Kontakt

Herausgeberin

Prof. Dr. Karen Ellwanger

Redaktionsleitung

Nele M. Fuchs

Bei Fragen oder Anregungen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung.

ISSN 

2629-7612 (Online)

Publikationen

Die Publikationen werden in vier verschiedenen Rubriken veröffentlicht:

Materielle Kultur

Herausgegeben von Karen Ellwanger & Heidi Helmhold

In der Rubrik Materielle Kultur veröffentlicht die Publikationsreihe Studien zur Materiellen Kultur Beiträge, die ausschließlich in einem Peer-Review-Verfahren begutachtet wurden. Die Reviews werden anonymisiert von Wissenschaftler:innen mit einem entsprechenden Forschungsschwerpunkt erstellt. Es werden Tagungsbände, Ergebnisse aus Forschungsprojekten, Arbeiten von Nachwuchswissenschaftler:innen und etablierten Kolleg:innen, sowie Gastbeiträge veröffentlicht.

Vermittlung

Herausgegeben von Heike Derwanz & Elisabeth Eichelberger

In der Rubrik Vermittlung werden Beiträge aus dem Themenbereich Vermittlung Materieller Kultur in außerschulischen und schulischen Feldern veröffentlicht.

 

Museum und Ausstellung

Herausgegeben von Karen Ellwanger, Caroline Krämer und Mareike Witkowski

Die Rubrik Museum und Ausstellung umfasst Qualifikationsarbeiten des Forschungs- und Studienschwerpunkts Museum und Ausstellung des Instituts für Materielle Kultur. Die Autor:innen setzen sich mit der Produktion und Reproduktion von Wissen und Bedeutung in und durch Museums- und Ausstellungskonzeptionen auseinander.

Die Verknüpfung von Theorie und Praxis erfolgt u. a. in der Konzeption und Durchführung von umfassenden Ausstellungsprojekten von Studierenden. Hier wird ihnen ermöglicht, die aus dem Forschungsstand erarbeiteten theoretischen Erkenntnisse zu vollziehen und konkret in der Anwendung zu erfahren. Die in der produktiven Spannung zwischen diesen beiden Polen erzeugten Einsichten, Sinnes- und Kontingenzerfahrungen begleiten die Studierenden wissenschaftlich und veröffentlichen die Ergebnisse und Reflexionen in Begleitkatalogen.

 

Q-Papers

In der Rubrik Q-Papers werden Qualifikationsarbeiten aus der Materiellen-Kultur-Forschung und der Museumanalyse veröffentlicht. Dies umfasst besonders interessante und herausragende Masterabschlussarbeiten und in Ausnahmefällen auch Bachelorabschlussarbeiten.

Die Redaktion erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Betreuer:innen der jeweiligen Arbeiten. Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats können auch Qualifikationen anderer Universitäten zur Publikation vorschlagen. Bei Abschlussarbeiten gilt, dass beide Betreuer:innen der zugrundeliegenden Qualifikationsarbeit sie für eine Publikation positiv evaluiert haben.

Hier finden Sie alle Publikationen im Überblick. Mit dem Suchfeld können Sie nach Autor:innen, Erscheinungsjahr oder Titel suchen oder Sie lassen sich die Publikationen nach Rubriken sortiert anzeigen.

