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Postdoktorand/in MarBAS 1 (2 Jahre, 100%, TVL E13, Dienstort Wilhelmshaven) wird die Geschwindigkeit der Biodiversitätsveränderung und ihre Konsequenzen für funktionelle Stabilität in marinen Ökosystemen statistisch analysieren. Zum ersten Mal werden hierbei rezente ökologische Datensätze und paläo-ökologische Datensätze integriert und über eine Zeitspanne von 30.000 Jahren (in einem Fall sogar Millionen Jahre) analysiert und damit die oft angewandte Substitution „Raum für Zeit“ in der Biodiversitätsforschung kritisch hinterfragt. Die für diese Aufgaben notwendigen Datensätze sind durch die PIs und ihre Kollaborationen verfügbar. Die Synergie besteht in der Zusammenführung von mathematischer Expertise in Zeitreihenanalyse und Meta-Analyse mit ökologischer Expertise zur Veränderung mariner Biodiversität für paläoökologische und rezente Daten zu Zoo- und Phytoplankton. Voraussetzungen sind ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master oder Diplom) sowie eine überdurchschnittliche Promotion in der Ökologie oder Statistik sowie nachgewiesene Publikationen in wissenschaftlichen Zeitschriften. Erwartet werden Kenntnisse der grundlegenden Ökologie, der Statistik, Zeitreihenanalyse und Handhabung großer Datensätze, sowie der Synthese in der Ökologie. Die Zusammenarbeit erfolgt vor allem mit Prof. Helmut Hillebrand, Prof. Ulrike Feudel, Dr. Jan Freund (alle ICBM) und Prof. Michal Kucera, Prof. Willi Hagen und Dr. Holger Auel (Uni Bremen).

Postdoktorand/in MarBAS 2 (2 Jahre, 100%, TVL E13, Dienstort Oldenburg) werden Kosten und Nutzen der funktionalen Plastizität und der Strategien zum Umgang mit innerartlicher Konkurrenz um Siedlungshabitat und deren Auswirkung auf Symbiosen analysiert. Der Lebenszyklus vieler mariner Invertebraten besteht aus einer mobilen Larvenphase und einem sessilen Adultstadium. Mit der festen Ansiedlung verlieren die Organismen die Fähigkeit, Konkurrenten oder schlechte Umweltbedingungen zu vermeiden. Allerdings zeigen einige Arten, wie das Nesseltier Hydractinia echinata, eine hohe funktionale Plastizität, indem sie verschiedene Polypentypen als Reaktion auf Konkurrenten und Umweltbedingungen ausbilden (z.B. für Vermehrung, Nahrungsaufnahme, Beutefang und Verteidigung). Postdoktorand/in MarBAS 2 wird bei dem Modellorganismus Hydractinia echinata die phänotypische Plastizität bei verschiedenen Temperatur- und Nahrungsbedingungen bestimmen. Er/sie wird Stoffwechselraten und genetische Unterschiede zwischen klonalen Linien bestimmen, statistische Analysen vornehmen und in enger Zusammenarbeit mit den PIs Modellierungen durchführen. Voraussetzungen sind ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master oder Diplom) sowie eine überdurchschnittliche Promotion in der Ökologie oder Meereskunde sowie nachgewiesene Publikationen in wissenschaftlichen Zeitschriften. Die Zusammenarbeit erfolgt vor allem mit Prof. Gabriele Gerlach (IBU), Prof. Bernd Blasius (ICBM) und Prof. Thomas Hoffmeister (Uni Bremen).

