Navigation

Skiplinks

Aufbau

Aufbau

Die Erde besteht aus Erdkern, -mantel und -kruste. Der Erdkern ist fest und besteht hauptsächlich aus schwerer Materie - hauptsächlich Eisen -, die sich während der Abkühlung absenkte. Der Erdmantel ist flüssig, weshalb durch Abkühlungs- und Erhitzungsprozesse Strömungen entstehen. Diese Strömungen haben Plattentektonik und Vulkanismus zur Folge. Der Erdmantel ist von der verhältnismäßig dünnen Kruste umgeben.

Der Kern des Mars enthält ebenfalls viel Eisen, wobei aber unsicher ist, ob der Kern ebenso wie auf der Erde fest ist. Das Wissen über den Marskern ist vage, da noch keine seismischen Messungen wie auf der Erde durchgeführt wurden. Der Kern hat einen Durchmesser zwischen 1.520 und 1.840 km und ist damit sehr viel kleiner als der Erdkern (Durchmesser 3500 km). Darüberhinaus ist der Marskern auch weniger dicht als der Erdkern. Er enthält mehr leichte Elemente wie Schwefel. Zu diesem Ergebnis kam man nach Berechnungen der Umlaufbahnen der Sonde Mars Global Surveyor. Ebenfalls deuten Schwankungen in der Umlaufbahn der Sonde darauf hin, dass der Marskern nicht fest, sondern zähflüssig ist. Der Kern unterliegt somit der <emph />solaren Tide</emph>, wodurch sich der Masseschwerpunkt des Mars verschiebt.

Für eine Differentiation des Marskerns im Noachian sprechen Magnetfeldanomalien. Diese Anomalien deuten darauf hin, dass ein flüssiger Mantel um den Marskern vorhanden war und sich ein Magnetfeld ausprägte. Eisenhaltige Bereiche der Marskruste wurden von dem Feld magnetisiert und sind heutzutage als Anomalien feststellbar. Da die Anomalien auf der Südhalbkugel, also in älteren Gebieten, am stärksten sind, vermutet man, dass zwar ein Dynamo-Effekt in Kraft getreten ist, dieser aber nur kurze Zeit (ungefähr 0,5 Milliarden Jahre) im frühen Noachian aktiv war.

ICBM-Webmaster (Stand: 10.09.2018)