  • Band 31: Anujah Fernando (2018): „Le héros invisible“ – Zur Repräsentation Schwarzer und of Color Positionen in einer Ausstellung zum deutschen Kolonialismus [Museum und Ausstellung] Abstrakt: In dieser Abschlussarbeit des Master Kulturanalysen fragt Fernando danach wie Schwarze und of Color Positionen in einer Ausstellung zur deutschen Kolonialgeschichte im Deutschen Historischen Museum (DHM) in Berlin 2017 repräsentiert werden. Anknüpfende Fragen sind, wie werden jene Positionen in das Ausstellungsnarrativ zum deutschen Kolonialismus eingebunden und wie wird das Verhältnis zu weißen Positionen innerhalb der Ausstellung dargestellt. Die Grundlage ihrer Arbeit ist ein Verständnis von Repräsentationen nach Stuart Hall. Ihre vielfältigen theoretischen Bezüge im Kontext ihrer repräsentationskritischen Analyse sind u. a. eine machtkritische Betrachtung der Institution des Museums nach Tony Bennetts (1995), das Heranziehen der Figur des expositorischen Akteurs nach Mieke Bal (2002), Konzepte des Erinnerns und Vergessens von Repräsentationen im hegemonialen Raum sowie im kulturellen Gedächtnis nach Assmann (1999). Methodisch wird das Museum als diskursives Feld begriffen, dem sich mittels ethnografischer, semiotischer und bildanalytischer Verfahrensweisen sowie mit Methoden der qualitativen Sozialforschung genähert wurde. Der Fokus der Arbeit liegt auf den Repräsentationen in Bezug auf Machtverhältnisse.
  • Band 30: Mona Wagener (2018): Nachhaltigkeitsorientierte Nutzung von Kleidung durch Verleih – Eine empirische Untersuchung zum Unternehmen Teilkleid [Q-Papers] Abstrakt: In dieser Abschlussarbeit des Bachelors Materielle Kultur: Textil untersucht Wagener in einer empirischen Forschung das Unternehmen Teilkleid. Das Unternehmen verfolgt ein nachhaltiges Konzept, nach welchem Kleidung verliehen statt verkauft wird. Wagener hat 2016 ein Praktikum in dem Unternehmen absolviert und diese Zeit als Forschungszeitraum genutzt. Sie geht mit der ethnografischen Methoden der teilnehmenden Beobachtung vor. So hat sie Material des Unternehmens gesammelt und weiterhin auch eine Online Befragung durchgeführt. Die so gewonnenen Daten wurden mittels analytischer Kategorien und der Methode des Kodierens der Qualitativen Sozialforschung ausgewertet. Die Fragestellung „Inwiefern tragen das Angebot von Teilkleid und dessen Nutzung zu einem veränderten Verhältnis zu Kleidung bei?“ wurde während des Forschungsprozesses erarbeitet. Als roter Faden diente primär Georg Breidensteins (2013) „Ethnografie. Die Praxis der Feldforschung“.
  • Band 27: Karen Ellwanger für das Institut für Materielle Kultur (2017): Offen gefragt. Wovon Ausstellungen sonst nicht sprechen. Katalog zur Ausstellung [Museum und Ausstellung] Abstrakt: Diese Publikation ist Teil der Ausstellung „Offen gefragt! Wovon Ausstellungen sonst nicht sprechen“, die 2016 an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg realisiert wurde. Neun Studierende des Masterstudiengangs „Museum und Ausstellung“ machten in ihrem Projekt das Befragen, Hinterfragen, In-Frage-Stellen zum Programm und lenkten die Aufmerksamkeit auf Aspekte der Museumspraxis, über die Ausstellungen für gewöhnlich schweigen. Wie messie sind Museen? Wie gehen sie mit Objekten um, die sie sich durch Enteignung, Diebstahl oder Repression zu eigen machten? Was sammeln sie, um die Gegenwart zu repräsentieren? Und woran scheitern Museen? Die Perspektive des Ausstellungsteams auf diese und weitere Fragen wurde durch 29 Expert*innen aus Wissenschaft und Museumspraxis ergänzt. Mit der vorliegenden Veröffentlichung soll den entstandenen Beiträgen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz die gebührende Aufmerksamkeit verschafft, sowie einem breiteren Publikum ein Einblick in die Ausstellung gewährt werden.
