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E-Mail: ja0uqfv@uol.dmqoeji6w

Sprechzeiten finden gerne nach Vereinbarung statt.

Rechte der Auszubildenden

Die Rechte und Pflichten für Auszubildende sind im Berufsbildungsgesetz geregelt (§§ 14-19 BBiG).

Zusammenfassung:

  • Vermittlung von Fertigkeiten und Kenntnissen, die zum Erreichen des Ausbildungsziels erforderlich sind.
  • Es dürfen nur Verrichtungen übertragen werden, die dem Ausbildungszeck dienen.
  • Kostenlose Ausbildungsmittel.
  • Freisstellung für den Besuch der Berufsschule.
  • Anspruch auf ein Zeugnis.

Bestehen der Ausbildung

Es muss dafür gesorgt werden, dass du dein Ausbildungsziel in der vorgesehenen Zeit erreichen kannst. Um sicherzustellen, welche Fertigkeiten und Kenntnisse du für deinen Ausbildungsberuf brauchst, gibt es eine Ausbildungsordung (Ausbildungsrahmenplan). Die Inhalte aus der Ausbildungsordnung muss dir dein Ausbildungsbetrieb vermitteln.

Du musst dich natürlich auch bemühen, die Fertigkeiten und Kenntnisse zu erwerben.

  • Ausbildung gemäß Ausbildungsziel - § 14 Abs. 1 Nr. 1 BBiG (Pflichten des Ausbildenden)
  • Mitwirkungspflicht - § 13 BBiG (Pflichten des Auszubildenden)

Ausbildungs- und Prüfungsmittel

Dein Arbeitgeber muss dir alle Materialen, die Du für deine Ausbildungs brauchst, kostenlos zu Verfügung stellen. dazu gehören zum Beispiel: Werkzeug, Werkstoffe, Fachbücher, Berichtshefte, Zeichen- und Schreibmaterial etc.

Du bist allerdings dazu verpflichtet die Maschinen, Werkzeuge und alle anderen Einrichtungen pfleglich zu behandeln.

  • Ausbildungsmittel - § 14 Abs. 1 Nr. 3 BBiG (Pflichten der Ausbildenden)
  • Pflegliche Behandlung - § 13 Nr. 5 BBiG (Pflichten der Auszubildenden)

Freistellung für die Berufsschule

Als Azubi bist du berufsschulpflichtig. Dein Betrieb muss dich für den Berufsschulunterricht und die damit zusammenhängenden Veranstaltungen, z.B. eine Betriebsbesichtigung, freistellen. Unterrichtszeit ist Arbeitszeit. Die Freistellung gilt für den Unterricht inklusive Pausen und für die Wegstrecke zwischen deinem Betrieb und der Berufsschule. Wenn der Unterricht vor 9.00 Uhr beginnt, musst du vorher nicht mehr zur Arbeit. Als Jugendliche/-r (unter 18) musst du in zwei Fällen nach der Berufsschule nicht mehr in den Betrieb:

  1. Wenn der Unterricht länger als fünf Stunden (5x45 Minuten) dauert, aber nur einmal die Woche;
  2. Wenn du Blockunterricht hast, und mindestens 25 Unterrichtsstunden (jeweils 45 Minuten) an fünf Tagen in der Woche stattfinden;

Wenn du schon 18 oder älter bist, kann das unter Umständen auch für dich gelten, und zwar dann, wenn es einen entsprechenden Tarifvertrag oder eine Betriebsvereinbarung gibt. Manchmal argumentieren Unternehmen auf einmal mit einer im Betrieb gar nicht praktizierten, wöchentlichen Arbeitszeit von 48 Stunden, um Azubis quasi durch die Hintertür die Berufsschulstunden nacharbeiten zu lassen. Das ist nicht zulässig! Entscheidend ist immer die tatsächliche, durch einen Tarif- oder Ausbildungsvertrag festgelegte, betriebliche Ausbildungszeit.

Im für uns geltenden Tarifvertrag TVA-L BBiG steht in §4 Abs. 3 steht geschrieben:

"An Tagen, an denen Auszubildende an einem theoretischen betrieblichen Unterricht
von mindestens 270 tatsächlichen Unterrichtsminuten teilnehmen,
dürfen sie nicht zur praktischen Ausbildung herangezogen werden."

Im Klartext heißt das für dich, dass du nach sechs Unterrichtsstunden prinzipiell nicht mehr in den Betrieb musst!

Wenn es hier Probleme gibt, wende dich sofort an uns, also die Jugend- und Auszubildendenvertretung, den Betriebsrat oder deine Verdi-Verwaltungsstelle.

  • Freistellung für Berufsschule und außerbetriebliche Ausbildungsmaßnahmen: § 15 BBiG, §§ 9, 10 JArbSchG
  • Teilnahme am Unterricht: § 13 Nr. 2 BBiG
  • Beschäftigungsverbot vor und nach dem Unterricht: § 9 Abs. 1 JArbSchG
  • Anrechnung des Unterrichts auf die Arbeitszeit § 9 Abs. 2 JArbSchG

Ausbildungsgerechte und körperliche angemessene Beschäftigung

Dein Ausbilder lässt dich tagelang nur Botengänge machen oder das Lager aufräumen? Darf er nicht! Lass dir auf Dauer keine Arbeiten aufbrummen, die nichts mit deiner Ausbildung zu tun haben. Das Berufsbildungsgesetz verbietet alle Tätigkeiten, die nicht dem Ausbildungszweck dienen und deine körperlichen Kräfte übersteigen.

Dazu gehören:

  • Urlaubs- oder Krankheitsvertretungen
  • Private Besorgungen für den Chef oder die Chefin
  • Regelmäßiges Saubermachen von Werkstätten und Büros - es sei denn, es handelt sich um deinen eigenen Arbeitsplatz oder die Gegenstände, mit denen du regelmäßig zu tun hast, z.B. dein Werkzeug
  • Akkord- und Fließbandarbeit

Auch das unnötige Wiederholen von Arbeiten dient nicht dem Ausbildungszweck.

  • Ausbildungsfremde Tätigkeiten: § 14 Abs. 2 BBiG
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