 Bezugnahme auf diese beiden Begriffsdimensionen kann die Verständigung zw
 ischen den Positionen stören.</li> 	<li>Das Konzept der Versöhnung impli
 ziert ein dynamisches Verhältnis von Erinnern und Vergessen. In diesem Sp
 annungsfeld von „Erinnernwollen“ und „Vergessenkönnen“ bleibt off
 enbar stets ein unverhandelbarer Rest\, der sich dem Versöhnungsanspruch 
 entzieht und als Andenken an Konflikterfahrungen bewahrt wird. In <em>Jens
 eits von Schuld und Sühne</em> spricht Jean Améry in diesem Zusammenhang
  von einer „unüberbrückbare[n] Kluft“ und in <em>weiter leben</em> w
 eist Ruth Klüger die Versöhnung mit dem provokanten Statement „Verzeih
 en ist zum Kotzen“ zurück.</li> </ul>\n<p>Daraus ist zu folgern\, dass 
 eine Erinnerungskultur auch konträre Positionen anerkennen und Antagonism
 en aushalten können muss. Diese Herausforderung bleibt über das Ende der
  Zeitzeugenschaft hinaus bestehen und setzt sich im Verhältnis der nachfo
 lgenden Generationen fort.</p>\n<p>Im Workshop soll untersucht werden\, in
 wiefern diese und ähnliche Probleme der Versöhnlichkeit in der Literatur
  verhandelt werden und inwieweit die Literatur hierbei erinnerungskulturel
 le Funktionen erfüllt. Dabei können die folgenden Fragen im Mittelpunkt 
 stehen:</p>\n<ul> 	<li>Wie wird Unversöhnlichkeit dargestellt (<em>discou
 rs</em>)? Gibt es spezifische literarische Verfahren (Erzählweisen\, spra
 chliche Mittel\, Verfremdungstechniken\, Intertextualität etc.)\, die fü
 r die Inszenierung des Unversöhnlichen besonders geeignet sind?</li> 	<li
 >Wie wird Unversöhnlichkeit thematisch umgesetzt (<em>histoire</em>)? Gib
 t es spezifische Motive (z. B. Verdrängung\, Rache)\, Handlungsschemata (
 z.&nbsp\;B. Liebesbeziehung)\, Figurenkonstellationen (z.&nbsp\;B. Generat
 ionenbeziehungen) etc.?</li> 	<li>Inwiefern kann im Rahmen literarischer K
 ommunikation zwischen AutorInnen und LeserInnen Versöhnung angeboten oder
  verweigert werden? Lassen sich hierbei für Fiktion und Nichtfiktion (z. 
 B. Autobiografien) unterschiedliche Funktionspotenziale feststellen?</li> 
 </ul>\n<div><p>Diese und ähnliche Fragen sollen aus germanistischer oder 
 komparatistischer Perspektive anhand konkreter Textbeispiele erörtert wer
 den. Zudem sind Beiträge zu systematischen Aspekten willkommen\, die auch
  in anderen disziplinären Kontexten verortet sein können (Philosophie\, 
 Theologie\, Geschichte\, Soziologie\, Psychologie).</p></div>\n<p>Ein Work
 shop des DFG-Graduiertenkollegs 1608/2 „Selbst-Bildungen. Praktiken der 
 Subjektivierung in historischer und interdisziplinärer Perspektive“ an 
 der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg in Kooperation mit dem Germa
 nistischen Institut der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.</p>\n
 <h3><strong>Programm</strong></h3>\n<table> 	<thead> 		<tr> 			<th style="
 width:83px"> 			<h4 class="text-left">Mittwoch\, 26.09</h4> 			</th> 			<t
 h style="width:619px">&nbsp\;</th> 		</tr> 	</thead> 	<tbody> 		<tr> 			<t
 d style="width:83px"><strong>Zeit</strong></td> 			<td style="width:619px"
 ><strong>Programmpunkt</strong></td> 		</tr> 		<tr> 			<td style="width:83
 px">09:00</td> 			<td style="width:619px"> 			<p>Begrüßung und Einführu
 ng (Bianca Pick/Robert Forkel)</p> 			</td> 		</tr> 		<tr> 			<td style="w
 idth:83px">09:30</td> 			<td style="width:619px"> 			<p>Stephan Grätzel: 
 Versöhnung – die Macht der Sprache</p> 			</td> 		</tr> 		<tr> 			<td s
 tyle="width:83px">10:30</td> 			<td style="width:619px"> 			<p><em>Kaffeep