  • Band 24: Sabrina Gavars (2016): „poste oder stirb!“ – Das Privacy-Paradox unter subjektivierungstheoretischen Perspektiven [Q-Papers] Abstrakt: Die Masterarbeit von Sabrina Gavars nimmt die ambivalente Gleichzeitigkeit von Selbstoffenbarungsverhalten und Furcht vor totaler Überwachung im Privacy Paradox im Kontext des Web 2.0 unter die Lupe. Die leitende Frage ist dabei: Lässt sich das Privacy-Paradox als Spannungsfeld bzw. Spielraum der Technologien des Selbst und somit als moderne Sorge um sich begreifen? Zur Beantwortung dieser Frage folgt sie kulturwissenschaftlichen Ansätzen der Subjektanalyse, um Funktionsweisen und Bedeutungen aufzuspüren. Gavars begibt sich dann auf eine Begriffsreise, eingepackt im Koffer sind das Web 2.0., das Privacy-Paradox und das Subjekt. Die Begriffe Privacy Paradox, Web 2.0., Facebook sowie Subjekt und Subjektivierung wurden im Vorhinein bestimmt, um eine bloße „Etikettierung“ zu vermeiden. Sie diskutiert auf dieser Reise in einzelnen Abschnitten Pro wie Contra des Web 2.0. und eröffnet uns verschiedene Per-spektiven auf Nutzer*innen und ihre „Freiheiten“ – immer im analytischen Kontext von Subjektverständnissen aktueller Subjektforschungen. Die Quellen der Arbeit, empirische Studien zum Privacy-Paradox, multiperspektivische Texte zu Subjektivierung und Zei-tungsartikel bzw. Online-Artikel, TV- und Hörfunkbeiträge, die u.a. das Privacy Paradox thematisieren, wurden in einer qualitativen Inhaltsanalyse erfasst und kontextualisiert.
  • Band 18: Oliver Klaassen (2015): ALLES SO SCHÖN SCHWUL* HIER ...?! – Überlegungen zu repräsentationskritischen Potenzialen, Bedingungen und Perspektiven für die inhaltliche Neuausrichtung des Schwulen Museums* in Berlin. [Q-Papers] [Materielle Kultur] Abstrakt: Um einer möglichen Überforderung durch von außen gesetzte Ansprüche aus dem Weg gehen zu können, steht das Schwule Museum* in Berlin seit ein paar Jahren mit einer inhaltlichen Neuausrichtung in der Verantwortung, das eigene Selbstverständnis und den gesellschaftlichen Auftrag noch einmal deutlicher formulieren zu müssen. Seither besteht die Herausforderung für das Museum im Ausloten sowohl des subversiven Potenzials sowie der emanzipatorischen Bedeutung von queer als auch der Frage danach, wie höchst vielschichtige Debatten sowie divergierende Anerkennungsstrategien innerhalb der LSBT*I/Q(=Lesbischen‐Schwulen‐Bisexuellen‐Trans*‐Interesexuellen/Queer)‐Bewegung anders und demokratischer gestaltet werden können. Zentraler Bestandteil meiner Bachelorarbeit ist deshalb eine Diskussion um das kritische und ermöglichende Potential queer‐feministischer Bilder‐ und Kunstpolitiken für die Ausstellungspraxis: Welche produktiven Elemente auf der Ebene der Repräsentation halten die meta‐theoretischen Implikationen queer‐feministischer Ansätze, die mit der inhaltlichen Neuausrichtung einhergehen, für das Schwule Museum* bereit? Nach der Explikation zentraler theoretischer Bausteine unter Bezugnahme auf queer‐feministische Repräsentationskritik und einen kurzen Überblick über die Entstehungs‐, Bedeutungs‐ und Etablierungsgeschichte des Schwulen Museums* bilden die Hintergründe zur Sonderausstellung „Trans*_Homo – von lesbischen Trans*schwulen und anderen Normalitäten“ (17.08.‐19.11.2012) und deren Konzeption und Ziele sowie eine daran anschließende Standortbestimmung den Übergang zur repräsentationskritischen Analyse, bei der die künstlerischen Auseinandersetzungen mit dem komplizierten Verhältnis der Geschlechter und Spielarten sexueller Transformation einer präziseren Betrachtung unterzogen werden. Insbesondere mit einer repräsentationskritischen Sichtweise auf die Ausstellung wird überprüft, wie und ob auf der Ebene der Repräsentation in Natürlichkeitszuschreibungen von Sexualität und Geschlecht eingegriffen wird. Schließlich erfolgt die Rückbindung der Erkenntnisse aus der Analyse an theoretische Diskussionszusammenhänge. Der Anspruch meiner Bachelorarbeit liegt primär darin, ein ebenso versponnenes wie programmatisches Bild zu den Potenzialen, Bedingungen und Perspektiven queer‐feministischer Repräsentationskritik für die Ausstellungspraxis zu präsentieren, das noch viele ungelöste Fragen und Widersprüche bereithält. Was bleibt, sind die unbestreitbaren Interventionsmöglichkeiten queerer Bildproduktionen in eine normalisierte und hierarchisierte museale Ausstellungspraxis: Als eine Art queer‐feministische Gegenantwort sowohl auf die patriarchal‐sexistischen, heteronormativen Repräsentationsstrukturen im Allgemeinen als auch auf die dominierende Repräsentationspraxis im Schwulen Museum* provoziert die analysierte Ausstellung wichtige Denkanstöße für eine mögliche zukünftige praktische Museums‐/Ausstellungsarbeit und museologische Theoriebildung als diskursiver Verhandlungsort von Identitätskonzepten (Geschlecht und Sexualität).
