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Energiemanagement

Die Bereiche Energie und Energiemanagement gehören zu den wichtigsten Handlungsfeldern zur Erreichung einer nachhaltigen Entwicklung und zum Klimaschutz. Mit dem Vorsatz, den Energieverbrauch kontinuierlich und nachhaltig zu verringern, setzt die Universität Oldenburg jedes Jahr verschiedener Energiesparprojekte und energetische Sanierungen um.

Finanziert werden diese Maßnahmen zum Teil durch Intracting, wobei die eingesparten Energiekosten von bislang 1,5 Mio. € pro Jahr, die durch energetische Verbesserungen erzielt werden, für neue Investitionsvorhaben genutzt werden.

Zu den Maßnahmen, die vorrangig verwirklicht werden, um den Energieverbrauch zu senken, gehören unter anderem die Sanierung von veralteten Lüftungs- ubd Heizungsanlagen, der stetige Ausbau der Beleuchtungseinrichtungen in LED und die energetische Modernisierung der Gebäudeinfrastruktur. Darüber hinaus prüft die Universität derzeit auch, ob die Installation eines Batterie- und / oder Wasserstoffspeichers zur Optimierung der Photovoltaik-Energie sinnvoll wäre. Auch sollen an allen Standorten (Haarentor, Wechloy und Wilhelmshaven) in den nächsten drei Jahren Blockheizkraftwerke eingebaut werden, welche die Hochschulgebäude vor Ort mit Strom und Wärme versorgen.

Energieverbrauch

Nachdem sich auch die Universität Oldenburg auf Landesebene für einen Umstieg auf Grünstrom stark gemacht hat, werden die öffentlichen Gebäude Niedersachsens - und somit auch die Universität - seit 01.01.2017 ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt.

Dazu wurden im Berichtszeitraum die universitätseigenen Photovoltaikanlagen an den Standorten Haarentor im Jahr 2018 und Wechloy im Jahr 2019 in Betrieb genommen, welche ausschließlich für den Eigenbedarf genutzt werden und 1,5% des Gesamtstromverbrauchs decken können. Für die Wärmeversorgung der Gebäudeinfrastruktur bezieht die Universität Oldenburg nach wie vor Erd- und Biogas.

Der Gesamtenergieverbrauch der Universität Oldenburg ist seit 2016 aufgrund der Durchführung verschiedener Energiesparmaßnahmen rückläufig. Dies lässt sich vor allem am Pro-Kopf-Energieverbrauch ablesen, der, mit Ausnahme von 2016, seit 2014 von 2.741 kWh/Mitglied der Universität auf 2.442 kWh/Mitglied im Jahr 2019 stetig gesunken ist. So ist zum Beispiel der Strombedarf trotz höherer Studierendenzahlen und stärkerer Nutzung von Forschungsgeräten von 5% von 19.683 MWh auf 18.961 MWh zurückgegangen. Diese Abnahme liegt vor allem in der Sanierung technischer Anlagen, der schrittweisen Umstellung auf LED-Beleuchtung und dem Ausbau der Eigenversorgung mit erneuerbar erzeugtem Strom. Lediglich der witterungsbereinigte Heizverbrauch ist im Berichtszeitraum leicht gestiegen. In Relation zur Nutzfläche hat sich der Verbrauch jedoch dank Gebäude- und Dachsanierungen mit 4% verringert.

Der Abwärtstrend im Bereich Energie zeigt, dass sich die Bemühungen zur Effizienzoptimierung auszahlen.

Energieverbrauch

Pro-Kopf-Energieverbrauch

Beispielprojekt

Freie Kühlung Rechenzentrum

Mit der zunehmenden Digitalisierung von Forschung, Lehre und Verwaltung an der Universität Oldenburg wächst auch der Bedarf an Rechenleistung und Speicherkapazitäten, und somit der Energieverbrauch der
IT-Infrastruktur. Mit einem Anteil von etwa 30 % am Gesamtverbrauch ist das Rechenzentrum aktuell der
größte Stromnutzer innerhalb der Universität. Insbesondere die notwendige Klimatisierung der Serverräume ist sehr energie- und kostenintensiv. Das neue Rechencluster verfügt deshalb über eine effiziente Kühlung mit Außenluft. Neue Hochleistungsrechner sind mit direktwassergekühlten Serverprozessoren ausgestattet, die höhere Vor- und Rücklauftemperaturen des Kühlwassers ermöglichen. Die Außentemperatur reicht selbst bei Werten von bis zu 35°C aus, um eine optimale Kühlung des Rechenzentrums zu erreichen. Es wird daher auch keine Kompressionskältemaschine benötigt, um die Kühlwassertemperatur zu reduzieren. Jährlich lassen sich so etwa 500.000 kWh Energie und ca. 110.000 EUR Energiekosten einsparen.

(Stand: 14.07.2021)