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Arbeitstitel:

Professionalisierungsansätze und Positionierungsstrategien der Unternehmensberater im Lichte einer zunehmenden Professionalisierung ihrer Klienten

Forschungsvorhaben:

Die Dissertation geht der Fragestellung nach, welche Dimensionen beraterischer Professionalisierungsansätze zu unterscheiden sind. Gemeint ist neben dem Berufsbild des Unternehmensberaters besonders das Selbstverständnis der verschiedenen Beratungsformen und der damit verbundenen Ausprägung einer Beraterethik.

Oftmals wird in der Wissenschaft ein Theoriedefizit im Bereich der Unternehmensberatung konstatiert. Einen wesentlichen Grund für die defizitäre wissenschaftliche Aufarbeitung der klassischen Beratung wird in dem unterentwickelten Professionalisierungsbegriff der Unternehmensberatung gesehen. Den im Alltag geradezu inflationär gebräuchlichen Begriffen Profession, Professionalisierung und Professionalität ist eine wissenschaftliche Fundierung gegenüberzustellen. Da es in Deutschland – im Gegensatz zu Österreich – bisher keine geschützte Berufsbezeichnung „Unternehmensberater“ gibt, greift eine Berufssoziologische Betrachtung hier zu kurz. Im Zentrum der Untersuchung soll das Selbstverständnis der Beratungen als Grundlage für die Etablierung professioneller Standards stehen. Unternehmensberatungen erbringen eine professionelle Leistung. Wie sie es tun, bietet wesentliche Hinweise auf ihr professionelles Selbstverständnis. In vereinfachter Sichtweise bedeutet Beratungsprofessionalisierung in der Expertenberatung ein „Mehr an Wissen“ zu bieten, wohingegen die systemische Beratung den Ausbau von Reflektionsmöglichkeiten als ihre professionelle Leistung definiert.

Die Frage nach möglichen Professionalisierungsformen geht jedoch über das Selbstverständnis der Berater hinaus. So ist konkret aufzudecken, in welche Richtungen die Beratungsunternehmen ihre eigene Entwicklung vorantreiben. Insbesondere die Positionierung auf dem Markt ist ein bedeutender Indikator für den Anspruch an das eigene Leistungsvermögen. Seit einiger Zeit haftet vielen Managementkonzepten der Makel wertloser Managementmoden an, die vorwiegend Akquisitionsinstrument anstatt Managementinstrument sind. Dieses Bild ist aktueller denn je, wird doch ein bedeutender Grund der Beraterkrise in der vorherrschenden Ideenlosigkeit aller großen Consulting Companies gesehen. In wie weit die Produkte der Beratungen für eine Professionalisierungsstrategie eingesetzt wurden und es auch weiterhin können, ist ein weiterer Bestandteil der hier vorgestellten Dissertation.


Kontakt: dirk.hoc1enerud@consulting-researchatr.de

 

Webmgsulastevqrkxr (ulrike.ks6och@uol.dehz/t) (Stand: 07.11.2019)