  • Band 14: Merle Ropers (2014): Subjektivierungsanforderungen in Mediendiskursen der Zeitschrift BRAVO GiRL! und der Umgang der Leserinnen mit ihnen [Q-Papers] [Materielle Kultur] Abstrakt: In dieser Masterarbeit von 2012 (gekürzte Version) untersucht die Autorin Merle Ropers die Mädchenzeitschrift BRAVO GiRL! auf Subjektivierungsanforderungen an die Leserinnen mit dem Ziel zu zeigen, dass die Zeitschriften ihre Subjekte selbst herstellen. Den Ausgangspunkt bilden subjektivierungstheoretische Ansätze, die mit dem Stand der Forschung zur Spezifik dieser Thematik gerade bei Mädchen‐ und Frauenzeitschriften verbunden werden. Die Autorin geht diskursanalytisch vor. Sie untersucht eine Anzahl von Artikeln aus ausgewählten Ausgaben der Zeitschrift auf Themenwahl und Sprache und gleicht die Ergebnisse mit den Erkenntnissen einer Leserinnenbefragung ab. Sie zeigt, dass in der Zeitschrift ein bestimmtes Mädchenbild aufgegriffen und reproduziert wird. Durch Verankerung der Inhalte in Starkontexte (als überindividueller Bezugsrahmen) verbunden mit imperativer Adressierung der Rezipientinnen wird eine kontinuierliche Arbeit am Selbst geradezu eingefordert. Mithilfe von Interviews kann sie darlegen, dass die Leserinnen die Zeitschrift als eine Autorität wahrnehmen und sich vielfach an die Ratschläge und Vorgaben halten bzw. versuchen zu halten.
  • Band 13: Lüder Tietz (2014): Kampf um Positionierungen: Aktuelle Darstellungen von ‚Berdachen’ als queere Interventionen in das kulturelle Gedächtnis des indigenen Nordamerikas [Q-Papers] [Materielle Kultur] Abstrakt: Der Ethnologe Lüder Tietz setzt sich in seinem Artikel mit situiertem Wissen am Beispiel ‚Geschlecht‘ von Indigenen Nordamerikas auseinander. „Berdachen“ oder „Two‐Spirit“ lautet die Bezeichnung für ein drittes Geschlecht, das viele indigene Völker Nordamerikas neben dem männlichen und weiblichen Rollenmodell kannten. Seine Frage ist nach der Konstituierung von Wissen und der Konstruktion von Diskurs. Er zeichnet diverse Auseinandersetzungen mit Berdachen von Theoretiker_innen nach und stellt ihnen auch die selbstbestimmten Narrationen von Alltagsakteur_innen entgegen. Als Beispiel für den Kampf um Positionierungen reflektiert Tietz kritisch einige Aspekte seiner Forschung. Bei dieser Reflektion werden die Überschneidungen zwischen den Positionen von Forschenden und Beforschten, von Native North Americans, Euro‐ Amerikaner_innen und Europäer_innen, von Schwulen, Lesben, Bisexuellen, trans* bzw. inter* positionierten Menschen und Queers, von Aktivist_innen und Sozial‐ bzw. Kulturwissenschaftler_innen thematisiert. Tietz Forschung versucht dabei primär Selbstkonzepte heutiger Lebensverhältnisse von Menschen aus dem Two‐Spirit‐Netzwerk zu ergründen und gleichzeitig die diskursiven Voraussetzungen für die Entstehung dieser Konzepte historisch zu erfassen. Dabei geht er den Fragen nach, ob Two Spirit aufgrund ihrer ‚Heiligkeit’ verehrt wurden oder Opfer sexualisierter Gewalt gewesen waren, ob wichtige Handlungsräume von allen indigenen Frauen oder nur von ‚Amazonen’ betreten werden konnten und wo die Grenzen dieser Transgression lagen, wie Homosexualität, Transgender und Intergeschlechtlichkeit zusammenhingen und was all dies mit der mythologischen Figur ‚Trickster’ zu tun hatte.
  • Band 12: Karen Ellwanger (2014): A Change of Clothes in Politics? – On the vestimentary staging of gender in political space [Materielle Kultur] Abstract: This paper delves into the auratic energy of vestimentary concerns in the political sphere. It also focusses on several dresses of women in politics in the light of the progression of political clothing in general. Asking for different communicable profiles through certain costumes, the author illuminates the professional arrangements in order to send messages through their vestimentary style. Referring to the fundamental differences between women’s and men’s clothing in politics of old, the author sketches various appearances of women in politics since the 1920s in the German Federal Republic and gives an overview about changes, (in‐)dependencies and coherencies. By highlighting peculiarities and specifics in women’s clothes and raising an historical outline on clothes in politics, the author provides an overview and makes a case for the significance for analyses of this kind for political observers.
