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Die Wahlen zum Senat und zu den Fakultätsräten der Universität Oldenburg finden vom 22.-24.1.2019, 9.30-14.30 Uhr statt.

Liste Hochschul-Autonomie

Programm für die Wahlen zum Senat 2019

Die Entwicklungsdynamik unserer Universität hinsichtlich der Studierendenzahlen und in der Forschung hat sich in den vergangenen Jahren weiter verstärkt. Daraus ergeben sich sehr vielversprechende Perspektiven und Chancen in Forschung und Lehre, die es zu nutzen gilt. Allerdings gehen damit auch große Herausforderungen einher, die wir intensiv thematisieren und in keiner Weise unterschätzen. Wir setzen uns dafür ein, dass sich alle Fachrichtungen leistungsgerecht in Lehre und Forschung in gleicher Weise weiterentwickeln können. Große Transparenz und konstruktive Toleranz sind entscheidende Voraussetzungen für diesen Entwicklungsprozess, die wir auf allen Ebenen einfordern und durch unsere eigene Mitarbeit konstruktiv einbringen.

Schwerpunkte für die Amtszeit 2019-2021 des Senats:

Forschung

Wir stellen uns in der Forschung in allen Disziplinen dem nationalen und internationalen Wettbewerb. Hervorragende Forschungsleistungen basieren auf einer vertrauensvollen Zusammenarbeit von erfahrenen ForscherInnen und NachwuchswissenschaftlerInnen. Wir wollen erreichen, dass letztere in allen Fakultäten und Instituten wettbewerbsfähige Arbeitsbedingungen vorfinden. Qualitativ hochwertige Forschung ist ohne Drittmittel nicht realisierbar. Insbesondere drittmittelgeförderte Forschungsverbünde sind wichtig für gute Forschungsmöglichkeiten und damit auch für die Autonomie der Universität. Wir erkennen spezifische Fachkulturen ausdrücklich an, in denen sich die Forschung in unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen vollzieht. Spitzenforschung erfordert Freiräume für die Akteure, die u.a. durch administrative Rahmenbedingungen immer stärker beschränkt werden. Diese Freiräume wollen wir erhalten und gegebenenfalls erweitern.  

Lehre

Wir stehen für eine qualitativ hochwertige Lehre in allen Fakultäten und Studiengängen. Das erfordert von allen Hochschullehrenden Einsatz und Engagement auf den Qualifikationsstufen Bachelor, Master und Promotion. Die Vermittlung solider fachlicher Grundlagen, einer interdisziplinären Perspektive und der Befähigung zu kreativem, innovativem und verantwortungsbewusstem Handeln hat oberste Priorität. Dies schafft die besten Voraussetzungen, um sowohl den wissenschaftlichen Nachwuchs für die Forschung heranzubilden als auch die Lehrkräfte, die an Schulen den Nachwuchs unserer Gesellschaft unterrichten, ausbilden. Wir wollen wieder mehr Freiräume im Studium schaffen und zugleich die auch notwendige Präsenz der Studierenden einfordern. Die Universität muss Verantwortung dafür tragen, dass AbsolventInnen mit den vermittelten Fähigkeiten und Kompetenzen einen guten Einstieg in eine Berufstätigkeit finden können.

Digitalisierung  

Die Digitalisierung wird unsere Universität in der niedersächsischen Universitätslandschaft und darüber hinaus auf vielfältige Weise beeinflussen und in Forschung, Lehre und Verwaltung massiv verändern. Wir setzen uns dafür ein, dass die Digitalisierung nicht nur als ein informationstechnologischer Wandel verstanden und in der Universität mit ihren gewollten und ungewollten Folgen umgesetzt wird. Wir verstehen die Digitalisierung auch als Chance, um unsere Universität weiterzuentwickeln und auf die auf uns zukommenden zukünftigen Herausforderungen in diesem Kontext gut vorzubereiten. Wir werden die Digitalisierung mit allen ihren Auswirkungen im gesamten Spannungsfeld der Universität konstruktiv mitgestalten.  

