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when attitudes become props (2014)

when attitudes become props

Skulpturale Handlungen für Kamera und Kreatur

Bildhauerei, Installation und performative Kunst

 

When Attitudes Become Form nannte Harald Szeemann eine Ausstellung, die 1968 neue Formen von Installation,  Environment und Happening definierte. Die hier vorliegenden Reflexionen zeitbasierter Skulptur versammeln unterschiedliche Auffassungen von Rhythmik sowie Schall-, Zeit- und Raumlogik in einem Video-Update aus der Perspektive einer postdigitalen Generation. Temporäre Stillleben und szenische Episoden kontrastieren Naturbilder und Vorstellungen von vorindustrieller Idylle und Kulturgeschichte mit einer urbanen Deutungshoheit von Raum und Landschaft. Die Abgeschiedenheit wird für die handsignierte, semantische Videoreihe nutzbar gemacht und im Äther oder am Lagerfeuer vervielfältigt. 

 

Filme von: Alexandra Gaszyna, Matthias Gerth, Julianne Gärtig, Kira Hess, Jennifer Irmscher, Fabian Kirchherr, Frank Lammers, Thomas Liebig, Anna-Lena Mutschall, Franziska Rentzsch, Anika Schiewe, Charlotte von Harling, Michael Zogall,

künstlerische Leitung: Anke Fischer

Kooperation mit dem Institut Kunst und visuelle Kultur, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg mit dem Künstlergut Pröstiz e.V. Grimma, mit den Künstlerinnen und Prösitz- Stipendiatinnen  Joana Schulte, Nikola Dicke und Katja Pudor Leitung: Ute Hartwig Schulz , Kuratorin: Christine Dorethea Hölzig, Leipzig 

Annika  Schiewe

Der Film beleuchtet den Aspekt der Reise, sowie die künstlerische Auseinandersetzung mit einem Ort. In den Ausschnitten der Intervention mit Farbpulver sind permanent die Geräusche der nahen Autobahn zu hören. die zu ständigen auditiven Begleitern wurden. Auf der Tonebene werden außerdem Auszüge aus Interviews mit drei Stipendiatinnen eingesetzt.

Franziska Rentzsch

Den Filmen gemeinsam ist ihr Material-Pool, der kollektiv während der Kunstexkursion zusammengetragen und erst in der Postproduktion thematisch geordnet wurde. Erfahrungen mit Räumen und Natur, sowie eingefangene Stimmungen wurden dabei oftmals in der Postproduktion umgedeutet, künstlerisches Potential zufälliger Filmbilder neu entdeckt. Die Flut greift mit Bildern von Wasser und Spuren, die es 2013 hinterließ,  die Flutkatastrophe auf. Zu Beginn werden die Betrachtenden mit der Kamera unter Wasser getaucht. Von da an verschwimmen übereinander gelegt Landschaft, Unterwasserwelt und Protagonist_innen miteinander. Der zufällige Mitschnitt des Knetabends liefert eine einheitliche visuelle Inszenierung. Wenn die Personen im Bild mit der Bearbeitung des Materials beginnen, wechselt die Tonspur auf Ausschnitte, in denen sie sich vorstellen: „Schule, Museum, Kunstbereich, ich will mich selbstständig machen..‟ Wie der Ton, der im Spiel geformt und wieder verworfen wird, befinden sich auch die Teilnehmer_innen in einem Prozess.

Fabian Kirchner

Menschliche Abwesenheit prägt diesen Ort. Die Waschbecken bewegen sich auf dem Boden und geben den Takt des Zukünftigen an.

Frank Lammers

Durch das Wanken und Schwingen einzelner Gegenstände wird die entspannte und doch produktive Stimmung eingefangen.

Thomas Liebig und Michael Zogall

Auf freiem Feld mit Ideen im Gepäck als einer unter vielen –  ein Hahn/Huhn unter vielen. Massenproduktion Kunst.

 

1. Juni – 22. Juni 2014

20 Jahre Künstlergut Prösitz // Klosterkirche Grimma / Sachsen

27. Juni – 22. Juli 2014

20 Jahre Künstlergut Prösitz // Tapetenwerk Leipzig

 

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