  • Band 11: Nora Spielvogel (2014): Begreifen – Erfassen – Durchsteigen. Über die Produktion von Körperwissen in Kindermuseen [Q-Papers] [Museum und Ausstellung] Abstrakt: In dieser Studie widmet sich die Autorin dem noch wenig erforschten Feld der Kinder‐Museen (in Deutschland) und legt ein tiefgreifende Studie über die „Produktion von Körperwissen“ dieser Sparte vor, die durch empirische Erhebungen im Dresdner Kinder‐Museum und dem MachMitMuseum miraculum fundiert werden. Unter Einbezug historischer Entwicklungen im Bereich der Kindermuseen der USA, wird der status quo dieses Genres hergeleitet und beschrieben sowie auf den zentralen Begriff des Körperwissens eingegangen. Anhand von Bildern einzelner Stationen und Objekten der untersuchten Museen, exemplifiziert die Autorin im Rückgriff auf die Fragestellung den Grad und die Art der Wissensvermittlung und setzt sich auf der Grundlage der zuvor erläuterten Museumstheorie kritisch mit Umsetzungen und Installationen und deren ‚Schwachstellen‘ auseinander. Im Fokus der nachfolgenden Analyse stehen neben der Objektpräsentation und ‐installation die Vermittlungsaktionen und ‐angebote, deren ausgewiesenes Ziel es ist – durch die Forschungsmethode der Grounded Theory – Empfehlungen und Anregungen „für zu künftige Konzeptionen von Ausstellungs‐und Vermittlungskonzepten in Kindermuseen“ zu entwickeln.
  • Band 10: Karen Ellwanger (2015): Wool Gives Men Courage – Some Aspects of the Use of and Assignment of Meaning to Wool in Clothing [Materielle Kultur] Abstract: This article deals with different paradigms and shifts concerning the significance of woolen clothing in class and gender throughout the last centuries. With reference to respective historical developments and dealings with fabrics like cotton, linen and silk, the author outlines the varying progress of woolen attires – especially their conspicuous function in providing class distinction. In the limelight are also connotations of specific textile fabrics with masculine or feminine attributes which have been perpetuated over several decades. After illuminating the culture‐historical aspects, this article clarifies the attributions woolen garments have been having in recent history.
  • Band 9: Fabian Schröder (2013): 'Spürst Du das Adrenalin?' – Vermittlungspraxis deutscher Fußballvereinsmuseen. [Q-Papers] [Museum und Ausstellung] Abstrakt: Vor dem Hintergrund der zunehmenden Popularisierung von Fußballvereinsmuseen in Deutschland nach internationalen Vorbildern, beschäftigt sich diese Arbeit mit der Analyse verschiedener Vermittlungsstrategien sowie mit den Intentionen, den Motiven und metakommunikativen Aspekten mehrerer FVMs. Als wesentliches Analyseinstrument für die Museums‐ und Ausstellungsanalyse greift der Autor auf das semiotische Verfahren nach Jana Scholze zurück und untersucht anhand der Vermittlungsdiskurse die praktische Vermittlungsarbeit, um mithilfe der Ergebnisse Empfehlungen für die Revision, Weiterführung oder Neukonzeption von Ausstellungen im Bereich der Fußballvereinsmuseen zu formulieren. Durch die Kombination qualitativer und quantitativer Forschungsmethoden und einer aufwändigen Vor‐Ort‐Forschung in elf FVM, zeichnet die Untersuchung ein umfassendes, wenn auch nicht erschöpfendes Bild dieses Genres und stellt Anknüpfungspunkte und Ergebnisse zur Disposition. Durch die bisher geringe wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Fußballvereinsmuseen besonders im museumsanalytischen Kontext, liefert die Arbeit eine erste Annäherung an diesen aufstrebenden Teilbereich der deutschen Museumslandschaft.
