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Panel III: Trans*Media – Trans*Bodies

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Nach wie vor prägen naturalisierte Vorstellungen von Zweigeschlechtlichkeit und ein hetero-sexuell Imaginäres nicht nur Alltagskulturen, sondern auch Kunst und Wissenschaft – bis hinein in Bereiche der Naturwissenschaften und der Biologie. Aus trans*queerer Perspektive wirft dies epistemologische und politisch-aktivistische Fragen danach auf, wie Lebens- und Existenzweisen, die nicht in die Ordnung heteronormativer Zweigeschlechtlichkeit hinein-passen, überhaupt beschrieben, zur Geltung gebracht und legitim werden können. In Bezug auf diese Fragen spielen Medien und insbesondere intermediale Konfigurationen, die das Primat des Sehens und des Visuellen in Frage stellen, eine bedeutende Rolle, und zwar sowohl auf theoretischer als auch auf der Ebene politisch-aktivistischer Strategien.

Das Panel diskutiert die Möglichkeiten und Grenzen trans*queerer Kunst und Ästhetik, kulturell-gesellschaftliche Macht- und Herrschaftsverhältnisse umzuarbeiten: Wie werden Medien konkret eingesetzt und genutzt, um heteronormative Zweigeschlechtlichkeit zu kritisieren und trans*queere Lebens- und Existenzweisen denkbarer und lebbarer werden zu lassen? In welcher Weise eröffnen gerade multi- und transmediale Performances neue Formen des Wahrnehmens und Denkens? Wie und wo entstehen kulturelle und künstle-rische Projekte, die zu einer Emanzipation marginalisierter Personen beitragen können? Und inwiefern bilden sich darin aber auch neue Formen der Normierung und Regulierung von Geschlecht und Sexualität heraus, die es kritisch zu reflektieren gilt? Diesen Fragen geht das Panel am Beispiel gegenwärtiger trans*queerer Verhandlungen von Geschlecht, Sexualität und ihren Interventionen im privaten und öffentlichen Raum nach.

 

FR 30. JANUAR 2015

14.00-16.30
Eliza Steinbrock (Amsterdam) 
Puncture Wounds. Sensing Gender-Nonconformity Stigma in the Anti-Portrait

Anthony Wagner
 (Wien)
Rückaneingnung der Monster: Vom Stigma zur Ermächtigung

Diskussion|Discussion
Moderation: Josch Hoenes

 

Trans*Media – Trans*Bodies

Naturalized perceptions of a binary sex/gender system and a heterosexualized imagination still shape quotidian cultures as well as arts and science, even extending into the realms of the natural sciences and biology. From a trans*queer perspective, this provokes both epistemological and activist-political questions. For example, how can modes of living and existence that do not fit into the order of heteronormativity be described, asserted and legitimized? Moreover, medial and intermedial configurations, especially those challenging the primacy of sight and the visual, play a crucial role with respect to questions like these.

The panel discusses the possibilities and limitations of trans*queer art and aesthetics to transform cultural and social power relations: How are different media used to criticize the heteronormative binary sex/gender system and to make trans*queer modes of life thinkable, imaginable and livable? In which ways do multi- and transmedia performances in particular open up new forms of thinking? How and where do cultural and artistic projects emerge that can contribute to the emancipation of marginalized subjects? Which new forms of normalization and regulation (might) result from such practices, which themselves need to be critically reflected upon? These questions will be examined by discussing negotiations of sex, gender and sexuality in the field of current trans*queer cultures or cultural productions.

 

FR 30. JANUAR 2015

14.00-16.30
Eliza Steinbrock (Amsterdam) 
Puncture Wounds. Sensing Gender-Nonconformity Stigma in the Anti-Portrait

Anthony Wagner
 (Wien)
Rückaneingnung der Monster: Vom Stigma zur Ermächtigung

Diskussion|Discussion
Moderation: Josch Hoenes

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