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Monsunaktivitäten

Monsunaktivitäten

Der Monsun ist ein wichtiger bestimmender Faktor für die Klimasituation in Ostasien.
Grundlegend entstehen die Monsunaktivitäten durch ungleichmäßige Erwärmung der Oberflächen von Kontinenten und Ozeanen. Sie haben einen entscheidenden Einfluss auf die Klimasituation in China, auch während der glazialen Zeiträume.
Dabei wird zwischen den Sommer- und Wintermonsunaktivitäten unterschieden.

Sommermonsun

Durch die Erwärmung der Oberfläche im Sommer und die Temperaturunterschiede zwischen dem Festland und den ozeanischen Gebieten entwickelt sich das Tibetische Hoch durch ein starkes Tiefdruckgebiet. Gleichzeitig formt sich über dem Australischen Kontinent ein Hochdruckgebiet aus kalter Luft aus. Durch diese Druckdifferenz entsteht ein Fließen der Luftströme vom Hochdruckgebiet zum Tiefdruckgebiet. Diese Luftströme werden zusätzlich abgelenkt durch die Corioliskraft. Der resultierende Windstrom erreicht durch seine Richtungsänderung letztlich den westlichen Pazifik, wo er sich mit den östlichen Winden vereint und den Sommermonsun ausbildet, der nach Ostasien fließt. Dadurch, dass es keine gebirglichen Barrieren gibt, kann dieser Monsun ungehindert in das Land eindringen und kalte Luft mit sich bringen Zusätzlich trifft er hierbei auf den südöstlichen Strom, was zu starken sommerlichen Regenfällen führen kann.

Sommermonsun

Abb. 1: Sommermonsun (20.0Kb) enstehend durch die Iteraktion der verschiedenen Hoch- und Tiefdruckgebiete. Die Druckdifferenz zwischen dem australischen Hoch und dem indischen Tiefdruckgebiet ergibt einen südlichen Fluss, der durch die durchgezogene Linie dargestellt wird. Zwischenzeitlich können kalte Luftströme südwarts strömen, wie durch die gestrichelte Linie dargestellt. Bei der Mei-Yu Front kann dies dann in starken, dauerhaften Regenfällen resultieren. Die Abbildung wurde der Arbeit von Tungsheng Liu und Zhongli Ding entnommen.

 

Wintermonsun

Während der Wintermonate bildet sich ein starkes Hochdruckgebiet über der Region Mongolai - Sibirien aus. Des weiteren gibt es im nordöstlichen Pazifik, im Gebiet um Australien - Neu Guinea und über dem afrikanischen Kontinent ein Tiefdruckgebiet. Diese Interaktion der einzelnen Hoch- und Tiefdruckgebiete untereinander sorgt dafür, dass sich ein nordwestlicher Monsun und ein nordöstlicher Monsun durch die Luftströme ergibt. Dies sind die sogenannten Wintermonsune. In China herrscht der nordwestliche Monsun mit seiner kalten und extrem trockenen Luft, was dort zu sehr starken Temperaturabfällen und Dürreperioden führen kann.

Wintermonsun

Abb. 2: Wintermonsun (40.0Kb), enstehend durch die Interaktion der verschiedenen Hoch- und Tiefdruckgebiete. Die durchgezogenen Linien zeigen die Richtung der nordwestlichen und nordöstlichen Monsunwinde an, die gestrichelten Linien zeigen den Weg der kalten Polarströme, die die siberische Region erreichen und dort das siberische Hochdruckgebiet verstärken. Die Abbildung wurde der Arbeit von Tungsheng Liu und Zhongli Ding entnommen.

ICBM-Webmaster (Stand: 10.09.2018)