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Marina Beermann

Unternehmerische Resilienz: Eine sektorale Betrachtung der klimawandelbedingten Heraus­forderungen der Ernährungswirtschaft unter besonderer Berücksichtigung der Fischwirt­schaft zur Entwicklung eines Resilienz Managements

Die Ausgangsthese dieses Dissertationsvorhabens besteht darin, dass die Fischwirtschaft als ein Sektor der Ernährungswirtschaft eine durch die produktionsbedingte Nähe zum Natur­produkt Fisch höhere Flexibilität, Anpassungs- und Widerstandsfähigkeit an sich verändernde Umwelt­bedingungen besitzt als beispielsweise die Fleischwirtschaft. Durch den zunehmenden Klimawandel sind die Fischwirtschaft sowie alle anderen Sektoren und Unternehmen der Ernährungs­wirtschaft vor verstärkten klimawandelbedingten Herausforderungen gestellt. Der erfolgreiche Umgang mit Komplexität und Unsicherheit wird stärker als zuvor eine ent­scheidende Rolle für zukunftsfähige Unternehmen spielen. Deutlich wird, dass die Umwelt, in der Unternehmen heute wirtschaften und gesell­schaftlich agieren, von Beschleunigung und turbulenten Veränderungen geprägt ist. Die bewusste Fokussierung von Flexibilität und Widerstandsfähigkeit gewinnt nicht nur auf individueller, sondern auch auf unternehmerischer Ebene an Bedeutung. Absorptionsfähig­keit, Tragfähigkeit, Widerstandsfähigkeit oder Belastbarkeit eines Systems werden unter den Begriff Resilienz subsumiert. Ein Ziel des Dissertationsvorhabens soll es sein, die Faktoren unternehmerischer Resilienz unter Berücksichtung ökologischer Diskontinuitäten (im Besonderen Klimawandel) zu eva­luieren. Dabei soll der Versuch unternommen werden, die unterschiedlichen Strategien der ernährungswirtschaftlichen Unternehmen im Umgang mit ökologischen Diskontinuitäten vor dem Hintergrund unternehmerischer Resilienz zu untersuchen bzw. zunächst den Stand der Auseinandersetzung mit diesen Fragestellungen zu evaluieren sowie in einem weiteren Schritt zu hinterfragen, ob und wenn ja, welche Barrieren für die Entwicklung von Resilienz im unternehmerischen Kontext der Ernährungswirtschaft bestehen.

Hierfür sollen verschiedene betriebswirtschaftliche Ansätze zur Anpassung an sich verändernde Unternehmensumwelten herangezogen werden, um zum einen zu überprüfen, inwiefern diese Ansätze einen Erklärungsansatz für den Umgang mit komplexen Systemen liefern können und zum anderen, ob eine Konkretisierung des Begriffs Resilienz für das Unter­nehmertum erreicht werden kann und zugleich notwendige Voraussetzungen für die Entwicklung eines Resilienz Managements liefern kann.

Kontakt: marinali6+0.beermann@uolsw.dedom

Webu8masamfterqnb (ulriclmke.kocei6vh@3btuol.dews) (Stand: 07.11.2019)