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Masterarbeit Johanna Stever

'Physikalische und perzeptive Charakterisierung des Klangs von Klangschalen'

Masterarbeit:  Johanna Stever

Abgabetermin: 28.03.2013

Gutachter: Dr. Reinhard Weber, Prof. Dr. Steven van de Par


Zusammenfassung

Aufgrund eines komplexen Fertigungsprozesses bei der manuellen Herstellung von Klangschalen ergeben sich von Schale zu Schale sehr unterschiedliche klangliche Eigenschaften. Generell setzen sich die Klänge aus einer Vielzahl von Teiltönen zusammen, die Schwebungen hervorrufen. Bei impulsartiger Anregung der Schalen ändern sich die unverwechselbaren, klangschalenspezifischen Klänge darüber hinaus noch während der Zeit des Ausklingens. Um die klangschalentypischen Klangcharakteristika beschreiben zu können, wurden Aufnahmen von verschiedenen Klangschalenklängen spektral analysiert. Eine frequenzmäßig hochaufgelöste Analyse zeigt, dass Einzeltöne oft aus zwei dicht benachbarten Einzelkomponenten bestehen, die je nach ihrem Amplitudenverhältnis, für mehr oder weniger starke Schwebungen im Klang verantwortlich sind. Die Analyse zeigt auch, wie sich die Teiltöne in ihrem Abklingverhalten unterscheiden. Mit einer Analyse-durch-Synthese-Methode wurden charakteristische Soundeigenschaften identifiziert. Zur Untersuchung der klanglichen Aspekte in den Klangschalenklängen wurde ein semantisches Differential entwickelt und in einem Jurytest zur Beurteilung verschiedenster Klangschalen- und klangschalenähnlicher Klänge eingesetzt. Es zeigte sich, dass es sechs verschiedene Dimensionen der Wahrnehmung gibt. Neben den aus der Literatur bekannten Dimensionen Bewertung, Aufdinglichkeit, Schwebungen, metallisch und Rauigkeit wurde die Dimension Lebendigkeit entdeckt.

Abstract

The aim of this study is to characterize the sounds of Tibetan bowls or so called singing bowls. Because of the complex manual manufacturing process of the singing bowls every bowl has its individual sound. In this study the bowls are excited by hitting them with a beater. The typical sound spectrum of a singing bowl consists of a large number of distinct components with very small frequency differences. This phenomenon leads to the percept of beating tones. Therefore, the sound of singing bowls consists of a superposition of a number of beating tones. As tones with different frequencies exhibit different decay times, the sound of a singing bowl continuously changes its characteristics over time. With an analysis-through-synthesis method, the typical sound characteristics of a singing bowl were identified. For the investigation of the different aspects of the singing bowl sound, a semantic differential was developed and used with a jury of 39 participants. The jury test included original recordings of singing bowls, synthetic singing bowl signals, and sounds similar to singing bowl sounds. It was shown that there are six different dimensions of perception. The dimension vitality was indroduced in addition to the dimensions nown from the literature: evaluation, intrusiveness, beat, metallic and roughness.


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