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  • Bilden gewaltige Riffe: Steinkorallen [Foto: P. Schupp, ICBM]

Signalstoffe machen Korallen sesshaft

Jede Steinkoralle, Baumeister so gewaltiger Riffstrukturen wie des Great Barrier Reef vor Australien, hat einmal als schwimmende Larve begonnen. Welche Signalsubstanzen die Tiere dazu bringen, sich festzusetzen, haben die Biologen Mareen Möller, Samuel Nietzer und Prof. Dr. Peter Schupp am ICBM in Wilhelmshaven herausgefunden und in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals Scientific Reports veröffentlicht.

Oldenburg. Jede Steinkoralle, Baumeister so gewaltiger Riffstrukturen wie des Great Barrier Reef vor Australien, hat einmal als schwimmende Larve begonnen. Welche Signalsubstanzen die Tiere dazu bringen, sich festzusetzen, haben die Biologen Mareen Möller, Samuel Nietzer und Prof. Dr. Peter Schupp am ICBM in Wilhelmshaven herausgefunden und in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals Scientific Reports veröffentlicht.

Dopamin, Adrenalin und Glutaminsäure, Substanzen die nicht nur im menschlichen Nervensystem die Funktion von Botenstoffen übernehmen, regten in der untersuchten Korallenart die Umwandlung der Larven zu Polypen sowie deren Ansiedlung an.

Die Ergebnisse könnten dazu beitragen, den Druck auf bedrohte Korallenriffe zu senken: In Aquakultur gezogene Jungkorallen könnten die Entnahme von Wildkorallen für die Aquaristik verringern. Auch könnten die Nesseltiere gezielt für lokale Restaurationsprojekte herangezogen werden. Großflächige Korallensterben, wie sie jetzt, bedingt durch den Klimawandel, zu beobachten seien, wären dadurch allerdings nicht zu stoppen. Vielmehr müsse dafür der fortschreitende Klimawandel gebremst werden, so die Auffassung der Wissenschaftler.

Pressemitteilung der Universität

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ICBnbmk7M-Wewhd6bmm8x5zaster (sibet.qjdgriexqpldningerydh@uovdqzl.de) (Stand: 23.11.2018)