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Arbeitstitel

Werteorientiertes Risikomanagement – Risiko, Moral, Ressourcen und strategisches Management

 

Leitende Fragestellung:

  • Welche ökonomischen und organisationstheoretischen Annahmen können die konzeptionelle Basis für ein solches Wertemanagement darstellen?
  • Wie kann ein werteorientiertes Risikomanagementsystem in diesem Zusammenhang als organisationale Anreiz- und Steuerungsstruktur für die Unternehmenspraxis instrumentiert werden?
  • Wie kann ein Wertemanagement und in Folge ein werteorientiertes Risikomanagementsystem in die strategische Managementtheorie (resource based view: Faktor Moral als Ressource) integriert und mittels geeigneter Strategieumsetzungsprogramme gesteuert, kontrolliert und abgebildet (BSC) werden?

Summary

Im Mai 1998 trat das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) in Kraft. Ziel dieser Gesetzesnovellierung war die Prävention, Früherkennung und Bearbeitung von Risiken, die sich auch aus der Organisation und somit aus dem Faktor Personal heraus entwickeln können. Ein in diesem Sinne umfassend wirkendes Risikomanagement muss zusätzlich zu den Risikofaktoren, die traditionell Bestandteil der Steuerung und Prüfung sind, auf die Verhaltensdispositionen der Mitarbeiter und die hierzu gehörenden Steuerungs- und Anreizstrukturen fokussieren. Während etablierte Risikomanagementsysteme hinsichtlich der Identifikation, Prüfung und Steuerung der „hard factors“ aus der tradierten „Risikolandschaft“ eines Unternehmens (z. B. Ordnungsmäßigkeit der Buchführung, Veränderung auf den Kapitalmärkten, Technologie, Elementarrisiken etc.) sich auf einem fortgeschrittenen und elaborierten Niveau bewegen, existieren innerhalb dieser Risikomanagementsysteme bislang nur in Ansätzen spezifisch konzipierte Systeme, die Steuerungs- und Kontrollfunktion hinsichtlich der Verhaltensdispositionen der Mitarbeiter („soft factors“) übernehmen können. Einer dieser Ansätze ist das Wertemanagement. Ein Wertemanagement wird sowohl intern als auch extern verbindlich kommuniziert und fungiert innerhalb eines umfassenden und nachhaltig wirkenden Risikomanagements als die moralische Wertgrundlage individuellen und organisationalen Handelns. Es wird dabei als ein Anreizsystem konzipiert, das auf die Prävention von Risiken mittels Veränderung beziehungsweise Stabilisierung einer bestehenden, potentiell von Erosion bedrohten moralsensitiven Unternehmenskultur zielt und letztlich die Durchsetzung und Sicherstellung der moralischen Werte der Organisation bewirkt. Eine Wertemanagementsystem ergänzt aufgrund seiner präventiven Wirkung bereits existierende Steuerungs- und Kontrollinstrumente zu einem umfassenden, präventiv und nachhaltig wirkenden werteorientierten Risikomanagementsystem.

Kontakt: mfuersspt@fhytlp-kog2knstanz.deav

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