  • Band 8: Karen Ellwanger (2013): Formations of Memory – An Introduction. [Museum und Ausstellung] [Materielle Kultur] Abstrakt: Im 19. Jh. wird Identitätsbildung durch die Abgrenzung eines hegemonialen ‚Normativen‘ vom Ausnahmezustand des ‚Anderen‘ unter anderem durch Entwicklung von 'Geschichtlichtkeit' getragen. Somit wurde die Vergangenheit zu einer relevanten Größe und ebenso wie die Differenzierung zwischen Geschlechtern, Rassen und sexuellen Ausrichtungen konstitutiv für die Konstruktion von Identität. In diesem Sinne vollzog sich insbesondere für männlich‐heterosexuelle Individuen in der Moderne der letzte Schliff durch die Arbeit an der eigenen Erinnerung und an der der nationalen Gemeinschaft. Doch wie die Vergangenheit erinnert wird, ist keineswegs eindeutig. Das persönliche Erinnern vollzieht sich im Zusammenspiel mit dem kollektiven Gedächtnis. Alle Formen sind äußerst anfällig für Veränderungen. In ihrer Kritik der nach Strukturen verlaufenden Identitätsbildung erkundet Karen Ellwanger, welche Formen des Gedächtnisses es gibt, wie sie erstellt werden und wie sie im Zuge gesellschaftlicher Veränderungen Bedeutungs‐ und Deutungswandel durchlaufen. Sie weist auf die Funktion der kulturwissenschaftlichen Disziplinen bei Gestaltung des Diskurses der Erinnerungsarbeit hin und plädiert für eine transdisziplinäre Analyse, um der Komplexität des Phänomens gerecht zu werden. English version: In the 19th century the formation of identity through delimitation of a hegemonic ‘normative’ from the exceptional ‘other’ is legitimized under reference to a historicity. In this way the past became a relevant entity and constitutive to the construction of identity in the same way as the differentiation between the sexes, sexual orientation and races. The transition of male‐heterosexual individuals, in particular, to their rightful place in society in modernity was accomplished through their efforts around their individual memory and that of the national community. It is, however, not absolutely clear how the past is remembered. Personal remembrance is affected by collective memory. All forms are extremely prone to changes. In her critique of the structures of the formation of memory Karen Ellwanger investigates the various forms of memory, how they are constructed and which changes of meaning and interpretation they are subjected to in a changing society. She points out, that the disciplines of the cultural sciences have shaped the discourse around memory and remembrance and advocates a transdisciplinary analysis to do justice to the complexity of the issue.
  • Band 7: Karen Ellwanger für das Institut für Materielle Kultur (Hg.) (2013): Was übrig bleibt. Katalog zur Ausstellung. [Museum und Ausstellung] Abstrakt: Unter Mitarbeit zahlreicher Studierender und Lehrender unterschiedlicher Fachbereiche, wurde ein umfassender Katalog mit Beiträgen zur und über die studentische Ausstellung „Was übrig bleibt“ erstellt, die einen tiefen Einblick in die Auseinandersetzung mit Aufbewahrungsweisen von Dingen gewährt. Das transdisziplinäre Projekt im Rahmen des Masterstudiengangs Museum und Ausstellung, war darauf ausgerichtet, praxisnahe und museale Arbeit im „Schonraum des Projektstudiums“ kennen zu lernen und eine komplette Ausstellung in Planung, Konzeption und Umsetzung – mit all ihren Tücken – zu bewältigen. Der Katalog bietet einen umfassenden Bericht über die einzelnen Aspekte und Stadien der Ausstellung sowie „künstlerische, wissenschaftliche und persönliche Beiträge“, die das lehrreiche Ausstellungsprojekt in gewisser Weise konservieren. Die Beiträge widmen sich – teils philosophisch, teils poetisch – den dem Ausstellungthema angrenzenden Aspekten und einzelnen Objektbiographien sowie der kritischen Reflexion institutioneller Begebenheiten des Mediums Museum an sich.
  • Band 6: Marius Kowalak (2013): Im Spannungsfeld von Imagination und Realität. Analyse der Dauerausstellung 'Ozeanien - Lebenswelten in der Südsee' des Übersee-Museums Bremen. [Q-Papers] [Museum und Ausstellung] Abstrakt: Vor dem Hintergrund des dichotomen Verhältnisses des „Eigenen“ und des „Fremden“ nicht nur im musealen Umfeld, unterzieht der Autor die Dauerausstellung 'Ozeanien - Lebenswelten in der Südsee' des Übersee-Museum Bremen einer Analyse mit Berücksichtigung der gegenwärtigen, transkulturellen und globalisierten Verfassung unserer Gesellschaft. Die Konflikte im Abbilden von „Realität“ einer „fremden“ Kultur durch historische Güter im musealen Kontext werden beleuchtet und kritisch in den Diskurs der „antagonistischen Beziehung zwischen indigener und westlicher Welt“ eingebettet. Die materielle Kultur als Transportmedium von kulturellen Werten und Eigenheiten werden neben ihrer vielschichtigen Bedeutung außerdem auf die jeweilige Präsentationweise untersucht, um in einer kritischen Analyse Aussagen über die Metakommunikation des Museums zu treffen. In der überwiegend deskriptiven Analyse der Ausstellung schafft der Autor ein präzises Bild eines vielschichtigen Aushandlungsprozesses zwischen unterschiedlichen Kulturkreisen im Moment der Präsentation der konservierten „Fremde“.
