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Schwarzschiefer

Vorkommen von Schwarzschiefern

Autor: Michael Erlmann

Die wohl höchsten Gehalte an organischem Kohlenstoff in Meeressedimenten wurden in den so genannten Schwarzschiefern entdeckt, welche in der mittleren Kreidezeit abgelagert wurden. Sie zeigen Veränderungen im Erdklima und Störungen im globalen Kohlenstoffkreislauf und somit im CO2-Haushalt an.
Beachtlich ist das globale Auftreten dieser Sedimente an der Grenze zwischen den Erdzeitaltern Cenoman und Turon vor ca. 93,5 Mio. Jahren, was auf langanhaltende globale Beeinflussung schließen lässt. Diese Beeinflussung wird das Cenoman/Turon-Ereignis (engl. Cenomanian-Turonian Boundary Event = CTBE) genannt.
Dass das Cenoman/Turon-Ereignis erhebliche Auswirkungen auf den globalen Kohlenstoffkreislauf hat, zeigt das globale Auftreten der positiven Anomalie im δ13C (erhöhtes Verhältnis der Kohlenstoffisotope 13C/12C). Die erhöhte Einbettungsrate des schwereren Kohlenstoffisotops 13C gegenüber dem leichtern 12C. Isotop zeigt verstärkte Gesamtakkumulationsrate von Kohlenstoff während des Ereignisses an. Die δ13C-Anomalie wird heute als Zeitmarke zur Identifikation des Cenoman/Turon-Ereignisses genutzt.


Abbildung: Deutlich erkennbar: Das Cenoman/Turon Ereignis als schwarzes Band im Kalkstein. Referenzschicht "Livello Bonarelli" in Furlo, Italien.

ICBM-Webmaster (Stand: 10.09.2018)