Anna Zosik (2011/12)

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Bild Anna Zosik studierte Druckgrafik an der Hochschule der Künste, Wroclaw bei Prof. Andrzej Basaj. 1994 bekam sie ein DAAD Stipendium für die Hochschule der Künste Berlin, wo sie auch 1999 ihr Meisterstudium absolviert hat. Anschließend hat sie drei Jahre das Weiterbildungsstudium am „Institut für Kunst im Kontext“ an der UdK Berlin besucht.

Ihre freischaffende künstlerische Ausstellungstätigkeit im Bereich Zeichnung, Fotografie und Installation wurde im Laufe der Zeit von partizipatorischen Kunstprojekten und Projekten in der Kunstvermittlung ergänzt. Seit 2005 bildet dies einen Schwerpunkt ihrer künstlerischen Tätigkeit. 2005 gründete sie gemeinsam mit Tatjana Fell, Lisa Glauer und Constanze Eckert den Kunstverein arttransponder e.V. in Berlin und war bis 2008 Mitglied seines Kuratoriums: „arttransponder stellt eine diskursive Plattform für interdisziplinäre Kunstpraxen bereit, die die Komplexität der Produktion, Präsentation, Rezeption sowie eine Verortung innerhalb aktueller, theoretischer Diskurse mit einbeziehen. Unsere Intention ist es,  im internationalen Austausch mit Künstler/innen, Initiativen, Wissenschaftler/innen und Theoretiker/innen die Definitionen und Rahmenbedingungen der Kunstproduktion und ihres Betriebssystems zu erweitern, zu bereichern und gewohnte Modelle von Praxis und Präsentation herauszufordern.“

Im Auftrag der Kunstschule KLEX in Oldenburg konzipiert und leitet Anna Zosik seit 2007 das Oldenburger Zeichenfestival „ausgezeichnet!“ - Eine Veranstaltung in Kooperation mit Oldenburger Schulen und Bildungs- und Kunstinstitutionen, die die enorme Spannbreite, vor allem experimenteller Verfahrensweisen und interdisziplinärer Ansätze des Zeichnens sichtbar und für eine breite Öffentlichkeit erfahrbar machen möchte.

2008 hat Anna Zosik gemeinsam mit Constanze Eckert eck_ik büro für arbeit mit kunst gegründet. eck_ik Projekte verorten sich an den Rändern des Kunst- und Bildungssystema. In ihrer Arbeit werden künstlerische Prozesse stets im Kontext der Kommunikation über gesellschaftlich relevante Themen genutzt. Dabei zielen diese Projekte nicht so sehr auf die Veränderung der Gesellschaft, sondern viel mehr auf die Reflexion und ein Nachdenken über bestehende Verhältnisse und Positionierungen jedes Einzelnen in ihr. Weitere Schwerpunkte von eck_ik bilden Projekte in dem Erinnerungskontext, wie z.B. Gedenkwerkstatt im Rahmen des Modellprojekts "kunst-raum-erinnerung", Jugendbegegnungsstätte Oswiecim/Auschwitz oder Fall:Mauer in Reinickendorf - ungelöst - ein Projekt anläßlig des 20. Jubiläums des Mauerfalls. Eine Kooperation mit 12 Reinickendorfer Schulen und dem Heimatmuseum Reinickendorf, www.fallmauer.de. Seit 2010 entwickelt eck_ik das Kunstvermittlungsprogramm für die Städtische Galerie Nordhorn.

(Stand: 21.08.2020)