  • Band 5: Christopher Sommer (2012): 'Rüstkammern' – Präsentation von Waffen und Rüstungen der Frühen Neuzeit im Museum. [Q-Papers] [Museum und Ausstellung] Abstrakt: Im Vordergrund dieser Analyse der Präsentation von ‚Rüstkammern‘ zweier deutscher Museen, steht die museums- und ausstellungsanalytische Erfassung und Untersuchung, sowie die Darlegung der Relevanz des betrachteten Forschungsgegenstandes im Kontext musealer, kultureller und gesellschaftlicher Entwicklungen. Die militärgeschichtliche Untersuchung der Rüstkammern des Ostfriesischen Landesmuseums in Emden und die der „Rüstkammer Dresden“ erfolgen mit einem Fokus auf die frühneuzeitliche und vormoderne Waffen- und Kriegsgeschichte, im Speziellen jedoch auf die Konvolute von Offensiv- und Defensivwaffen jener Zeit. Unter Berücksichtigung der etymologischen und historischen Hintergründe der Rüstkammern, legt der Autor eine vielschichtige und tiefgreifende Analyse der jeweiligen musealen Präsentationen vor und bettet diese in den europäischen Kontext ein. Dem Forschungsfeld der Museums- und Ausstellungsanalyse wird mit dieser Arbeit ein aufschlussreiches Fragment einer bis dato gering aufgearbeiteten Phase der Waffen- und Kriegsgeschichte unserer Kultur geliefert und zusätzlich der Stellenwert der untersuchten historischen Exponate in Bezug auf kulturelle und nationale Identitäten beleuchtet.
  • Band 4: Kristina Novy (2012): Corporate Social Responsibility in der Textilindustrie: Welchen Einfluss haben 'Codes of Conduct' von Modeuunternehmen auf die Arbeitsbedingungen von Fabrikarbeiterinnen in Indien? [Q-Papers] Vor dem Hintergrund der in den letzten Jahren zunehmend in die Öffentlichkeit gelangten Menschenrechtsverletzungen und Skandale um fehlenden Brandschutz mit tödlichem Ausgang in Textilfabriken in (Billig-)Produktionsländern wie Indien, Bangladesch oder Pakistan wird das Interesse daran, welche Maßnahmen und Strategien westliche Modeunternehmen mittels sogenannter „Corporate-Social Responsibility“ (CSR)-Politiken entwickeln und umsetzen, um die Arbeitsbedingungen in ihrer textilen Wertschöpfungskette zu verbessern, immer größer. Öffentlichem Druck gehorchend hat sich der Modegigant C&A kritisch positioniert und sich CSR-Richtlinien auf die Fahnen geschrieben. Gerade an diesem Beispiel lässt sich jedoch nachverfolgen, dass mit dieser Maßnahme keinerlei tatsächliche Verpflichtungen eingegangen werden. Das als „fair und ehrlich“ propagierte Engagement erwies sich als undurchsichtig: Auch C&A wurde als Abnehmer des ausbeuterischen indischen „Sumangali“-Schemas entlarvt. Inwiefern CSR somit tatsächlich zur Verbesserung der Sozialstandards beiträgt oder ob es als P.R.-Maßnahme missbraucht werden kann und somit sogar eher schädlich ist, wird in dieser Bachelorarbeit diskutiert. English: Against a backdrop of an increasing number of discoveries of human rights violation and fatal lack of safety precautions in textile producing factories in countries such as India, Bangladesh and Pakistan, public pressure forces a growing number of Western fashion companies to subscribe to codes of Corporate-Social-Responsibility (CSR). One of these is fashion giant C&A. The intended aim of improving working conditions within their productions and value chains is not a secured result, however. C&A, having consequently labeled itself as a “Fair and honest” company, was recently exposed as having had their clothes produced in an Indian factory making use of the highly exploitative “Sumangali”-scheme. This Bachelor thesis analyses whether the implementation of CSR-standards by fashion companies can be viewed as a decent instrument for the improvement of social standards or rather has to be rated solely as a public relations measure.
