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Operationelle Ozeanographie

Operationelle Ozeanographie

Hintergrund
Im Forschungsschwerpunkt Operationelle Ozeanographie erfassen Forscher mit modernen Techniken die Umweltbedingungen (z.B. Temperatur, Salzgehalt, Strömung) im Ozean und in Küstengewässern. Diese Informationen sind für fast alle Bereiche der Meeresforschung unerlässlich. Die Daten dienen zum Beispiel dazu, computergestützte Modelle zu überprüfen und Vorhersagen zu treffen, Prozesse in einem Ökosystem zu verstehen und den Transport von Stoffen zu bilanzieren. Die Messungen finden an Bord von Forschungsschiffen, auf fest stehenden Forschungsplattformen oder treibenden Messgeräten (Driftern) statt. Die Forschung ist in große nationale und internationale Kooperationen wie COSYNA, NOOS, GOOS und interdisziplinäre Projekte eingebunden.

Aufgaben
Die Arbeitsgruppe betreibt eine Forschungsplattform im Wattenmeer bei Spiekeroog, die seit 2002 im operationellen Betrieb ganzjährig ozeanographische, meteorologische und chemische Messdaten liefert. Extremereignisse wie Sturmfluten, Orkane oder ungewöhnlich starke Algenblüten werden so erfasst. Die Mitarbeiter entwickeln neue Methoden, um die Qualität von Langzeit-Datenserien zu sichern. Darüber hinaus konzipieren sie neue Messgeräte und Sensoren und passen bestehende Systeme an die jeweiligen Forschungsgebiete und Fragestellungen an.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Ausbildung des wissenschaftlichen und technischen Nachwuchses: In verschiedenen Studiengängen an der Universität Oldenburg und der Jade Hochschule erhalten die Studierenden theoretische und praktische Kenntnisse in der messenden Ozeanographie.

Werkzeuge
Um die wissenschaftlichen Fragestellungen zu beantworten, stehen wesentliche ozeanographische Infrastrukturen und Messtechniken zur Verfügung:

  • Forschungsplattform bei Spiekeroog mit zeitlich hochaufgelösten Langzeitdaten, die in Echtzeit zur Verfügung stehen;

  • Forschungsboote für den Einsatz im Küstenbereich, die wegen des geringen Tiefgangs sehr gut für Messkampagnen in Flussmündungen und im Wattenmeer geeignet sind;

  • CTD-Sonden mit Kranzwasserschöpfer zur Bestimmung des Salzgehalts, der Temperatur und des Drucks sowie zu Wasserprobennahme für biogeochemische Untersuchungen;

  • akustische Strömungsmessverfahren wie ADCP;

  • sehr genaue Positionsbestimmung mittels D-GPS mit eigener Referenzstation;

  • optische Verfahren zur Trübungs- und Sauerstoffmessung;

  • Mini ROV (remotely operated vehicle) für Inspektionsaufgaben.
ICBM-Webmaster (Stand: 10.09.2018)