Informationen der Universität zum Coronavirus

20. März 2020: Die Geschäftsstelle des Instituts für Kunst und visuelle Kultur ist dienstags und freitags Vormittags besetzt.

Sie erreichen die Sekretariate täglich unter der jeweiligen E-Mail.

Allgemeine Informationen der universität zum Coronavirus finden sie hier.

Wichtige Information zu Exkursionen im WiSe 2020/21
Es gilt folgende Sonderregelung:

Jede*r Studierende, die mit dem WiSe 2020/21 das Studium beendet, kann im WiSe 2020/21 fehlende Tagesexkursionen im Kontext einer Lehrveranstaltung und nach Absprache mit der/dem Lehrenden in Form einer Ersatz-Exkursion durch den Besuch einer Aussstellung, eines Museums, eines Filmfestivals usw. im Internet - entweder in einer kleinen Gruppe oder auch alleine -  selbstorganisiert realisieren. 

Alle übrigen Studierende können max. 1 Tagesexkursion im WiSe 2020/21 auf die beschriebene Ersatz-Form selbstorganisiert realisieren.

Kunst • Vermittlung • Bildung

Kunst • Vermittlung • Bildung

Vermittlung ist nicht Pädagogik ist nicht Bildung ist nicht Didaktik. Und doch haben alle Begriffe bzw. Handlungsfelder miteinander zu tun. Sie kehren ineinander wieder, widersprechen sich, verweisen auf je unterschiedliche, manchmal auch unsichtbare Strukturen.

Schule ist nicht Jugendkunstschule ist nicht Universität ist nicht Museum. Und doch verbindet sie alle etwas – vorausgesetzt man betrachtet, wie diese Institutionen unterschiedlich, sich widersprechend und zum Teil auch widersprüchlich Kunst integrieren oder damit umgehen.

Unser Anliegen im Bereich Kunst • Vermittlung • Bildung am Institut für Kunst und visuelle Kultur ist es, quer durch die zuvor angedeuteten Zusammenhänge zu denken, zu forschen und zu lehren. Vermittlung und Bildung befragen wir dabei aus drei Perspektiven:

  • 1. von Kunst aus,
  • 2. von den Adressat*innen aus und
  • 3. von den Institutionen der Kunstvermittlung aus.

Von Kunst aus:

Die Kunst ist Ausgangspunkt unseres Konzipierens und Handelns: Was passiert mit und durch Kunst, wenn über sie gesprochen, nachgedacht und gestritten wird? Was kann es für Vermittlung und Bildung bedeuten, wenn Kunst sich dagegen zu sträuben scheint, eindeutig erfahren und verstanden zu werden?

Von den Adressat*Innen aus:

Die Adressat*innen sind Ausgangspunkt unseres Konzipierens und Handelns: Was könnten zum Beispiel Fünfzehnjährige im Zusammenhang mit Kunst wollen – und wo? Und was GrundschülerInnen – und wie? Was wünscht sich das Museumspublikum vom Museum und seiner Vermittlung – und warum? Und welche Chancen und Schwierigkeiten tun sich auf, wenn überhaupt so genannte Zielgruppen formuliert werden?

Von den Institutionen aus:

Der jeweilige institutionelle Kontext beeinflusst entscheidend unser Konzipieren und Handeln: Unter welchen Bedingungen kann sich Kunst in der Schule ereignen? Wie gehen zum Beispiel die Nachrichten, das Museum, wie geht man in Ausstellungen, mit den Wünschen und Vorstellungen des jeweiligen Publikums um? Was zeichnet Lehrer*innen aus und was unterscheidet sie von »Führungspersönlichkeiten«? Haben Handlungen grundsätzlich eine ästhetische Dimension? Sind sie immer ›sozial‹ zu nennen?

All diesen und noch weiteren Fragen stellen wir uns. Auf Kunst als maßgebliches Inspirations- und Arbeitsfeld kommen wir dabei immer wieder zurück. Auf Kunst, seit sie so heißt, und vor allem auf das, was gegenwärtig unter Kunst verstanden wird. Wir versprechen uns davon, auf kritisch-analytische und widerständige Wege zu geraten, auf Methoden zu stoßen, welche die Sicht auf die Welt vielleicht ein wenig stören, erweitern, verändern, weil sie Dinge anders ins Visier nehmen, als herkömmliche wissenschaftliche Methoden und Verfahrensweisen. Darum verstehen wir unsere Arbeit auch als kunstbezogene Bildungsarbeit oder auch als bildungsbezogene Kunstarbeit.

Wir versuchen Lehrer*innen aller Schulformen und Kunstvermittler*innen für Fragen des Ästhetischen und der Kunst zu sensibilisieren, und sie dafür zu bilden, Kunst zu unterrichten bzw. Kunstvermittlung zu realisieren.

Wir hoffen, kritische Kunstvermittler*innen bilden zu können. Und wir wünschen uns, jene, die nicht primär mit Vermittlungsfragen zu tun haben, für diese aufzuwecken und zu interessieren.

(Stand: 23.11.2020)