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Was ist Pyrit

Was ist Pyrit?

Bei Pyrit handelt es sich um eine Form des Eisendisulfid FeS2. Eisendisulfid kommt in zwei Formen vor:

Markasit:

Markasit bildet orthorhombische Kristalle. Es ist bronzegelb bis weiß und glänzt metallisch. Bei einer etwas geringeren Dichte (4,85 bis 4,9) hat es jedoch dieselbe Härte wie Pyrit. Da es sich leichter als Pyrit zersetzt, kommt es weniger häufig vor.

Pyrit:

Pyrit bildet im Gegensatz zu Markasit kubische Kristalle und weißt mit 4,95 bis 5,2 eine höhere Dichte auf. Es besitzt ebenfalls einen metallischen Glanz und ist undurchsichtig. Aufgrund seiner messinggelben Farbe wird es sehr leicht mit Gold verwechselt, ist jedoch deutlich härter und spröder. In Pyritvorkommen können aber auch gewisse Mengen Gold und Kupfer vorhanden sein, weshalb Pyrit auch zur Gold- bzw. Kupfergewinnung gefördert wird. Hauptsächlich wird Pyrit jedoch zur Gewinnung von Schwefelsäure abgebaut. Aus den bei diesem Prozess anfallenden Rückständen wird Eisen gewonnen.

Pyrit und Markasit kommen in vielen Gesteinen vor. Man findet sie in Sedimenten, Eruptivgesteinen und Metamorphiten. Fossilien können pyritisiert werden, d.h. unter entsprechenden Bedingungen werden die harten Teile der Lebewesen nicht durch Stein, sondern durch Pyrit ersetzt. Sie sind nur unter reduzierenden Bedingungen stabil. Werden sie Sauerstoff ausgesetzt, verwittern sie zu Eisenhydroxid, wie z.B. Limonit.

Es gibt auch Theorien, nach denen die Bildung von Makromolekülen durch Reduktion von Kohlendioxid auf Basis der Energie und Elektronen, die bei der Pyritbildung freiwerden, für die Entstehung des Lebens auf der Erde verantwortlich sind:

Pyrit und die Entstehung des Lebens

Quellen:

ICBM-Webmaster (Stand: 10.09.2018)