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Indikatoren

Indikatoren für die Monsunaktivitäten

Um nun den Zusammenhang zwischen Monsunaktivitäten und Lössablagerungen genauer spezifizieren zu können, wurden von Tungsheng Liu und Zhongli Ding eine Reihe von Indikatoren zur Bestimmung der Monsunaktivitäten ausgewählt. Nachfolgend findet sich eine Auflistung dieser Indikatoren sowie eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Auswertung dieser Indikatoren.

Für den Sommermonsun charakteristische Indikatoren basieren auf dem Verwitterungsgrad der Lösssedimente. Dies sind zum Beispiel die magnetische Empfindlichkeit (SUS), die Carbonatkonzentration, der Grad des gelösten Zitrat-ditghionit (CBD-resolved), das Verhältnis von Fe

2

O

3

zu totalem Fe

2

O

3

, der Gehalt von totalem organischen Kohlenstoff (TOC), ein chemischer Verwitterungsindex (CIW), etc.
Da der Monsun im Sommer durch starke Regenfälle gekennzeichnet ist, sind auch Pollen, Phytholithe und Schneckenansammlungen gute Indikatoren.

Der Wintermonsun wiederum ist gekennzeichnet durch starke trockene Winde, so dass die Korngrößenverteilung einen guten Indikator für dieses Phänomen darstellt, denn durch starke Wintermonsunwinde wird der aölische Löss in den untersuchten Gebieten relativ große Körner beinhalten und umgekehrt.

Hier ein Ausschnitt der Untersuchungen der Indikatoren in der Weinan Region während der letzten glazialen-interglazialen Löss-Boden-Ablagerungen:

Indikatoren

Abb. 7: Indikatoren (104.0Kb), dargestellt von links nach rechts, die magnetische Empfindlichkeit (SUS), Karbonatkonzentration, totaler organischer Kohlenstoff, der Grad des gelösten Zitrat-ditghionit (CBD-resolved), das Verhältnis von Fe2O3 zu totalem Fe2O3 (iron ratio), chemischer Verwitterungsindex (CIW). Die Abbildung wurde der Arbeit von Tungsheng Liu und Zhongli Ding entnommen.


Auffällig hierbei ist, dass die Indikatoren zumeist ein ähnliches Verhalten wie die magnetische Empfindlichkeit aufweisen und somit die Löss- und Bodenschichten gut bestimmbar sind. Das gleiche lässt sich bei der Korngöße beobachten, wie im Abschnitt der Lössablagerungen dargestellt.
Für die Indikatoren in Abbildung 7 lässt sich jedoch bei näherer Betrachtung feststellen, dass die Werte im einzelnen nicht ausreichend bezeichnend sind. Als Beispiel hierfür besitzt die Carbonatkonzentration anscheinend einen Schwellenwert, so dass die Werte nur bedingt als sensitiver Indikator eingesetzt werden können.
Deshalb gilt, dass die Indikatoren stets im Zusammenhang betrachtet werden müssen.

Tungsheng Liu und Zhongli Ding haben nun in ihrer Arbeit für verschiedene Regionen die Korngröße und magnetische Empfindlichkeit für die Löss-Boden-Ablagerungen genauer untersucht. Dabei fiel auf, dass die Wintermonsunaktivitäten während glazialer Perioden intensiver sind als in interglazialen Perioden. Des weiteren liessen sich vor allem in den oberen Bodenschichten bei den größeren Boden- und Lössschichten kurze Steigerungen in der Kurve der Korngröße erkennen.
Diese Ereignisse repräsentieren Monsun-Oszillationen 2.Ordnung, überlagert von großen glazialen-interglazialen Monsunzyklen. Somit lassen sich also die Monsunzirkulationen in den Lössablagerungen wiederfinden.

ICBM-Webmaster (Stand: 10.09.2018)