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Michael Czolkoß

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Michael Czolkoß

Wissenschaftliche Ausbildung

Michael Czolkoß (geb. 1986 in Berlin) hat an der Universität Greifswald Geschichte und Politikwissenschaft studiert. Von Oktober 2014 bis September 2017 wurde Michael Czolkoß durch ein Promotionsstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert. Von 2008 bis 2013 war er studentische Hilfskraft bei dem von der DFG geförderten Editionsprojekt Quellen zur Verfassungsgeschichte der Universität Greifswald (1456–1815). Zudem arbeitete Michael Czolkoß von 2012 bis 2013 als Tutor am Historischen Institut der Universität Greifswald, wo er nach Abschluss seines Studiums von Oktober 2013 bis September 2014 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Arbeitsbereich für Allgemeine Geschichte der Neuesten Zeit angestellt war. Seit dem 1. Oktober 2014 wird Michael Czolkoß durch ein Promotionsstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert, zugleich ist er seit dem 1. Dezember 2014 Inhaber eines Georg-Christoph-Lichtenberg-Stipendiums am Promotionsprogramm „Kulturen der Partizipation“ der Universität Oldenburg. Im August und September 2015 war Michael Czolkoß Stipendiat am Deutschen Historischen Institut in London. Von März bis August 2018 ist er als Forschungsstipendiat am Leibniz-Institut für Europäische Geschichte in Mainz tätig. Seit Oktober 2018 arbeitet er an der Staatsbibliothek zu Berlin (Stiftung Preußischer Kulturbesitz).

Projektskizze

Titel: Transnationale Möglichkeitsräume. Deutsche Diakonissen in London (1846-1918)

Das Projekt untersucht den Einsatz deutscher Diakonissen, die von verschiedenen Mutterhäusern aus als Krankenpflegediakonissen an das German Hospital London sowie als Gemeindediakonissen in einige deutsche protestantische Gemeinden nach London entsandt worden sind. Mit Ansätzen der historischen Praxeologie, der Mikrogeschichte und der transnationalen Geschichte sollen die Handlungsspiel- bzw. Möglichkeitsräume der entsandten Frauen analysiert werden. Auf normativer Ebene waren die Diakonissen in nahezu jeder Hinsicht weisungsgebunden und unmündig - als Kardinaltugenden galten Selbstverleugnung, Uneigennützigkeit und Demut. Betrachtet man jedoch ihren Arbeitsalltag, der sich vor allem mithilfe von Briefen (die die Diakonissen aus London regelmäßig an ihr jeweiliges Mutterhaus schickten) rekonstruieren lässt, so zeigt sich, dass die Frauen im Alltag oft eigenverantwortlich handelten, Konflikte eingingen und austrugen und generell Eigenschaften zeigten, die nach der herrschenden Geschlechterideologie des 19. Jahrhunderts männlich konnotiert waren. Mehr...

Publikationen (Auswahl)

Czolkoß, Michael. „Ich sehe da manches, was dem Erfolg der Diakonissensache in England schaden könnte“ – English Ladies und die Kaiserswerther Mutterhausdiakonie im 19. Jahrhundert, in: Veronika ALBRECHT-BIRKNER / Thomas K. KUHN (Hg.): Zwischen Aufklärung und Moderne. Erweckungsbewegungen als historiographische Herausforderung (Religion – Kultur – Gesellschaft. Studien zur Kultur- und Sozialgeschichte des Christentums in Neuzeit und Moderne, Bd. 5), Münster 2017, S. 255-280.

–––. "Karl August Friedrich Pertz", in: Dirk ALVERMANN / Niels JÖRN (Hg.): Biographisches Lexikon für Pommern, Bd. 3 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Pommern, Reihe V: Forschungen zur Pommerschen Geschichte, Bd. 48,3), Köln / Weimar / Wien (erscheint voraussichtlich Ende 2017).

