Modul 3 – Wahlbaubaustein 3.3
Statt Schreibaufgaben (nur) in Form von Seminar- und Hausarbeiten als Prüfungsinstrument in Lehrveranstaltungen zu nutzen, können Schreibaktivitäten auch als Lern- und Denkinstrument in und zwischen Sitzungen zur vertieften Auseinandersetzung mit Fachinhalten eingesetzt werden. Die sogenannte „schreibintensive Lehre“ fördert das fachliche Lernen, die Qualität von Diskussionen in Lehrveranstaltungen und gleichzeitig die Lese- und Schreibkompetenzen der Studierenden. Der Workshop vermittelt schreibdidaktisches Wissen und ermöglicht das Erproben unterschiedlicher Schreibaktivitäten, die Studierende effektiv beim Erreichen von fachlichen Lernzielen unterstützen können. Im Zentrum des Workshops steht die Konzeption von sinnvollen und motivierenden Schreibaufgaben in Zeiten von KI. Während des Workshops entwickeln bzw. reflektieren und überarbeiten die Teilnehmenden einen eigenen Schreibauftrag / Schreibarrangement für eine Lehrveranstaltung.
Inhalte:
- Konzept des Schreibdenkens und der wissenschaftliche Schreibprozess
- Schreibdenken in der Lehre: kleinere Schreib- und Leseaktivitäten für unterschiedliche Elemente einer Lehrveranstaltung
- Entwicklung von umfangreichen Schreibaufträgen ausgehend von den Lernzielen einer Lehrveranstaltung
- Zutaten für gute Schreibaufgaben: Kontext & Relevanz, präziser Arbeitsauftrag, Textsorte & Textsortenwissen, Hilfestellungen im Schreibprozess, Abgabe & Fristen, wirkungsvolle Rückmeldungen zu Texten
- kompetenzorientierte und transparente Vorgaben zur Nutzung von KI-Tools
Lernziele: Die Teilnehmenden
- kennen grundlegende schreibdidaktische Konzepte.
- kennen Schreibübungen für unterschiedliche Elemente einer Lehrveranstaltung (Einstieg, Vertiefung und Abschluss einer Sitzung, zwischen Sitzungen) und können diese anleiten.
- können Lernziele und Schreibaufgaben aufeinander abstimmen.
- wissen, wie sie umfangreiche Schreibaufträge nachvollziehbar, strukturiert und motivierend formulieren.
- kennen Techniken für das Rückmelden im Schreibprozess
Methoden:
- Impulsvorträge
- Schreibübungen
- Einzel- und Kleingruppenarbeit
- Plenumsgespräche
- Peer-Feedback auf entwickelte Schreibaufträge
Veranstaltungsinformationen
Termine:
Mi/Do 27./28. Mai 2026, jeweils 9.00–16.15 Uhr
Ort:
Raum M 1-166A (Mensa-Gebäude, Referat Studium und Lehre)
Dozent*in:
Dr. Stefanie Sievers-Glotzbach
Kosten:
Lehrende der Universität Oldenburg: kostenlos
Lehrende anderer Hochschulen: 255,-Euro
Umfang:
Die Veranstaltung umfasst 16 Arbeitseinheiten (AE).
Anmeldung:
Die Plätze sind begrenzt. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Zur Anmeldung: (Lehrende der UOL)
Zur Anmeldung: (Lehrende anderer Hochschulen)
Anmeldeschluss: 13. Mai 2026
Unsere Workshops sind so angelegt, dass Sie in der Veranstaltungszeit einen vollständigen Lernprozess durchlaufen. Dies setzt die Teilnahme an den Präsenz- und Online-Terminen sowie ggf. die Bearbeitung von Aufgaben voraus. Bitte melden Sie sich nur an, wenn Sie die Termine vollständig wahrnehmen können. Wir bitten um Verständnis.
Zielgruppe:
Lehrende und Lehrbeauftragte der Universität Oldenburg (und anderer Hochschulen) aller Fachbereiche, die Schreibaktivitäten in ihre Lehrveranstaltung integrieren (möchten)
Zur Person: Dr. Stefanie Sievers-Glotzbach ist promovierte Nachhaltigkeitsökonomin, zertifizierte Schreibtrainerin und Wissenschaftslektorin. In ihrer postgradualen Ausbildung zur Schreibberaterin an der Pädagogischen Hochschule Freiburg hat sie gelernt, wie ein wissenschaftlicher Schreibprozess reflektiert und optimiert werden kann. Diese schreibdidaktischen Ansätze und Methoden gibt sie nun in Workshops und Einzelberatungen an Promovierende und Lehrende weiter. Zuvor war sie als Juniorprofessorin in der Nachhaltigkeitsforschung und -lehre an der Universität Oldenburg tätig. Kontakt und Information: stefaniesievers.de