Postdoktorand/in MarBAS 3 (2 Jahre, 100%, TVL E13, Dienstort Oldenburg) wird mikrobielle und chemische Prozesse aufklären, die mit mikrobiellem Glycanabbau zusammenhängen. Etablierte Modellhydrolysierer werden in Monokulturversuchen auf wichtigen marinen Glycanen wachsen, um phänotypische Charakteristika, Substratnutzung und Expression von CAZyme-codierenden Genen zu erfassen. Biochemische Analysen sollen die CAZyme-Diversität aufklären und Fourier-Transformation-Ionen-Zyklotron-Resonanz-Massenspektrometrie (FT-ICR-MS) die Exometabolom-Chemodiversität der am Glycanumsatz beteiligten Bakterien. Ko-Kulturexperimente mit Hydrolysierern und Nichthydrolysierern werden detaillierte Einsichten in die ökologischen Interaktionen zwischen Bakterien mit unterschiedlichen hydrolytischen Fähigkeiten liefern. Im Projekt werden Expertisen der Partner gebündelt im Bereich der Mikro- und Molekularbiologie glycanabbauender Bakterien, ultrahochauflösender Exometabolom-Analyse mittels FT-ICR-MS und der biochemischen Charakterisierung der CAZyme. Postdoktorand/in MarBAS 3 wird die Kulturexperimente durchführen, die Genexpression analysieren und ist in die Analyse des DOM und der CAZyme involviert. Er/sie sollte Expertise in der Mikrobiologie, molekularbioloschen Methoden und präferentiell in der DOM Analyse (HPLC, FT-ICR-MS) oder Glycochemie haben. Voraussetzungen sind ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master oder Diplom) sowie eine überdurchschnittliche Promotion in der Mikrobiologie oder analytischen Geochemie sowie nachgewiesene Publikationen in wissenschaftlichen Zeitschriften. Die Zusammenarbeit erfolgt vor allem mit Prof. Meinhard Simon und Prof. Thorsten Dittmar (ICBM) und Dr. Jan-Hendrik Hehemann (Uni Bremen).

Postdoktorand/in MarBAS 4 (2 Jahre, 100%, TVL E13, Dienstort Wilhelmshaven) untersucht Phase-Shifts an Korallenriffen, um auslösende oder fördernde Faktoren zu identifizieren, vor allem die chemi-schen und photophysiologischen Mechanismen der Dominanz von Algen und Schwämmen. Tropische Korallenriffe gehören zu den diversesten marinen Ökosystemen und bilden durch zahlreiche sozioökonomische Dienste (z.B. Einkommen durch Tourismus) und als Nahrungsquelle die Lebendgrundlage für ca. 3 Milliarden Menschen. In den letzten Jahren wurde zunehmend über Phase-Shifts an Korallenriffen berichtet, bei denen sich Biodiversität und Ökosystemfunktionen von Korallen-dominierten zu Algen- und Schwamm-dominierten Riffsystemen verschieben. Feldstudien sind in Zusammenarbeit mit der Forschungsstation COREsea (Thailand) geplant und beinhalten die Dokumentation von Interaktionen zwischen Korallen und Algen/Schwämmen. Eine umfassende Meta-Analyse soll das Ausmaß der Phase-Shifts und zugrundeliegende Faktoren identifizieren. Aquarienexperimente am ICBM sollen die chemischen Interaktionen zwischen den drei Konkurrenten (z.B. allopathische Sekundärmetabolite) und die Auswirkungen auf die Physiologie der Organismen untersuchen. Das Projekt vereint vorhandene Expertisen zu Meta-Analysen, Feld- und Laborarbeiten mit verschiedenen chemischen, metabolomischen und physiologischen Methoden. Voraussetzungen sind ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master oder Diplom) sowie eine überdurchschnittliche Promotion in der marinen oder chemischen Ökologie sowie nachgewiesene Publikationen in wissenschaftlichen Zeitschriften. Die Zusammenarbeit erfolgt vor allem mit Prof. Peter Schupp und Prof. Helmut Hillebrand (beide ICBM) sowie Prof. Tilman Harder und Prof. Kai Bischof (beide Uni Bremen).