Berufsperspektiven in der Wissenschaft

Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist eine der zentralen Aufgaben der Universität. Attraktive Forschungs- und Arbeitsbedingungen für den Mittelbau sind besonders wichtig, um hochwertige Forschung und Lehre zu leisten und um hoch qualifizierte und motivierte KollegInnen gewinnen und halten zu können. Wir werden uns auf allen uns zur Verfügung stehenden Ebenen (Senat, Fakultätsräte, Dekanate, Institute) dafür einsetzen, die vom Wissenschaftszeitvertragsgesetz gegebenen Spielräume in unserer Universität so umfassend wie möglich im Sinne des Nachwuchses zu nutzen und weiter auszugestalten. Darüber hinaus werden wir uns dafür einsetzen, in Graduiertenkollegs StipendiatInnen genauso als wissenschaftliche MitarbeiterInnen zu beschäftigen wie in Forschungsprojekten.

Wir setzen uns für die Weiterentwicklung von stimmigen, fachkulturspezifischen Konzepten für Promotionsstudiengänge und Graduiertenkollegs ein, aber auch für den Erhalt von Einzelpromotionen. Darüber hinaus setzen wir uns für die Gestaltung stimmiger Konzepte für die Postdoc-Phase ein. Diese müssen den Bedürfnissen der NachwuchswissenschaftlerInnen entsprechen und des nationalen und internationalen Wettbewerbs Rechnung tragen, damit Oldenburg als attraktiver Standort für den Nachwuchs erhalten bleibt. Vertragsgestaltungen der Universitätsverwaltung müssen sich an dieser Maxime orientieren und diese unterstützen.

Internationalisierung

Die Universität Oldenburg muss in ihrer mittleren Größe regional gut verwurzelt sein, sich aber unter Berücksichtigung unterschiedlicher Fachkulturen auch den internationalen Herausforderungen in Lehre und Forschung stellen. Die sich daraus ergebenden Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten müssen wir sachgerecht ergreifen und nutzen.

Wir setzen uns dafür ein, dass insbesondere unsere Masterstudiengänge für ausländische Studierende weiter an Attraktivität gewinnen. GastwissenschaftlerInnen sollen die Kultur der Universität, in der sie willkommen sind und gut betreut werden, als attraktiv und anziehend wahrnehmen. Eine Internationalisierungsstrategie muss diese Aspekte im Rahmen des Profils der Universität berücksichtigen. Wir unterstützen ausdrücklich verbesserte Möglichkeiten für unsere Studierenden und Promovenden, Teile von Studium und Promotion im Ausland zu verbringen.

Familiengerechte Hochschule

Die Angebote der Universität zur Kinderbetreuung (Krippe, KiGa) reichen nicht aus. Wir setzen uns dafür ein, ein dem Bedarf entsprechendes Angebot für alle Statusgruppen zu entwickeln.

Transparenz und Verlässlichkeit in der akademischen Selbstverwaltung

Wir fordern, dass Entscheidungen der akademischen Selbstverwaltung in den dafür zuständigen, fachlich kompetenten und gewählten Gremien getroffen werden.

Wir stehen mit allem Nachdruck dafür ein, dass die gewählten Gremien, insbesondere der Senat, diese Befugnisse in pragmatischer, konsensorientierter und sachbezogener Art und Weise wahrnehmen. Wir betrachten den akademischen Senat als entscheidendes konstruktiv-kritisches Kontroll- und Unterstützungsorgan des Präsidiums und als Forum einer lebendigen Debattenkultur.

Leistung und Verantwortung

Die Verbindung von Forschung und Lehre ist für uns wesentlich. Folglich sollte die Anerkennung nach Leistung und Engagement in Forschung und Lehre erfolgen. Vorlesungen betrachten wir als originäre Aufgaben der Hochschullehrenden, die nicht durch andere Aktivitäten und weitgehende Delegationen abgelöst werden dürfen. Personalkategorien, die entweder auf Forschung oder auf Lehre reduziert werden, stehen wir mit großer Skepsis gegenüber.

Autonomie und Zusammenhalt

Der Name „Hochschul-Autonomie“ ist für uns Programm: Die Universität muss ein gesellschaftlicher Autonomieraum sein und bleiben – wissenschaftlich und organisatorisch. Zentralistischen Tendenzen wie etwa Eingriffen des Ministeriums stellen wir uns weiterhin entgegen. Wir treten dafür ein, dass die Universität wichtige Entscheidungen sachgerecht und verantwortungsbewusst selbst herbeiführt und wollen daran konstruktiv mitwirken.

Webozmaster (stefan.uppesgiunkama2ojyp@unidzeq-oldenbyhk6urg.pyrdde) (Stand: 07.11.2019)