 ause</em></p> 			</td> 		</tr> 		<tr> 			<td style="width:83px">11:00</td>
  			<td style="width:619px"> 			<p>Klaus-Michael Kodalle: Macht und Ohnmac
 ht des Verzeihens</p> 			</td> 		</tr> 		<tr> 			<td style="width:83px">12
 :00</td> 			<td style="width:619px"> 			<p>Knut V.M. Wormstädt: Der ‚in
 kommensurable Rest‘. Über das Problem nichtversöhnbarer Ereignisse im 
 theologischen Reden von Versöhnung</p> 			</td> 		</tr> 		<tr> 			<td sty
 le="width:83px">13:00</td> 			<td style="width:619px"> 			<p><em>Mittagspa
 use</em></p> 			</td> 		</tr> 		<tr> 			<td style="width:83px">14:00</td> 
 			<td style="width:619px"> 			<p>Bianca Pick: Produktive Unversöhnlichke
 it. Selbst- und Fremdpositionierungen in Ruth Klügers <em>weiter leben. E
 ine Jugend </em>(1992)</p> 			</td> 		</tr> 		<tr> 			<td style="width:83p
 x">15:00</td> 			<td style="width:619px"> 			<p>Peter Waldmann: Es gibt ke
 ine Gesellschaft oder Die Idee der Agonistik gegen die Illusion der Versö
 hnung</p> 			</td> 		</tr> 		<tr> 			<td style="width:83px">16:00</td> 			
 <td style="width:619px"> 			<p><em>Kaffeepause</em></p> 			</td> 		</tr> 	
 	<tr> 			<td style="width:83px">16:30</td> 			<td style="width:619px"> 			
 <p>Marcel Matthies: Deutsch-jüdische Liebespaare als Spiegel unmöglicher
  Normalität. Literarische Stolpersteine in Maxim Billers Elsbeth liebt Er
 nst und Bernhard Schlinks <em>Die Beschneidung</em></p> 			</td> 		</tr> 	
 	<tr> 			<td style="width:83px">17:30</td> 			<td style="width:619px"> 			
 <p>Robert Forkel: Literatur als Restitution. Zur Poetologie W. G. Sebalds<
 /p> 			</td> 		</tr> 		<tr> 			<td style="width:83px">19:00</td> 			<td st
 yle="width:619px"><em>Abendessen</em></td> 		</tr> 	</tbody> </table>\n<p>
 ____________</p>\n<table> 	<thead> 		<tr> 			<th style="width:61px"> 			<h
 4>Donnerstag\, 27.09</h4> 			</th> 			<th style="width:640px">&nbsp\;</th>
  		</tr> 	</thead> 	<tbody> 		<tr> 			<td style="width:61px"> 			<p>09:00<
 /p> 			</td> 			<td style="width:640px"> 			<p>Anna Artwińska: Unversöhn
 lichkeit als Textverfahren: Anna Jankos <em>Kleine Vernichtung</em> (2015)
 </p> 			</td> 		</tr> 		<tr> 			<td style="width:61px"> 			<p>10:00</p> 		
 	</td> 			<td style="width:640px"> 			<p>Eva Kowollik: Ebenen der Unversö
 hnlichkeit in Miljenko Jergovićs Roman <em>Die unerhörte Geschichte mein
 er Familie</em></p> 			</td> 		</tr> 		<tr> 			<td style="width:61px">11:0
 0</td> 			<td style="width:640px"> 			<p><em>Kaffeepause</em></p> 			</td>
  		</tr> 		<tr> 			<td style="width:61px">11:30</td> 			<td style="width:6
 40px"> 			<p>Yvonne Drosihn: Polnische Palimpsest-Prosa im Kontext von Tra
 uma und Versöhnung</p> 			</td> 		</tr> 		<tr> 			<td style="width:61px">
  			<p>12:30</p> 			</td> 			<td style="width:640px"><em>Abschlussdiskussi
 on</em></td> 		</tr> 		<tr> 			<td style="width:61px"> 			<p>13:00</p> 			
 </td> 			<td style="width:640px"><em>Schluss</em></td> 		</tr> 	</tbody> <
 /table>\n<p><strong>Konzeption und Organisation:</strong></p>\n<p><a href=
 "mailto:bianca.pick@uol.de">bianca.pick@uol.de</a></p>\n<p><a href="mailto
 :robert.forkel@germanistik.uni-halle.de">robert.forkel@germanistik.uni-hal
 le.de</a></p>\n<p><img alt="" data-htmlarea-file-uid="219529" height="136"
  src="/fileadmin/_processed/2/4/csm_Siegel-rechts-schwarz-mit-Text_500px_5
 486582945.jpg" title="Siegel rechts schwarz mit Text 500px" width="708" st
 yle="" /></p>
LOCATION:Universität Halle-Wittenberg\; Ludwig-Wucherer-Str. 2 (Steintor-
 Campus)\; Seminarraum 18 (Raum 1.11) 
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