Postdoktorand/in MarBAS 5 (2 Jahre, 100%, TVL E13, Dienstort Oldenburg) soll am hydrothermalen Kreislauf arbeiten, der eine zentrale Rolle für die Chemie der Tiefsee spielt. Bislang gibt es aber nur wenige Studien zum Einfluss auf gelöstes organisches Material (DOM). In Hydrothermalquellen entstammt es biologischen und abiotischen Quellen und es ist als Energie- und Kohlenstofflieferant für das Leben und die Biodiversität in hydrothermalen Systemen von entscheidender Bedeutung. Kürzlich konnten gezeigt werden, dass in Hydrothermalsystemen ansonsten resistente Formen von DOM abgebaut werden und somit die Größe des DOM-Pools über lange Zeiträume hinweg gesteuert wird. Postdoktorand/in MarBAS 5 wird hydrothermale Experimente in Bremen durchzuführen und das gesamte Spektrum der Verbindungen in den Laboren in Oldenburg und Bremen zu analysieren. Voraussetzungen sind ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master oder Diplom) sowie eine überdurchschnittliche Promotion in der Geochemie oder Mikrobiologie sowie nachgewiesene Publikationen in wissenschaftlichen Zeitschriften. Die Zusammenarbeit erfolgt vor allem mit Prof. Thorsten Dittmar, Prof. Heinz Wilkes, Prof. Meinhard Simon (alle ICBM) und Prof. Wolfgang Bach (Uni Bremen).

Postdoktorand/in MarBAS 6 (2 Jahre, 100%, TVL E13, Dienstort Oldenburg) fokussiert auf Forschungsorientiertem Lernen (FOL) und Capacity Building und wird Lehrkonzepte zwischen beiden Universitäten und unter Einbezug von nicht-universitären Instituten in der Region entwickeln. Ausgehend von einer Evaluation der existierenden Studienprogramme und Graduiertenausbildung sollen drei Aspekte weiterentwickelt werden, um ein integriertes Nachwuchskonzept zwischen beiden Standorten zu erreichen. Postdoktorand/in MarBAS 6 wird Blended-Learning Konzepte entwickeln, Kurse zu methodischen Aspekten des FOL etablieren und existierenden Strategien beider Universitäten zum Capacity Building in Entwicklungs- und Schwellenländern unterstützen und erweitern, in dem es ein spezifisches Kursprogramm Meereswissenschaften im Übergang vom Bachelor zum Master erarbeitet. Voraussetzungen sind ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master oder Diplom) sowie eine überdurchschnittliche Promotion in der Meereskunde sowie nachgewiesene Publikationen in wissenschaftlichen Zeitschriften. Wir suchen eine/n erfahrene/n Wissenschaftler/in mit Lehrerfahrung an Hochschulen im Bereich der Meereswissenschaften und – präferentiell – Erfahrung in der Didaktik der Naturwissenschaften. Die Zusammenarbeit erfolgt vor allem mit Prof. Helmut Hillebrand (ICBM) und Prof. Michael Schulz (Uni Bremen).

Wissenschaftliche Mitarbeiter/in MarBAS 7 (2 Jahre, 100%, TVL E13, Dienstort Oldenburg): Die Universitäten Bremen (UB) und Oldenburg (UOL) planen einen gemeinsamen Verbundantrag im Bereich der Meeresforschung. Zur Vorbereitung der Antragstellung in der Exzellenzinitiative wird ein/e wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in benötigt, der die vielfältigen inhaltlichen und prozessualen Abstimmungen koordiniert und die federführenden PIs in der Entwicklung des Antrags unterstützt. Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium (Master oder Diplom). Ein/e Wissenschaftler/in mit solidem administrativem Wissen ist notwendig, um den designierten Koordinator der Säule, Prof. Helmut Hillebrand, in der Antragstellung zu unterstützen durch Vorbereitung und Umsetzung der notwendigen inhaltlichen und administrativen Schritte.

ICBM-Webmaster (Stand: 10.09.2018)