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Publikation in der Reihe "Oldenburger Schriften zur Geschichtswissenschaft":

Enttäuschte Hoffnungen und immenses Misstrauen. Altdeutsche Wahrnehmungen des Reichslandes Elsaß-Lothringen im Ersten Weltkrieg (Oldenburger Schriften zur Geschichtswissenschaft 17), Oldenburg 2016 [BIS-Verlag; ISBN 978-3-8142-2343-8; 211 S.].

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Klappentext:

In dem Band spürt der Autor den Blicken von „Altdeutschen“ auf Elsass-Lothringen und seine angestammte Bevölkerung im Ersten Weltkrieg nach. Damit liegt erstmals eine Spezialdarstellung zu den ‚rechtsrheinischen’ Wahrnehmungen dieser umstrittenen Grenzregionen während der letzten Phase der Reichslandzeit vor. Darüber hinaus skizziert das Buch die Grundlagen und Entwicklungslinien „altdeutscher“ Elsass-Lothringen-Perzeptionen für den Zeitraum von 1870 bis 1914. Für dieses Vorhaben wurde eine große Bandbreite an Quellen herangezogen, von denen viele – wie z. B. die „altdeutschen“ Elsassromane aus der Zeit des Ersten Weltkrieges – bisher keine Berücksichtigung in der Forschung gefunden haben.

Der Verfasser zeigt u. a. für den August 1914 eine zunächst ‚rechts des Rheines’ stark verbreitete Reichsland-Hochstimmung auf, die sich jedoch rasch in ein enormes Misstrauen gegenüber den Menschen aus Elsass-Lothringen verwandelte. Diesen Umstand brachte ein anonymer „Altdeutscher“ bereits im Jahre 1918 mit den Worten „bald aber änderte sich das Bild“ auf den Punkt. Doch betrachtete man die schon vor Kriegsausbruch vielfach mit Argwohn beäugte Bevölkerung der südwestlichen Reichsperipherie tatsächlich als eine fremdartige Minorität bzw. sogar mit einem ‚kolonialen Blick’ und damit verbundenen rassistischen Ressentiments, wie es in der jüngeren Sekundärliteratur teilweise attestiert wird? Das Buch bietet Antworten auf diese und weitere Fragen und leistet so einen Beitrag zur Erforschung der europäischen Wahrnehmungs- und Verflechtungsgeschichte.

Webmastevar4frpopph (sa.nuavfoeumann@uol.del8mxf) (Stand: 21.08.2020)