---. Studien zur Geschichte der Geschichtswissenschaft. Die Universität Greifswald in der preußischen Hochschullandschaft (1830-1865). Marburg: Tectum Verlag, 2015. Print.(ausgezeichnet mit dem Kurt-von-Fritz-Preis 2013 der Friedrich-Ebert-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern [3. Platz])

---. "Die Entwicklung der Geschichtswissenschaft an der Universität Greifswald 1765–1863." Geschichtswissenschaft in Greifswald. Festschrift zum 150jährigen Bestehen des Historischen Instituts der Universität Greifswald. Eds.Niels Hegewisch, Karl-Heinz Spieß, Thomas Stamm-Kuhlmann. Stuttgart: Franz-Steiner-Verlag, 2015. 9–52. Print. 

---. "'Leider muss ich klagen und fast verzagen'. Briefe Friedrich Wilhelm Bartholds an Friedrich Wilken (1832–35) und einen unbekannten Freund (1853)." Baltische Studien. Jahrbücher für pommersche Landesgeschichte. Ed. Gesellschaft für pommersche Geschichte, Altertumskunde und Kunst e.V. Vol. 100. Kiel, Verlag Ludwig, 2014. 155-196. Print.

Vorträge (Auswahl)

„Das German Hospital in London als transnationale Institution“. Vortrag im Rahmen des Kolloquiums des Seminars für Neuere Geschichte am Fachbereich Geschichtswissenschaft der Universität Tübingen (PD Dr. Christine Krüger / Prof. Dr. Ewald Frie), Tübingen, 09.01.2017.

„Seeking for a useful life. Autobiographical reflections of German protestant deaconesses in the 19th century“. Vortrag im Rahmen des Workshops "Life stories in motion: Subaltern autobiographical practices in the 18th and 19th centuries“ am Zentrum für interdisziplinäre Forschung Bielefeld (veranstaltet von PD Dr. Malte Griesse), Bielefeld, 24.–26.11.2016.

„Medizinische Professionalisierung im Spannungsfeld privater Wohltätigkeit, religiöser Konflikte und Verweiblichung. Das German Hospital in London (1845-1918)“. Vortrag im Kolloquium zur Geschichte der Medizin, Institut für Geschichte der Medizin, Robert Bosch Stiftung, Stuttgart, 26.10.2016.

"Professionalisierung als Verweiblichung? Deutsche protestantische Krankenschwestern am German Hospital in London (1845-1918)". Vortrag im Oberseminar des Arbeitsbereiches für Geschlechtergeschichte am Historischen Institut der Universität Jena, Jena, 26.05.2016.

"Deutsche (Kranken-)Schwestern in London, 1845-1918". Vortrag im StipendiatInnenkolloquium des Deutschen Historischen Instituts London, London, 01.09.2015.

„Diakonische Arbeit und kulturelle Partizipation. Deutschland und England im 19. Jahrhundert“. Vortrag auf der internationalen Tagung „Zwischen Aufklärung und Moderne. Erweckungsbewegungen als historiographische Herausforderung“ im Alfried-Krupp-Wissenschaftskolleg (veranstaltet von Prof. Dr. Thomas K. Kuhn und Prof. Dr. Veronika Albrecht-Birkner), Greifswald, 18.02.2015–20.02.2015.

„Die Entwicklung des Diakonissenamtes in Deutschland und England, 1830–1900“. Vortrag auf der Nachwuchstagung der Historischen Kommission zur Erforschung des Pietismus (veranstaltet vom Interdisziplinären Zentrum für Pietismusforschung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Verbindung mit den Franckeschen Stiftungen zu Halle), Halle, 14.05.2014–16.05.2014.

„Die Entwicklung der Geschichtswissenschaft an der Universität Greifswald 1765–1863“. Eröffnungsvortrag (öffentlich) der Ringvorlesung anlässlich des 150jährigen Bestehens des Historischen Instituts der Universität Greifswald, gehalten in Greifswald am 17.10.2013.

Webmaw7ster (martin.butler@uol.de) (Stand: 27.11.2018)