  • Band 3: Lioba Thaut (2012): Sammeln am Deutschen Hygiene-Museum Dresden 1990 bis 2012. Klassifikation, Kontingenz und Wissensproduktion. [Q-Papers] [Museum und Ausstellung] Abstrakt: Im Zentrum dieser 2010 eingereichten Masterarbeit steht die Aufarbeitung der Sammeltätigkeit des Deutschen Hygiene‐Museums. Es wird untersucht, wie und welchen Kriterien folgend nach der „politischen Wende“ eine eigenständige Sammlung entstand und wie sich diese bis zum Jahr 2010 entwickelte. Ausgehend vom Konzept der „Sammlung als Handlungsort der Wissenschaften“ wird mit Hilfe von drei verschiedenen Quellentypen – Schriftquellen, Experteninterviews und 22 repräsentativen Objekten – ihre Geschichte rekonstruiert. Eine detaillierte Analyse zeigt, dass die Sammeltätigkeit durch die ihr zugrunde liegende Sammlungskonzeption und die darin getroffenen Klassifikationsentscheidungen eine gezielte, gleichzeitig aber auch eine kontingente Handlung ist. English version: This master thesis focuses on the collecting activity of the Deutsches Hygiene‐Museum Dresden from 1989 to 2010 and examines the creation of an independent collection after the German reunification. Three different sources – written sources, interviews and 22 objects – are used to reconstruct the history of the collection. A detailed analysis shows that the collecting activity is both a directed activity and reliant on chance.
  • Band 2: Karen Ellwanger & Norma Mack für das Institut für Materielle Kultur (Hg.) (2011): Studenteria - Menschen mit Immatrikulationshintergrund [Museum und Ausstellung] Abstrakt: Im Rahmen des Masters Museum und Ausstellung haben sich Studierende und Lehrende der Aufgabe gewidmet, den Alltag von Student_innen des Bachelor‐ und Masterstudiums auszustellen bzw. ausstellbar zu machen. Das Projekt erwuchs aus der Erkenntnis und der Unzufriedenheit darüber, dass die Repräsentation von studentischem Alltag und Routinen im System nach Bologna bisher keine Aufmerksamkeit bekommen und keine museale Substanz angenommen hatte. Daher befassten sich die‚ Betroffenen ‘in einem Ausstellungsprojekt mit der Repräsentation ihrer selbst und den Sphären ihres universitären Lebens. Der Katalog schildert u.a. die Konzeption, die Objektauswahl und ‐beschreibung so wie die (visuelle) Auseinandersetzung mit Arbeitsweisen und ergründet Eigenheiten und Spezifika der‚ Bildungsinländer_innen‘. Die ethnografische Vertiefung nimmt zu dem u.a. Aspekte wie Ernährung, Finanzen und Stress in Augenschein, um die Erkenntnisse als Grundlage der Ausstellung aufzubereiten.
  • Band 1: Stefanie Mallon (2011): Archäologie im Wohnzimmer. [Q-Papers] Abstrakt: Eine chaotische Büchersammlung steht im Zentrum der Analyse dieser Bachelorarbeit von 2008. Die veränderlichen Stadien ihrer Ordnung werden erfasst und in Bezug zu übergeordneten gesellschaftlichen Bedeutungssystemen gesetzt. Systematische Strukturierung fördert die potentielle Informationsausbeute einer Sammlung und entspricht somit einem modernen Anspruch. Durcheinander hingegen entzieht die Sammlung sich nicht nur der allgemeinverständlichen Zugänglichkeit, sondern führt, durch diskursiv erzeugte Scham, möglicherweise zum vollkommenen Sichtentzug. In ihrer Unordnung bietet diese konkrete Sammlung die fruchtbare Grundlage zur Identifikation von Diskursen, Entzifferung von machtpolitischen Intentionen durch Blickführung und einBeispiel zur Erhaltung gesellschaftlicher Ordnung durch „Othering“. Als Resümee erfolgt die Erkenntnis, dass der Ruf nach Befreiung von unflexiblen Ordnungssystemen nur innerhalb des chaostheoretisch angereicherten Diskurses der Spät‐Moderne erfolgen kann. English version: A chaotic book collection forms the epicenter of this analysis. Its varying stages of order are identified and subsequently related to superordinate societal frames of reference. Systematic structuring increases the information exploit of a collection and coheres with modernist requirements. Disorder, however, subverts common access and sometimes also creates complete withdrawal from view through discursively produced shame. This particular collection, in its state of disorder, creates a fruitful base for detection of discourses, deciphering of power‐political directions of gaze and an example for the fortification of societal identity through processes of “othering”. Conclusively, it becomes obvious that even the demand for liberation from restrictive systems of order can only have any significance within the discourse of a chaos‐theoretically enriched late modernism
(Stand: 23.02.2021)