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Aufriss und zentrale Thesen der Arbeit

Nachhaltiger(er) Umgang mit Ressourcen bedeutet, seit der Einführung des Begriffs durch den Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz 1713, nahezu unverändert den langfristigen Erhalt von Nutzungsbeziehungen, entweder bezogen auf abgegrenzte Gemeinschaften oder global. Dieser anthropozentrische Begriff hat dabei, über die Zeit, neben der Bedeutung der zeitlichen, auch die Dimension der räumlichen, intragenerationalen, Übertragbarkeit von Lebensstilen hinzu gewonnen. Bedeutung erlangt der Begriff der Nachhaltigkeit besonders hinsichtlich diverser aktueller
demographischer Entwicklungen, wie etwa zunehmend ungleicher Ressourcenverteilung,
Bevölkerungswachstum und steigendem Pro-Kopf-Konsum von Ressourcen.

Vor diesem Hintergrund werden insbesondere die Konzepte der Effizienz, Suffizienz und
Konsistenz im Umgang mit Ressourcen diskutiert. Möglichkeiten nachhaltigeren Konsums durch Endverbraucher erfahren dabei immer noch vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit im öffentlichen wie wissenschaftlichen Diskurs. Es entspricht meiner Auffassung, dass nachhaltigerer Konsum, in diesem Aufriss, vor allem Kooperationsbeziehungen zwischen individuellen und kollektiven Akteuren bedingt. Dabei ist die Deklarierung von Konsumgütern nach dem Kriterium der Nachhaltigkeit, insbesondere im Bereich der Lebensmittel, zu einer der verbreitetsten Strategien zur Kooperation, Koordination und Kommunikation zwischen Konsumenten, Unternehmen und anderen Akteuren wie etwa Nichtregierungsorganisationen avanciert.

Zielsetzung und Ausrichtung

Die Arbeit setzt sich zum Ziel, konkrete strategische Gestaltungsempfehlungen zur Ermöglichung nachhaltigeren Konsums zu erarbeiten, und dies insbesondere hinsichtlich effizienterer Kooperationsbeziehungen von Konsumenten und Unternehmen. Dabei steht der Austausch von Informationen über Nachhaltigkeit als Attribut von Konsumgütern und Informationen über nachhaltigkeitsrelevante Bedürfnisse und Bedarfe von Konsumenten im Vordergrund. Ich werde dies unter Einbeziehung sowohl interessensbedingter wie kulturalistischer Handlungserklärungen tun. Nachhaltigkeitsdeklarierungen zielen dabei wesentlich darauf ab bestehende Interessen an nachhaltigem Konsum für konkrete Kaufentscheide verfügbar zu machen. Meine Ausrichtung bezieht dabei Deklarierungen nach dem Kriterium der Nachhaltigkeit als zentrales Element oben genannter strategischer Empfehlungen mit ein. Darüber hinaus setze ich mir zum Ziel, auch soziokulturelle Dynamiken mit einzubeziehen, sodass letztlich, neben effizienterer Informationsvermittlung auch non-veritative Wissensbestände und kulturelle Schemata in Unternehmensstrategien zur Ermöglichung nachhaltigeren Konsums an Relevanz gewinnen.

Webm93kqaster (ulrike.koch@uotswovl.de) (Stand: 07.11.2019)