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Hedda Schattke 

Kommunikationspolitische Differenzierungs-/Profilierungsstrategien von Unternehmen in Richtung einer zukunftsfähigen Ernährungskultur -Ein kulturalistischer Ansatz für die Fleischwirtschaft-

In den letzten Jahren, nicht zuletzt durch die bereits viel umschriebene, aber noch immer aktuell vorzufindende Geiz-Ist-Geil-Mentalität, ist es in der Ernährungswirtschaft zu Werteverschiebungen gekommen, die sich insbesondere in der Fleischwirtschaft bemerkbar machen. Durch die Industrialisierung der Fleischproduktion ist es möglich geworden, immer mehr Fleisch zu immer günstigeren Preisen anzubieten. Die Fokussierung auf den Preis, auf Angebots- wie auf Nachfrageseite, steht im Zentrum der Kommunikations- und Marktprozesse.

Daher wird sich das vorliegende Dissertationsvorhaben ausführlich mit den Kommunikations- und Wettbewerbsstrategien von Fleischverarbeitern und -herstellern in Niedersachsen beschäftigen, da die Hypothese vertreten wird, dass sich die Fleischbranche aufgrund der derzeitigen ökonomischen, ökologischen, gesellschaftlichen und kulturellen Prozesse einer qualitäts- und nachhaltigkeitsorientierteren Produktions- und Wirtschaftsweise öffnen muss, die es dann auch zu kommunizieren gilt. Zudem können die Kommunikations- und Marketingstrategien zahlreicher Unternehmen der Fleischwirtschaft hinsichtlich der Beziehung von Preis und Qualität wesentlich verbessert werden, wichtige strategische Erfolgspotentiale bleiben hier bislang ungenutzt. Analysiert und in Form von empirischen Feldern integriert werden sollen best-practices, auch aus anderen Ländern der Europäischen Union, von denen für die hiesige Entwicklung gelernt werden kann.

Ziel ist es vorhandene Angebots- Kommunikations- und Marketingstrategien von Unternehmen der Fleischwirtschaft zu verstehen, zu optimieren und aus einer betriebswirtschaftlich handlungsorientierten, kulturalistischen Sicht heraus ein kommunikations- und Marketingkonzept zu entwickeln, das die Komponenten Ernährungsqualität und Ernährungskultur unternehmens- und kommunikationspolitisch erfolgreicher als bisher zur Geltung bringt. Gleichzeitig soll das Kulturgut Fleisch stärker in seinem Wert gefasst und die Öffnung einer preisdominanten Branche für Prinzipien der Nachhaltigkeit gestärkt werden, um dieses Konzept auch unter dem Fokus des kulturellen Angebotes an die Gesellschaft zu begreifen. Eine wesentliche Barriere in der Umsetzung von qualitätsorientierten Kommunikationsstrategien stellt aber die Entfremdung der Gesellschaft dar.

Kontakt: hedda.schattke@uol.de
 

Webmastoietfer8879 (ulrdyike.mckochkwbdb@uol.dome) (Stand: 07.11.2019)